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Löwen kämpfen, Berlin trifft: Frankfurt verliert DEL-Duell vor 6.597 Fans mit 0:2

Löwen kämpfen, Berlin trifft: Frankfurt verliert DEL-Duell vor 6.597 Fans mit 0:2
Patrick Gawlik

Die Löwen Frankfurt haben im Heimspiel gegen den amtierenden deutschen Meister Eisbären Berlin keine Punkte eingefahren. Vor 6.597 Zuschauern in der NIX Eissporthalle mussten sich die Hessen am Freitagabend mit 0:2 (0:0, 0:2, 0:0) geschlagen geben. Über weite Strecken begegneten die Löwen den Berlinern auf Augenhöhe, doch der Meister nutzte im zweiten Drittel seine entscheidenden Möglichkeiten konsequenter.

Für die Gäste trafen Brandon Davidson und Liam Kirk. Eisbären-Torhüter Jonas Neffin avancierte mit einer starken Leistung und seinem zweiten Shutout in Folge zu einem der entscheidenden Akteure der Partie.

Löwen starten druckvoll in die Partie

Frankfurt begann mutig und übernahm in den ersten Minuten die Initiative. Die Mannschaft von Headcoach Tom Pokel setzte die Gäste früh unter Druck und zwang Jonas Neffin im Berliner Tor gleich mehrfach zu Paraden.

Die Eisbären fanden zunächst nur schwer in die Partie. Erst nach rund acht Minuten musste auch Frankfurts Torhüter Adam Scheel erstmals ernsthafter eingreifen. Die größte Möglichkeit des ersten Drittels auf Berliner Seite hatte wenig später Andreas Eder, dessen Abschluss an der Latte landete.

Auch die Löwen erhielten ihre Chancen. Zwei Überzahlsituationen konnten die Hausherren allerdings nicht nutzen. Trotz eines temporeichen und intensiven Auftaktdrittels blieb es nach 20 Minuten beim 0:0.

Davidson bringt Berlin in Führung

Nach der ersten Pause kamen die Berliner deutlich entschlossener aus der Kabine. Gleich zu Beginn des zweiten Drittels tauchte Jean-Luc Foudy zweimal gefährlich vor Adam Scheel auf, konnte seine Möglichkeiten jedoch nicht verwerten.

In der 29. Minute war der Frankfurter Schlussmann schließlich geschlagen. Brandon Davidson zog aus der Distanz ab, sein Schuss wurde auf dem Weg zum Tor noch abgefälscht und landete zur 1:0-Führung der Eisbären im Netz. Für Davidson war es sein erster Treffer in der PENNY DEL.

Nach dem Führungstreffer erhöhten die Gäste den Druck. Frankfurt fand nun seltener die Räume, die noch im ersten Drittel vorhanden gewesen waren.

Kirk bestraft Frankfurter Scheibenverlust

Als die Löwen wieder versuchten, offensiv Akzente zu setzen, schlugen die Berliner ein zweites Mal zu.

Nach einem Scheibenverlust der Frankfurter schaltete der Meister schnell um. Liam Kirk vollendete den Berliner Konter in der 36. Minute zum 2:0. Damit gingen die Eisbären mit einem Zwei-Tore-Vorsprung in die zweite Pause.

Für Frankfurt war der Spielstand zu diesem Zeitpunkt besonders bitter: Die Löwen hatten über weite Strecken gut mitgehalten, Berlin zeigte sich vor dem Tor jedoch deutlich effizienter.

Penalty bringt Frankfurt große Chance auf den Anschluss

Im Schlussdrittel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Frankfurt musste nun mehr riskieren und suchte verstärkt den Weg nach vorne.

Die große Gelegenheit zum Anschlusstreffer folgte in der 46. Minute. Markus Schweiger setzte sich auf dem Weg zum Tor ab und wurde bei seinem Alleingang regelwidrig von Adam Smith gestoppt. Die Schiedsrichter entschieden auf Penalty.

Anthony Romano übernahm Verantwortung und trat für die Löwen an. Der Frankfurter scheiterte jedoch an Jonas Neffin, der die große Möglichkeit zum 1:2 vereitelte.

Der vergebene Penalty erwies sich als eine der Schlüsselszenen des Schlussabschnitts.

Löwen erhöhen den Druck – Neffin bleibt ohne Gegentor

Frankfurt gab sich auch danach nicht geschlagen und erhöhte noch einmal den Druck auf das Berliner Tor. Ab der 53. Minute mussten die Gastgeber nach einem Wechselfehler allerdings zunächst eine Unterzahlsituation überstehen.

Rund dreieinhalb Minuten vor dem Ende reagierte Tom Pokel und nahm Adam Scheel zugunsten eines zusätzlichen Feldspielers vom Eis.

Doch auch mit sechs Feldspielern gelang den Löwen kein Treffer mehr. Berlin verteidigte den Vorsprung konzentriert und brachte das 2:0 über die Zeit.

Eisbären-Torhüter Jonas Neffin blieb damit zum zweiten Spiel in Folge ohne Gegentor. Berlin feierte gleichzeitig den dritten DEL-Sieg in Serie.

Löwen bleiben trotz Niederlage auf Augenhöhe

Das Ergebnis fiel aus Frankfurter Sicht ernüchternd aus, spiegelte den Spielverlauf allerdings nur teilweise wider. Besonders im ersten Drittel und über längere Phasen des Schlussabschnitts hielten die Löwen gegen den amtierenden Meister gut dagegen.

Der entscheidende Unterschied lag vor allem in der Chancenverwertung: Während Frankfurt seine Möglichkeiten einschließlich des Penaltys nicht nutzen konnte, schlugen die Eisbären im zweiten Drittel zweimal konsequent zu.

Nach dem vielversprechenden Saisonstart mussten die Löwen damit eine Heimniederlage hinnehmen. Berlin setzte dagegen seine Erfolgsserie fort und bestätigte erneut seine defensive Stabilität.

Für Frankfurt geht es nach Bremerhaven

Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt den Löwen nicht. Bereits am Sonntag steht das nächste Auswärtsspiel bei den Fischtown Pinguins Bremerhaven auf dem Programm.

Das nächste Heimspiel folgt bereits am Donnerstag, 8. Oktober 2026, um 19:30 Uhr. Dann empfängt Frankfurt den DEL-Aufsteiger Krefeld Pinguine in der NIX Eissporthalle.

Endstand: Löwen Frankfurt – Eisbären Berlin 0:2 (0:0, 0:2, 0:0)

Tore:
0:1 Brandon Davidson (29.)
0:2 Liam Kirk (36.)

Zuschauer: 6.597

Spielort: NIX Eissporthalle Frankfurt

Besondere Szene: Anthony Romano scheiterte im Schlussdrittel mit einem Penalty an Berlins Torhüter Jonas Neffin.

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