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VC Wiesbaden beendet die Hinrunde mit souveränem 3:0-Heimsieg gegen Hamburg

VC Wiesbaden beendet die Hinrunde mit souveränem 3:0-Heimsieg gegen Hamburg
Detlef Gottwald

Pflichtsieg vor heimischer Kulisse: VC Wiesbaden bleibt ohne Satzverlust

Der angekündigte Heimsieg war mehr als nur ein Versprechen – er wurde eingelöst. Vor 1.643 Zuschauerinnen und Zuschauern in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit gewann der VC Wiesbaden am Samstagabend verdient mit 3:0 (25:16, 25:20, 26:24) gegen die ETV Hamburger Volksbank Volleys. Zum Abschluss der Hinrunde in der 1. Volleyball Bundesliga Frauen reichte den Hessinnen eine solide, phasenweise dominante Leistung, um drei weitere Punkte einzufahren.

Lediglich im dritten Durchgang musste sich das Team von Cheftrainer Tigin Yağlioğlu nach zwischenzeitlich komfortabler Führung noch einmal strecken. Doch auch diese Druckphase überstand der VCW – und setzte mit dem Sieg einen positiven Schlusspunkt unter das Volleyballjahr.


Viel Rotation, klare Botschaft: Nachwuchs bekommt Vertrauen

Yağlioğlu nutzte die Partie bewusst, um seinem Kader Breite und Spielpraxis zu geben. Zahlreiche Wechsel prägten den Spielverlauf, insbesondere junge Spielerinnen erhielten Einsatzzeiten. „Das war kein nachträgliches Weihnachtsgeschenk, sondern absolut verdient“, hatte der Trainer nach der Begegnung betont. Die Strategie ging auf: Trotz Rotation blieb Wiesbaden stabil und kontrollierte das Geschehen über weite Strecken.


Libera Sain glänzt, Dordević begeistert

Nach 70 Minuten Spielzeit wurde VCW-Libera Rene Sain als wertvollste Spielerin der Partie mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Die Kroatin überzeugte im Annahme- und Abwehrverbund, ebenso wie ihre erst 19-jährige Positionskollegin Lilly Bietau, mit der sie sich die Einsatzzeiten teilte.

Großen Applaus erhielt auch Nachwuchstalent Jovana Dordević. Die ebenfalls 19-Jährige setzte immer wieder offensive Ausrufezeichen und war am Ende maßgeblich am Satz- und Spielgewinn beteiligt. Auf Hamburger Seite wurde Anna Hartig mit Silber geehrt. Zweistellig punkteten Pleun van der Pijl für Wiesbaden sowie Svea Frobel für den ETV (jeweils 10 Zähler).


Satz für Satz zum Erfolg

Erster Satz: Frühe Kontrolle und klare Verhältnisse (25:16)

Der VCW startete druckvoll: Zuspielerin Sanne Konijnenberg eröffnete die Partie mit zwei direkten Aufschlagpunkten. Zwar leisteten sich die Gastgeberinnen in der Anfangsphase einige Blockfehler, doch nach kurzer Hamburger Führung (5:6) übernahm Wiesbaden endgültig das Kommando. Beim 14:10 betrug der Vorsprung erstmals vier Punkte, am Ende sorgte ein Hamburger Fehler für neun Satzbälle. Geburtstagskind Marlene Rieger verwandelte schließlich zum 25:16.

Zweiter Satz: Hamburg fordert, Wiesbaden antwortet (25:20)

Deutlich umkämpfter verlief der zweite Durchgang. Die Gäste aus Hamburg spielten mutiger und gingen mehrfach in Führung (3:5, 8:10). Wiesbaden reagierte mit höherem Tempo im Angriff und stabilerem Blockspiel. Assen von Hanna Weinmann und Dagmar Boom sowie eine konzentrierte Schlussphase brachten die Entscheidung. Jovana Dordević setzte mit dem letzten Punkt den Schlusspunkt.

Dritter Satz: Spannung bis zum letzten Ball (26:24)

Auch im dritten Satz startete Wiesbaden besser und zog zwischenzeitlich auf 14:8 davon. Doch nach Hamburger Auszeiten verlor der VCW den Rhythmus, der Vorsprung schmolz dahin. Beim 19:19 war der Satz plötzlich völlig offen, kurzzeitig lag Hamburg sogar in Führung. In der Crunchtime behielt Wiesbaden jedoch die Nerven: Nach mehreren Satzbällen war es erneut Jovana Dordević, die mit dem letzten Punkt des Abends den 26:24-Erfolg perfekt machte.


Applaus zum Jahresabschluss

Mit lang anhaltendem Beifall verabschiedeten die Fans ihr Team in die Winterpause. Der VC Wiesbaden beendete die Hinrunde mit einem standesgemäßen Heimsieg, wertvollen Einsatzminuten für den Nachwuchs und der Gewissheit, dass trotz „Luft nach oben“ die Basis für eine erfolgreiche Rückrunde gelegt ist.

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