Zum Hauptinhalt springen

Trockene Augen – Wenn Brennen und Fremdkörpergefühl zum Alltag werden

Trockene Augen – Wenn Brennen und Fremdkörpergefühl zum Alltag werden
Symbolbild: News-Stadt

Viele Menschen kennen das Problem: Die Augen brennen, jucken oder fühlen sich an, als befände sich Sand darin. Gerade bei langer Bildschirmarbeit, trockener Heizungsluft oder klimatisierten Räumen treten diese Beschwerden immer häufiger auf. Das sogenannte Trockene Auge (Sicca-Syndrom) zählt inzwischen zu den häufigsten Augenerkrankungen und sollte nicht unterschätzt werden.

Warum entstehen trockene Augen?

Damit unsere Augen gesund bleiben, werden sie von einem feinen Tränenfilm geschützt. Dieser sorgt dafür, dass die Augenoberfläche feucht bleibt, Keime abgewehrt werden und wir klar sehen können. Ist dieser Tränenfilm gestört oder wird zu wenig Tränenflüssigkeit produziert, trocknet die Augenoberfläche aus.

Zu den häufigsten Auslösern gehören:

  • Langes Arbeiten am Computer oder Smartphone
  • Trockene Heizungsluft oder Klimaanlagen
  • Wind und starke Sonneneinstrahlung
  • Kontaktlinsen
  • Allergien
  • Bestimmte Medikamente
  • Hormonelle Veränderungen
  • Erkrankungen wie Diabetes oder rheumatische Autoimmunerkrankungen

Typische Beschwerden

Betroffene berichten häufig über:

  • Brennende oder juckende Augen
  • Fremdkörpergefühl („Sandkorn im Auge“)
  • Gerötete Augen
  • Verschwommenes Sehen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Müde Augen
  • Erhöhten Tränenfluss – paradoxerweise können trockene Augen sogar stark tränen, weil das Auge versucht, den Reiz auszugleichen.

Was hilft gegen trockene Augen?

In vielen Fällen lassen sich die Beschwerden bereits mit einfachen Maßnahmen lindern.

Hilfreich sind unter anderem:

  • Regelmäßige Bildschirmpausen nach der 20-20-20-Regel (alle 20 Minuten für 20 Sekunden etwa 20 Meter in die Ferne schauen)
  • Bewusst häufiger blinzeln
  • Ausreichend trinken
  • Luftfeuchtigkeit in Innenräumen verbessern
  • Zugluft vermeiden
  • Konservierungsmittelfreie Tränenersatzmittel (Augentropfen) verwenden
  • Bei Bedarf warme Kompressen und Lidrandpflege, wenn die Talgdrüsen der Augenlider gestört sind.

Wann sollte ein Augenarzt aufgesucht werden?

Halten die Beschwerden über mehrere Tage oder Wochen an oder verschlechtern sie sich, sollte eine augenärztliche Untersuchung erfolgen. Gleiches gilt bei starken Schmerzen, deutlicher Sehverschlechterung oder wenn die Augen dauerhaft gerötet sind. Hinter trockenen Augen können auch behandlungsbedürftige Erkrankungen stecken, die gezielt therapiert werden müssen.

Bildschirmarbeit als häufiger Auslöser

Besonders Menschen, die täglich viele Stunden am Computer arbeiten, sind betroffen. Beim konzentrierten Blick auf den Bildschirm sinkt die Anzahl der Lidschläge deutlich. Dadurch verdunstet der Tränenfilm schneller und die Augen trocknen aus. Regelmäßige Pausen und bewusstes Blinzeln können das Risiko deutlich reduzieren.

Fazit

Trockene Augen sind weit mehr als nur eine kleine Unannehmlichkeit. Bleiben die Beschwerden unbehandelt, können sie die Lebensqualität erheblich einschränken und im schlimmsten Fall die Augenoberfläche schädigen. Wer frühzeitig auf Warnsignale achtet und einfache Schutzmaßnahmen in den Alltag integriert, kann seine Augen oft wirksam entlasten. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden sollte jedoch immer eine augenärztliche Abklärung erfolgen.

Anzeige
Cron Job starten