Telefonbetrüger schlagen erneut in Offenbach zu
Mit der perfiden Masche des sogenannten „Schockanrufs“ haben unbekannte Betrüger in Offenbach erneut hohe Beute gemacht. Wie die Polizei mitteilt, ergaunerten die Täter am Mittwoch, 14. Mai 2026, Bargeld und Schmuck im Wert von mehr als 10.000 Euro von einer Seniorin.
Die Frau wurde in ihrer Wohnung in der Goethestraße telefonisch kontaktiert. Die Anrufer gaben sich dabei als Mitarbeiter des Amtsgerichts Frankfurt aus.
Betrüger behaupten tödlichen Verkehrsunfall der Tochter
Im Verlauf des Gesprächs behaupteten die Täter, die Tochter der Seniorin habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht und befinde sich deshalb in Untersuchungshaft.
Um eine angebliche Freilassung zu ermöglichen, müsse kurzfristig Bargeld und Schmuck übergeben werden. Die Betrüger setzten die Frau dabei offenbar massiv unter emotionalen Druck.
Übergabe vor der Haustür
Unter dem Eindruck der Schilderungen übergab die Seniorin schließlich Bargeld und Schmuck an einen unbekannten Abholer direkt vor ihrer Haustür.
Der Täter flüchtete anschließend zu Fuß.
Täterbeschreibung veröffentlicht
Der mutmaßliche Abholer wird wie folgt beschrieben:
- etwa 20 bis 25 Jahre alt
- circa 1,60 Meter groß
- schlanke Statur
- kurze dunkelbraune Haare
- mitteleuropäisches Erscheinungsbild
- komplett schwarz gekleidet, inklusive Mütze
Polizei warnt eindringlich vor Schockanrufen
Die Kriminalpolizei warnt erneut vor der bekannten Betrugsmasche. Täter versuchen dabei gezielt, insbesondere ältere Menschen emotional unter Druck zu setzen und zu schnellen Entscheidungen zu bewegen.
Die Polizei weist ausdrücklich darauf hin:
- Niemals Bargeld oder Wertsachen an unbekannte Personen übergeben
- Bei solchen Anrufen sofort auflegen
- Angehörige oder direkt die Polizei kontaktieren
- Behörden oder Gerichte fordern niemals telefonisch Geld oder Schmuck zur Vermeidung einer Haftstrafe
Polizei sucht Zeugen
Die Ermittlungen laufen derzeit weiter. Zeuginnen und Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Bereich der Goethestraße gemacht haben oder Hinweise auf den beschriebenen Mann geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.