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Sonnenbrillen im Test: Worauf Verbraucher beim Kauf unbedingt achten sollten

Sonnenbrillen im Test: Worauf Verbraucher beim Kauf unbedingt achten sollten
Grafik: News-Stadt

UV-Schutz wichtiger als das Design

Deutschland. Sonnenschein, hohe Temperaturen und Aktivitäten im Freien gehören für viele Menschen zum Sommer dazu. Ebenso selbstverständlich ist die Sonnenbrille. Doch sie ist weit mehr als ein modisches Accessoire: Eine hochwertige Sonnenbrille schützt die Augen zuverlässig vor schädlicher UV-Strahlung und kann langfristige Schäden an Hornhaut, Linse und Netzhaut verhindern. Der TÜV-Verband erklärt, worauf Verbraucherinnen und Verbraucher beim Kauf achten sollten.

Dunkle Gläser bedeuten nicht automatisch guten Schutz

Ein häufiger Irrtum ist, dass besonders dunkle Gläser automatisch einen besseren Schutz bieten. Tatsächlich bestimmt die Tönung lediglich, wie stark sichtbares Licht reduziert wird und schützt damit vor Blendung. Entscheidend für die Gesundheit der Augen ist jedoch der integrierte UV-Filter.

Fehlt dieser Schutz, können stark getönte Gläser sogar gefährlich werden. Durch die dunkle Tönung erweitern sich die Pupillen, wodurch mehr schädliche UV-Strahlung ins Auge gelangt.

Verbraucher sollten deshalb ausschließlich Sonnenbrillen wählen, die mit „UV400“ oder „100 Prozent UV-Schutz“ gekennzeichnet sind. Diese filtern ultraviolette Strahlung bis zu einer Wellenlänge von 400 Nanometern zuverlässig heraus.

Die richtige Filterkategorie für jede Situation

Neben dem UV-Schutz spielt auch die sogenannte Filterkategorie eine wichtige Rolle. Sie beschreibt, wie stark das sichtbare Licht reduziert wird.

Der TÜV empfiehlt:

  • Kategorie 0: Nur als modisches Accessoire geeignet.
  • Kategorie 1: Für leicht bewölkte Tage.
  • Kategorie 2: Ideal für sonnige Tage in Deutschland und Mitteleuropa.
  • Kategorie 3: Empfehlenswert für Strand, Wasser, südliche Urlaubsregionen und intensive Sonneneinstrahlung.
  • Kategorie 4: Für Hochgebirge und Gletscher – nicht für den Straßenverkehr zugelassen, da die Gläser zu stark abdunkeln.

Autofahrer sollten auf die Glasfarbe achten

Gerade im Straßenverkehr kann eine geeignete Sonnenbrille die Sicht deutlich verbessern. Besonders geeignet sind graue oder braune Gläser, da sie Farben weitgehend naturgetreu wiedergeben.

Anders sieht es bei stark eingefärbten Gläsern aus. Diese können die Farbwahrnehmung verändern und beispielsweise Ampelsignale oder Warnhinweise schlechter erkennbar machen.

Zusätzlichen Komfort bieten polarisierende Sonnenbrillen, die störende Lichtreflexionen auf nassen Fahrbahnen oder Wasseroberflächen deutlich reduzieren.

Qualität erkennt man oft schon vor dem Kauf

Nicht der Preis oder ein bekannter Markenname entscheiden über die Qualität einer Sonnenbrille.

Vor dem Kauf sollten Verbraucher auf folgende Punkte achten:

  • Die Gläser dürfen keine Verzerrungen, Blasen oder Schlieren aufweisen.
  • Gerade Linien sollten beim Durchsehen unverändert erscheinen.
  • Die Fassung sollte stabil verarbeitet sein und bequem sitzen.
  • Scharniere dürfen kein Spiel haben und sollten sich leicht bewegen lassen.
  • Herstellerangaben und Kennzeichnungen sollten vollständig vorhanden sein.

Stark verkratzte Gläser sollten ausgetauscht werden. Zwar bleibt der UV-Schutz in der Regel erhalten, Kratzer verschlechtern jedoch die Sicht und können Blendungen verstärken.

Gute Passform schützt zusätzlich

Eine Sonnenbrille sollte möglichst eng am Gesicht anliegen und die Augen vollständig abdecken. Dadurch wird verhindert, dass UV-Strahlen oder Blendlicht seitlich ins Auge gelangen.

Besonders wichtig ist dies für Kinder. Ihre Augen reagieren empfindlicher auf UV-Strahlung als die von Erwachsenen. Eltern sollten deshalb auf eine gut sitzende Sonnenbrille mit geprüftem UV-Schutz achten.

TÜV-Checkliste: Darauf sollten Verbraucher achten

Der TÜV-Verband empfiehlt beim Kauf einer Sonnenbrille insbesondere folgende Punkte:

  • UV400 oder 100 Prozent UV-Schutz wählen.
  • Die passende Filterkategorie entsprechend dem Einsatzgebiet auswählen.
  • Gläser auf Verzerrungen, Schlieren oder Beschädigungen prüfen.
  • Auf eine stabile Fassung, hochwertige Scharniere und eine gute Passform achten.
  • Preis oder Markenname sind kein Garant für Qualität – auch preisgünstige Modelle können sicheren Schutz bieten.

Im Zweifel beim Optiker prüfen lassen

Wer unsicher ist oder bereits eine Sonnenbrille besitzt, kann diese bei vielen Optikern überprüfen lassen. Dort lassen sich unter anderem UV-Schutz, Passform, Zentrierung, Beschichtungen und die optische Qualität kontrollieren.

Mit einer geeigneten Sonnenbrille lassen sich die Augen nicht nur vor unangenehmer Blendung schützen, sondern auch langfristig vor gesundheitlichen Schäden durch intensive UV-Strahlung bewahren.

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