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Großrazzia in Hessen: Polizei durchsucht 69 Wohnungen wegen Kinderpornografie

Landesweiter Großeinsatz gegen sexualisierte Gewalt

Hessen. Mit einer groß angelegten Razzia ist die hessische Polizei in der vergangenen Woche (13. bis 17. April 2026) gegen sexualisierte Gewalt an Kindern und Jugendlichen vorgegangen.

Unter Koordination des Hessisches Landeskriminalamt wurden 69 Wohnungen und Häuser durchsucht.


71 Beschuldigte im Fokus der Ermittler

Die Maßnahmen richteten sich gegen insgesamt 71 Tatverdächtige im Alter zwischen 14 und 70 Jahren, darunter:

  • 68 Männer
  • 3 Frauen

Den Beschuldigten wird vor allem vorgeworfen:

  • Besitz, Herstellung und Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie
  • in 8 Fällen auch sexueller Missbrauch von Minderjährigen

Sieben Personen wurden zur Vernehmung auf Polizeidienststellen gebracht.


Über 1.100 Datenträger sichergestellt

Bei den Durchsuchungen stellten die Ermittler insgesamt 1.146 Datenträger und Beweismittel sicher, darunter:

  • Computer und Smartphones
  • Speichermedien aller Art

Diese werden nun aufwendig ausgewertet.


Razzien in vielen Städten und Landkreisen

Die Durchsuchungen fanden unter anderem statt in:

  • Frankfurt am Main
  • Wiesbaden
  • Darmstadt
  • Kassel
  • Hanau
  • Offenbach am Main

sowie in zahlreichen Landkreisen in ganz Hessen.


Neue Gefahr: KI-generierte Missbrauchsdarstellungen

Die Ermittler warnen vor einem wachsenden Problem:

Immer häufiger werden kinderpornografische Inhalte mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt – sogenannte „Deepfakes“.

👉 Wichtig:
Auch KI-generierte Inhalte können strafbar sein, wenn sie realitätsnah Kinder darstellen und einen sexuellen Kontext haben (§184b StGB).


Spezialeinheit „FOKUS“ im Einsatz

Eine zentrale Rolle spielt dabei die Spezialeinheit „FOKUS“, die gezielt gegen Kindesmissbrauch und Kinderpornografie vorgeht.

  • über 300 Mitarbeitende
  • rund 170 Ermittlerinnen und Ermittler

Allein im vergangenen Jahr wurden:

  • über 1.600 Durchsuchungen
  • 48 Haftbefehle
  • mehr als 15.400 Datenträger sichergestellt

Polizei bittet um Mithilfe

Die Behörden appellieren:

👉 Verdächtige Inhalte – egal ob echt oder KI-generiert – sollten immer gemeldet werden.
👉 Anzeigen sind bei jeder Polizeidienststelle oder online möglich.

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