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Wetteraukreis: Falscher Polizist erbeutet 15.000 Euro – 24-Jähriger fährt mit 1,36 Promille

Wetteraukreis: Falscher Polizist erbeutet 15.000 Euro – 24-Jähriger fährt mit 1,36 Promille
Grafik KI: News-Stadt

Bad Nauheim/Butzbach/Gedern. Mehrere Vorfälle beschäftigen derzeit die Polizei im Wetteraukreis. In Bad Nauheim übergab eine Seniorin nach einem sogenannten Schockanruf Bargeld und Wertgegenstände im Gesamtwert von rund 15.000 Euro an einen falschen Polizeibeamten. Bei Bad Nauheim verursachte ein 24-Jähriger mutmaßlich unter Alkoholeinfluss einen Verkehrsunfall. In Gedern wurden zudem mehrere Autokennzeichen gestohlen.

Bad Nauheim: Falscher Polizeibeamter erbeutet rund 15.000 Euro

Eine Seniorin aus Bad Nauheim ist am Freitagnachmittag Opfer eines sogenannten Schockanrufs geworden.

Nach Angaben der Polizei meldete sich zunächst ein unbekannter Anrufer bei der Frau und täuschte eine angebliche Notlage ihres Sohnes vor.

Die Seniorin wurde durch die erfundene Geschichte derart unter Druck gesetzt, dass sie schließlich Bargeld und verschiedene Wertgegenstände im Gesamtwert von rund 15.000 Euro an einen vermeintlichen Polizeibeamten übergab.

Erst später stellte sich heraus, dass sie Opfer einer Betrugsmasche geworden war.

Polizei sucht nach Abholer

Der Mann, der die Wertgegenstände entgegengenommen haben soll, wird als etwa 50 bis 60 Jahre alt und rund 1,80 Meter groß beschrieben.

Er soll eine schmale Statur und nur wenige Haare gehabt haben.

Nach Angaben der Seniorin sprach der Mann mit einem osteuropäischen Akzent.

Die Ermittlungen dauern an.

Polizei warnt vor Schockanrufen

Die Polizei appelliert insbesondere an Angehörige älterer Menschen, regelmäßig über derartige Betrugsmaschen zu sprechen.

Typisch für sogenannte Schockanrufe ist, dass die Täter ihre Opfer zunächst emotional stark unter Druck setzen. Häufig wird eine angebliche Notlage eines nahen Angehörigen geschildert. Im weiteren Verlauf fordern die Betrüger Bargeld, Schmuck oder andere Wertgegenstände.

Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin:

  • Echte Polizeibeamte, Staatsanwälte oder Banken verlangen am Telefon keine Herausgabe von Bargeld oder Wertgegenständen.

  • Geheimnummern, Bankdaten oder Zugangsdaten sollten niemals telefonisch weitergegeben werden.

  • Bei verdächtigen Anrufen sollte das Gespräch sofort beendet werden.

  • Im Zweifel sollte über die 110 selbst Kontakt zur Polizei aufgenommen werden.

  • Wertgegenstände werden von der Polizei nicht zur angeblichen „Sicherung“ an der Haustür abgeholt.

Butzbach: Unfall unter Alkoholeinfluss – zwei Leichtverletzte

Am Freitagabend, 9. Oktober 2026, kam es gegen 20 Uhr im Bereich der A5 bei Bad Nauheim zu einem Verkehrsunfall.

Ein 24-jähriger Mann aus dem Wetteraukreis war aus Richtung Kassel unterwegs und verließ die Autobahn bei Bad Nauheim.

Beim anschließenden Abbiegen auf die B3 in Richtung Bad Nauheim übersah er nach bisherigen Erkenntnissen offenbar einen von links kommenden Pkw eines 18-jährigen Butzbachers.

Es kam zum Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge.

Atemalkoholtest zeigt 1,36 Promille

Beide Fahrer, die jeweils alleine in ihren Autos unterwegs waren, wurden bei dem Unfall leicht verletzt.

Während der Unfallaufnahme ergaben sich Hinweise darauf, dass der 24-Jährige alkoholisiert gewesen sein könnte.

Ein Atemalkoholtest zeigte einen Wert von 1,36 Promille.

Auf der Polizeidienststelle wurde anschließend eine ärztliche Blutentnahme durchgeführt. Zudem stellten die Beamten den Führerschein des 24-Jährigen sicher.

Der entstandene Sachschaden wird auf rund 18.000 Euro geschätzt.

Die Fahrbahn war nach dem Unfall für rund zwei Stunden nur eingeschränkt befahrbar.

Gedern: Mehrere Autokennzeichen gestohlen

In der Nacht von Sonntag, 11. Oktober, auf Montag, 12. Oktober 2026, kam es in Gedern zu mindestens zwei Kennzeichendiebstählen.

In der Burgstraße entwendeten bislang unbekannte Täter beide amtlichen Kennzeichen eines geparkten Saab.

Die Kennzeichen lauteten:

FB-J 1161

In der Lutherstraße wurde zudem ein Kennzeichen von einem weiteren abgestellten Fahrzeug gestohlen:

FB-MF 2005

Die Polizei bittet Personen, die in der Nacht verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter 06042 96480 bei der Polizei in Büdingen zu melden.

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