Zoll entdeckt geheimes Tabaklager bei Saarlouis: Videoendoskop führt zu 52-Kilo-Fund hinter verschlossener Tür
Saarlouis. Bei Kontrollen mehrerer Verkaufsstellen für Tabakwaren im Raum Saarlouis ist der Zoll auf erhebliche Mengen unversteuerter und teilweise nicht verkehrsfähiger Ware gestoßen. Besonders auffällig war der Fund in einem verschlossenen Kellerraum: Weil die Einsatzkräfte dort ein Versteck vermuteten, setzten sie ein Videoendoskop ein und entdeckten durch einen schmalen Türspalt große Mengen Tabakwaren. Insgesamt stellte der Zoll bei den Kontrollen mehr als 72 Liter Flüssigkeit in Einweg-E-Zigaretten sowie 52 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak sicher. Nach Angaben des Hauptzollamts Saarbrücken wurde dadurch ein Steuerschaden von rund 25.000 Euro verhindert.
Zoll kontrolliert Verkaufsstellen im Raum Saarlouis
Die Kontrolleinheit Verkehrswege (KEV) des Hauptzollamts Saarbrücken führte die Kontrollen am Dienstag, 25. August 2026, in mehreren Verkaufsstellen für Tabakwaren im Raum Saarlouis durch.
Dabei nahmen die Einsatzkräfte insbesondere die ordnungsgemäße Versteuerung und Verkehrsfähigkeit der angebotenen Produkte unter die Lupe.
Die Bilanz der Kontrollen fiel deutlich aus: Insgesamt wurden mehr als 72 Liter Substitute für Tabakwaren in Form von Einweg-E-Zigaretten sowie 52 Kilogramm unversteuerter Wasserpfeifentabak sichergestellt.
Verschlossener Kellerraum macht Zollbeamte misstrauisch
Besonders umfangreich war der Fund in einer der kontrollierten Verkaufsstellen.
In den eigentlichen Geschäftsräumen konnten die Zollbeamten zunächst keine unversteuerten Tabakwaren entdecken. Bei der weiteren Kontrolle stießen sie im Keller jedoch auf einen verschlossenen Raum.
Die Tür weckte den Verdacht der Einsatzkräfte. Sie vermuteten, dass sich dahinter weitere Tabakwaren befinden könnten.
Um einen Blick in den Raum zu werfen, griffen die Beamten zu technischer Unterstützung.
Videoendoskop bringt versteckte Tabakwaren ans Licht
Mithilfe eines Videoendoskops untersuchten die Einsatzkräfte den verschlossenen Bereich. Durch einen schmalen Spalt unterhalb der Tür konnten sie schließlich erkennen, dass sich im Inneren eine größere Menge Tabakwaren befand.
Nach der Öffnung des Raumes bestätigte sich der Verdacht.
Die Zollbeamten entdeckten dort rund 52 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak und weitere 60 Liter Substitute für Tabakwaren.
Allein bei diesem Fund beziffert das Hauptzollamt den Steuerschaden auf mehr als 21.000 Euro.
Polizei Saarlouis unterstützt beim Abtransport
Die Menge der sichergestellten Ware war so groß, dass die Kontrollkräfte für den Abtransport Unterstützung benötigten.
Die Polizei Saarlouis half den Zollbeamten dabei, die aufgefundenen Tabakwaren abzutransportieren.
Sämtliche betroffenen Waren wurden sichergestellt.
Insgesamt rund 25.000 Euro Steuerschaden verhindert
Über alle kontrollierten Verkaufsstellen hinweg summierten sich die Funde auf mehr als 72 Liter Substitute für Tabakwaren und 52 Kilogramm unversteuerten Wasserpfeifentabak.
Nach Berechnungen des Hauptzollamts Saarbrücken konnte durch die Kontrollen ein Steuerschaden von insgesamt rund 25.000 Euro verhindert werden.
Die weiteren Ermittlungen zu den sichergestellten Produkten und den Verantwortlichen dauern an.
Hauptzollamt: „Lassen sich auch von verschlossenen Türen nicht abhalten“
Für das Hauptzollamt zeigt insbesondere der Fund im Keller, dass bei entsprechenden Kontrollen auch vermeintlich unauffällige Bereiche genau überprüft werden.
„Der Fund zeigt, dass unversteuerte Tabakwaren nicht immer dort zu finden sind, wo man sie auf den ersten Blick vermutet“, erklärte Karin Schmidt, Pressesprecherin des Hauptzollamts Saarbrücken.
Die Einsatzkräfte würden konkreten Verdachtsmomenten konsequent nachgehen. Auf diese Weise seien in Saarlouis erhebliche Mengen unversteuerter Tabakwaren aus dem Verkehr gezogen worden.