A66 bei Gründau: Vier Verletzte nach schwerem Unfall – Polizei sucht geflüchteten Lkw
Gründau. Vier Verletzte, knapp 30.000 Euro Sachschaden und eine mehr als zweieinhalbstündige Vollsperrung: Ein schwerer Verkehrsunfall auf der A66 bei Gründau-Rothenbergen hat am Dienstagabend erhebliche Folgen gehabt. Eine Autofahrerin wurde schwer verletzt, drei weitere Menschen erlitten leichte Verletzungen. Die Polizei sucht zudem nach einem beteiligten Lastwagen, der nach dem Unfall weiterfuhr.
Nach bisherigen Erkenntnissen könnte ein Ausweichmanöver des Lkw zum weiteren Unfallgeschehen beigetragen haben. Die Unfallfluchtgruppe hat die Ermittlungen aufgenommen.
Ford prallt beim Auffahren gegen Betonleitwand
Der Unfall ereignete sich gegen 18.40 Uhr auf der A66 in Fahrtrichtung Hanau.
Nach Angaben der Polizeiautobahnstation Südosthessen wollte eine junge Frau mit ihrem Ford an der Anschlussstelle Gründau-Rothenbergen auf die Autobahn auffahren.
Dabei verlor sie offenbar die Kontrolle über ihr Fahrzeug und prallte rechts gegen die Betonleitwand. Der Ford kam anschließend dort zum Stehen.
Lkw weicht aus – Tesla kollidiert mit Audi
Auf der Hauptfahrbahn musste eine Audi-Fahrerin aufgrund der Situation abbremsen.
Ein hinter ihr fahrender Lastwagen wich daraufhin nach bisherigen Erkenntnissen nach links aus. Dabei soll dessen Fahrerin oder Fahrer einen Tesla übersehen haben, der sich auf der linken Fahrspur von hinten näherte.
Der Tesla-Fahrer versuchte offenbar noch, dem Lkw auszuweichen, kollidierte dabei jedoch mit dem Audi.
Durch die Wucht des Zusammenstoßes wurde der Audi anschließend gegen den bereits verunfallten Ford geschoben.
Audi-Fahrerin schwer verletzt
Bei der Unfallserie wurden insgesamt vier Menschen verletzt.
Die Audi-Fahrerin erlitt schwere Verletzungen.
Der Fahrer des Tesla, seine Beifahrerin sowie die Ford-Fahrerin wurden nach Angaben der Polizei leicht verletzt.
Alle vier Verletzten wurden zur weiteren medizinischen Behandlung in Krankenhäuser gebracht.
Knapp 30.000 Euro Sachschaden
Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden wird auf insgesamt knapp 30.000 Euro geschätzt.
Für die Unfallaufnahme sowie die anschließenden Bergungsarbeiten musste die A66 in Fahrtrichtung Hanau vollständig gesperrt werden.
Die Vollsperrung dauerte bis etwa 21.15 Uhr und damit mehr als zweieinhalb Stunden.
Beteiligter Lkw fährt nach Unfall weiter
Der Lastwagen, dessen Ausweichmanöver nach dem derzeitigen Ermittlungsstand mit dem Unfallgeschehen in Verbindung stehen könnte, setzte seine Fahrt anschließend fort.
Die Fahrerin oder der Fahrer hielt demnach nicht an der Unfallstelle an.
Die Polizei ermittelt daher wegen des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom Unfallort.
Polizei hat Teilkennzeichen des Anhängers
Zu dem gesuchten Fahrzeug liegen bereits erste Hinweise vor.
Nach bisherigen Erkenntnissen soll der Anhänger des Lastwagens ein Kennzeichen aus dem Landkreis Main-Spessart (MSP) getragen haben.
Von der Zahlenfolge ist nach Polizeiangaben 491 bekannt.
Unfallfluchtgruppe bittet um Zeugenhinweise
Die Ermittler suchen nun Personen, die den Unfall beobachtet haben oder Angaben zu dem beteiligten Lastwagen sowie dessen Fahrerin oder Fahrer machen können.
Hinweise nimmt die Unfallfluchtgruppe der Polizei unter der Telefonnummer 069 8098-5699 entgegen.