Dramatische Rettung in Neunkirchen: Auto stürzt Böschung hinunter – zwei Frauen verletzt
Neunkirchen. Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Zoostraße in Neunkirchen sind am Samstagabend, 15. August 2026, zwei Frauen verletzt worden. Eine 89-jährige Beifahrerin erlitt schwerste Verletzungen, nachdem ein Volkswagen von der Fahrbahn abgekommen und eine steile Böschung hinabgestürzt war. Die 61 Jahre alte Fahrerin wurde leicht verletzt. Eine zufällig vorbeikommende Feuerwehrfrau leistete unmittelbar Erste Hilfe.
VW kommt von Zoostraße ab und stürzt Böschung hinunter
Der Unfall ereignete sich am frühen Samstagabend im oberen Bereich der Zoostraße, nur unweit der Einmündung in die Waldstraße.
Nach bisherigen Erkenntnissen verlor die 61-jährige Fahrerin einer Volkswagen-Limousine die Kontrolle über ihr Fahrzeug. Der Wagen kam von der Straße ab, stürzte die angrenzende Böschung hinunter und blieb schließlich an mehreren kleineren Bäumen hängen.
Die 89 Jahre alte Beifahrerin erlitt bei dem Unfall schwerste Verletzungen. Die Fahrerin kam dagegen mit leichteren Verletzungen davon.
Feuerwehrfrau kommt zufällig vorbei und leistet Erste Hilfe
Noch bevor die alarmierten Rettungskräfte eintrafen, erhielt die schwer verletzte Seniorin Hilfe. Eine Feuerwehrfrau aus Neunkirchen kam zufällig an der Unfallstelle vorbei und erkannte die Situation.
Sie stieg umgehend die steile Böschung hinunter, half bei der Befreiung der Unfallopfer und begann mit der Erstversorgung der schwerstverletzten Beifahrerin. Zudem sorgte sie dafür, dass ein Notruf abgesetzt wurde.
Kurz nach 18 Uhr wurden daraufhin die Löschbezirke Neunkirchen-Innenstadt und Wellesweiler der Freiwilligen Feuerwehr Neunkirchen sowie Rettungsdienst und Polizei zur Zoostraße alarmiert.
Steile Böschung erschwert Rettung der 89-Jährigen
Die Lage des Unfallfahrzeugs stellte die Einsatzkräfte vor besondere Herausforderungen. Die Böschung war abschüssig und nur schwer zugänglich. Die verletzte 89-Jährige befand sich weiterhin unterhalb der Straße.
Um einen sicheren Zugang zu schaffen, legten die Feuerwehrleute eine Leiter auf den steilen Abhang. Sie diente den Einsatzkräften dabei wie eine provisorische Treppe.
Über diesen Zugang konnte der Rettungsdienst zur Verletzten hinabsteigen. Gleichzeitig ließ sich das benötigte medizinische Material sicher in die Böschung transportieren.
Unfallwagen droht weiter abzurutschen
Parallel zur medizinischen Versorgung musste die Feuerwehr das verunglückte Fahrzeug sichern. Der Volkswagen drohte nach seinem Absturz an der Böschung weiter abzurutschen.
Die Einsatzkräfte befestigten das Fahrzeug deshalb und sicherten es mit der Seilwinde eines Rüstwagens. Dadurch konnte verhindert werden, dass sich der Wagen während der Rettungsmaßnahmen weiter bewegte und Einsatzkräfte oder Verletzte zusätzlich gefährdete.
Feuerwehr findet alternativen Rettungsweg durch den Wald
Da ein Transport der schwerstverletzten Seniorin die steile Böschung hinauf mit zusätzlichen Risiken verbunden gewesen wäre, suchten die Einsatzkräfte nach einer anderen Möglichkeit.
In der Nähe wurde schließlich ein geeigneter Waldweg gefunden. Feuerwehr und Rettungsdienst transportierten die 89-Jährige gemeinsam auf einer Trage zunächst quer durch das Gelände bis zu diesem Weg.
Von dort konnte die Frau weiter zum bereitstehenden Rettungswagen gebracht werden. Anschließend wurde sie zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus transportiert.
Auch die 61-jährige Fahrerin wurde durch den Rettungsdienst versorgt. Sie erlitt nach Angaben der Einsatzkräfte lediglich leichte Verletzungen.
Zoostraße während Rettung komplett gesperrt
Für die Dauer des Rettungseinsatzes musste die Zoostraße in Neunkirchen in beiden Fahrtrichtungen vollständig gesperrt werden. Neben der Versorgung der beiden Frauen standen vor allem die aufwendige Rettung aus der Böschung und die Sicherung des Unfallfahrzeugs im Mittelpunkt des Einsatzes.
Gegen 19 Uhr konnte die Feuerwehr Neunkirchen ihre Maßnahmen schließlich beenden.