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Cybergrooming und Sextortion: Experten warnen vor Risiken für Jugendliche

Rödermark-Urberach – Unter dem Leitgedanken „Das Übel kommt nicht von der Technik, sondern von denen, die sie missbrauchen“ hat am 14. März 2026 beim Kultur- und Sportverein 1888 Urberach e.V. ein Präventionsworkshop zu sexualisierter Gewalt und Jugendgefährdung im digitalen Raum stattgefunden. Ziel der Veranstaltung war es, Verantwortliche und Engagierte für Risiken im Internet zu sensibilisieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

„Klick mit Risiko“: Interaktiver Workshop mit Experten

Unter dem Titel „Klick mit Risiko – Gefangen im Netz“ nahmen die Teilnehmenden an einem rund dreistündigen, interaktiven Workshop teil. Geleitet wurde die Veranstaltung von Marc Sachs, Erster Kriminalhauptkommissar und Leiter des Stabsbereichs Prävention, sowie Medienwissenschaftlerin Jessica Engelhardt.

Mit anschaulichen Beispielen, aktuellen Fallkonstellationen und praxisnahen Tipps vermittelten die Referenten fundiertes Wissen zu Gefahren im digitalen und realen Umfeld.

Fokus auf sexualisierte Gewalt und Schutz von Kindern

Ein zentraler Bestandteil des Workshops war das Thema sexualisierte Gewalt. Dabei ging es unter anderem um:

  • typische Täterstrategien

  • mögliche Opferprofile

  • Präventionsmaßnahmen und Schutzkonzepte

  • Stärkung von Kindern und Jugendlichen im Alltag

Die Referenten machten deutlich, wie wichtig frühzeitige Aufklärung und ein sensibles Umfeld sind, um Gefährdungen zu erkennen und zu verhindern.


Digitale Risiken: Sexting, Cybergrooming und Sextortion

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Jugendgefährdung im Internet. Thematisiert wurden unter anderem:

  • missbräuchliches Sexting

  • Sextortion (Erpressung mit intimen Inhalten)

  • Cybergrooming (gezielte Anbahnung von Missbrauch im Netz)

  • Umgang mit Kinderbildern im Internet

  • strafbare Inhalte wie kinder- und jugendpornografisches Material

Die Teilnehmenden erhielten konkrete Hinweise, wie sie riskante Situationen erkennen und angemessen reagieren können.

Künstliche Intelligenz als neue Herausforderung

Auch die Rolle von Künstlicher Intelligenz wurde beleuchtet. Dabei ging es insbesondere um die zunehmende Nutzung von KI zur Erstellung manipulierter Inhalte und die damit verbundenen Gefahren für Kinder und Jugendliche.

Die Experten warnten davor, dass technologische Entwicklungen neue Formen des Missbrauchs begünstigen können, wenn sie in falsche Hände geraten.

Großes Interesse und offener Austausch

Neben der Wissensvermittlung bot der Workshop Raum für Fragen und Diskussionen. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit zum intensiven Austausch und hoben besonders die praxisnahe Gestaltung sowie die offene Gesprächsatmosphäre hervor.


Kostenloses Angebot für Vereine und Organisationen

Das Präventionsprogramm richtet sich an Sportvereine, Freiwillige Feuerwehren, soziale Einrichtungen sowie weitere gemeinnützige Organisationen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Südosthessen.

Die Workshops sind kostenfrei und leisten einen wichtigen Beitrag zur Präventionsarbeit sowie zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.

Interessierte können sich per E-Mail an die Präventionsstelle wenden:

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