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Baggerseepiraten trotzen allen Widrigkeiten und siegen in Ratingen

Verdienter 34:35 (15:19) Sieg in Ratingen

 

Einen gelungenen sportlichen Einstieg ins Jahr 2024 konnten die Baggerseepiraten am vergangenen Samstag feiern. Beim Aufsteiger in Ratingen hatten die Jungs von Trainer Redmann meistens die Nase vorn, mussten am Ende aber noch etwas zittern, bevor der sechste Auswärtssieg der laufenden Runde unter Dach und Fach war.

Die Vorbereitung auf die erwartet schwere Partie verlief etwas holprig. „Seit Jahresanfang sind einige Spieler gesundheitlich angeschlagenen, ein komplettes Training war bisher kaum möglich“, so Jan Redmann der am Samstag wieder zu Improvisationen gezwungen war. Denn mit Nils Hassler fehlte der treffsicherste Schütze in den Reihen der Rodgauer und auch Johannes von der Au signalisierte nach dem Aufwärmen, dass er nicht einsatzfähig war. Zudem zog sich die Anreise aufgrund von Verkehrsbehinderungen etwas länger als geplant, doch mit dem Anpfiff wurden alle negativen Nebengeräusche ausgeblendet. So entwickelte sich sofort eine muntere Partie, in der die Baggerseepiraten schnell mit 0:3 in Führung gingen. In der temporeichen Begegnung kamen die Gastgeber dann zwar auch zu ein paar Treffern, doch die HSG´ler zeigten sich extrem kaltschnäuzig im Angriff. Vor allem Niklas Roth blühte richtig auf, traf fast nach Belieben und war damit hauptverantwortlich dafür, dass seine Farben weiterhin einen knappen Vorsprung behaupteten. Im defensiven Mittelblock arbeiteten Philipp Wunderlich und der wiedergenesene David Wucherpfennig erfolgreich gegen die individuell top besetzten Ratinger, so dass sich am Spielstand bis zur Halbzeit (15:19) recht wenig änderte.

Nach Wiederanpfiff hielten die Baggerseepiraten bis zum 18:22 weiterhin den Fuß auf dem Gaspedal, doch ab der 35. Minute wurden erste Verschleißerscheinungen sichtbar. „Uns war klar, dass wir irgendwann mit dem Wechseln anfangen müssen. David ist noch nicht bei 100 Prozent, der brauchte einfach mal eine Verschnaufpause genauso wie einige andere“, so Redmann.  So kam gehörig Rotation in die Aufstellung der Rodgauer, bei denen unter anderem Jonas Markert auf der halbrechten Position gegen den bundesligaerfahrenen Ante Grbavac verteidigte. „Das hat er wirklich hervorragend gelöst, insgesamt hat mir die offensive 3-2-1 heute sehr gut gefallen“, zollte Redmann dem Engagement seiner blutjungen Truppe gehörig Respekt. Die erholten sich von dem kleinen Zwischentief, doch die Begegnung blieb jetzt hart umkämpft. Immer wieder gelang den Gastgebern, bei denen beide Außen fast fehlerfrei agierten der Ausgleich (27:27, 31:31, 32:32). So brachen die letzten fünf Minuten an, in denen zunächst Simo Brandt  die erneute Führung zum 32:33 erzielte. Erneut gelang Ratingen der Ausgleich und im eigenen Angriff vergaben die Rodgauer eine gute Chance, so dass die gut 100 Zuschauer schon auf die erste Führung ihrer Mannschaft hofften. Die routinierten Gastgeber brachten wieder den siebten Feldspieler, aber dann unterlief ihnen ein technischer Fehler, den HSG-Kapitän Marco Rhein mit einem Treffer ins leere Tor sofort zum 33:34 bestrafte. Hellwach in der Abwehr gelang der nächste Ballgewinn und als Niklas Roth mit einem feinen Pass Nils Haus in Szene setzte, ließ sich der A-Jugendliche  nicht lange bitten und entschied mit seinem dritten Treffer das Spiel. Ein zufriedenes Resumee zog Cheftrainer Redmann nach den nervenaufreibenden Schlussminuten: „Was soll ich sagen, außer dass ich heute wirklich sehr stolz auf die ganze Truppe bin? Jeder hat seine Aufgabe erfüllt, das war der erwünschte positive Auftakt nach sechs Wochen Pause. Jetzt wollen wir hoffen, dass sich einige angeschlagene Spieler gut regenerieren und wir dem Topfavoriten Krefeld am 18.02. vor heimischer Kulisse einen großen Kampf liefern.“

Quelle und Foto: Pressemeldung HSG Rodgau

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