Häusliche Gewalt im Fokus: Polizei informiert auf Wochenmarkt in Kelkheim – 557 Fälle im Main-Taunus-Kreis
Polizei setzt Zeichen gegen häusliche Gewalt: Informationsstand in Kelkheim
Mit einer gezielten Präventionsaktion rückt die Polizei das Thema häusliche Gewalt in den Mittelpunkt der Öffentlichkeit: Am Mittwoch, 6. Mai 2026, informiert die Polizeidirektion Main-Taunus auf dem Wochenmarkt in Kelkheim über Hilfsangebote und Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene. Bürgerinnen und Bürger können sich vor Ort direkt beraten lassen.
Direkter Austausch mit Polizei und Beratungsstellen
Zwischen 11 und 13 Uhr stehen zwei erfahrene Beamte aus dem Bereich Prävention für Gespräche bereit: Polizeioberkommissar Richard Danne und Polizeihauptkommissar Florian Meerheim.
Unterstützt werden sie von Fachberaterinnen des Frauen helfen Frauen Main-Taunus e.V. sowie dem Netzwerk gegen häusliche Gewalt des Main-Taunus-Kreises. Ziel ist es, niedrigschwellig über Hilfsangebote zu informieren und Betroffenen Mut zu machen, Unterstützung anzunehmen.
557 Fälle im Jahr 2025: Thema bleibt hochaktuell
Die Zahlen verdeutlichen den Handlungsbedarf: Im Main-Taunus-Kreis wurden im Jahr 2025 insgesamt 557 Fälle häuslicher Gewalt angezeigt. Auch wenn Kelkheim statistisch kein Schwerpunkt ist, bleibt das Thema von großer gesellschaftlicher Relevanz.
Die Polizei betont, wie wichtig kontinuierliche Aufklärung und Sensibilisierung sind, um Betroffenen frühzeitig Hilfe zugänglich zu machen.
Informationsangebote und sichtbares Zeichen gegen Gewalt
Am Infostand erhalten Besucherinnen und Besucher umfassende Informationen zu Beratungsstellen, Schutzmöglichkeiten und rechtlichen Optionen. Zudem werden Taschentuchpäckchen mit der klaren Botschaft „Stop – Wir haben die Nase voll! Keine Gewalt an Frauen!“ verteilt.
Das Netzwerk gegen häusliche Gewalt vereint neben Polizei und Kreisverwaltung zahlreiche Institutionen, die Betroffene und Angehörige mit Beratungs- und Unterstützungsangeboten begleiten.
Niedrigschwellige Hilfe für Betroffene und Angehörige
Die Aktion auf dem Wochenmarkt soll vor allem eines erreichen: Hemmschwellen abbauen und den Zugang zu Hilfe erleichtern. Neben Betroffenen sind ausdrücklich auch Angehörige und Interessierte eingeladen, sich zu informieren und Fragen zu stellen.