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Löwen Frankfurt verlieren nach Penalty-Drama gegen ERC Ingolstadt – starke Moral bleibt unbelohnt

Defensive Stabilität, spätes Comeback, bitteres Ende: Löwen unterliegen Ingolstadt nach Shootout

In der NIX Eissporthalle Frankfurt lieferten die Löwen Frankfurt dem ERC Ingolstadt einen intensiven und emotionalen Abend. Trotz einer klaren Leistungssteigerung, eines hochverdienten Ausgleichs in der Schlussminute und großer Chancen in der Overtime mussten sich die Löwen dem Ligaprimus am Ende mit 1:2 nach Penaltyschießen geschlagen geben.


Ausgangslage: Formschwankungen und defensive Baustellen

Die Frankfurter gingen mit einer wechselhaften Bilanz in die Partie. Nach vier Spielen mit Punktgewinnen rund um den Jahreswechsel folgten zuletzt wieder vier Niederlagen in Serie. Besonders auffällig war dabei die defensive Anfälligkeit: Je sechs Gegentore gegen Ingolstadt und Mannheim, fünf in Wolfsburg sowie erneut sechs in Augsburg hatten die Sorgenfalten bei Headcoach Tom Pokel vergrößert. Entsprechend lag der Fokus vor dem Duell mit der offensivstärksten Mannschaft der Liga klar auf defensiver Stabilität und Fehlervermeidung.


Comebacks und personelle Veränderungen

Personell gab es positive Nachrichten: Mit Cody Brenner und Reid McNeill kehrten zwei Langzeitverletzte ins Line-up zurück. Brenner fungierte zunächst als Backup, während McNeill direkt in der ersten Verteidigerreihe neben Ryan McKiernan auflief. Kapitän Maksim Matushkin sowie Torhüter Dustin Tokarski standen hingegen nicht zur Verfügung.


Blickfang abseits des Eises: 1.000 Spiele für Rüdiger Storch

Neben dem sportlichen Geschehen galt ein besonderer Fokus Rüdiger Storch, der seit 1992 als „The Voice of Hockey Frankfurt“ gilt. Mit seinem 1.000. Spiel auf der Sprecherbank erreichte er ein außergewöhnliches Jubiläum. Statt sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, richtete Storch den Blick auf das Team im Abstiegskampf – die Fans würdigten ihn mit einer aufwendigen Choreografie.


Erstes Drittel: Löwen bissig, aber glücklos

Die Löwen starteten defensiv orientiert und ließen Ingolstadt zunächst nur harmlose Distanzschüsse zu, die Mirko Pantkowski sicher entschärfte. Offensiv tasteten sich die Gastgeber vorsichtig heran, steigerten sich jedoch im Verlauf des Drittels. Gute Möglichkeiten von Timo Kose, Daniel Pfaffengut und Jakob Lilja blieben ungenutzt. Trotz besserer Chancenverteilung ging es torlos in die erste Pause.


Zweites Drittel: Bretons Einzelaktion bringt Ingolstadt in Führung

Auch im Mittelabschnitt präsentierten sich die Löwen deutlich stabiler als in den vorangegangenen Spielen. Daniel Pietta hatte früh die Führung für die Gäste auf dem Schläger, scheiterte jedoch an Pantkowski. Frankfurt blieb das aktivere Team, vergab jedoch durch Eric Uba einen Alleingang.

In der 28. Minute nutzten die Gäste eine ihrer wenigen klaren Gelegenheiten eiskalt: Alex Breton zog von der rechten Seite in den Bullykreis und setzte einen perfekt platzierten Handgelenkschuss in den linken Winkel – Pantkowski war chancenlos, das 0:1 aus Frankfurter Sicht. Ein anschließendes Powerplay der Löwen verpuffte nahezu wirkungslos, sodass es mit dem knappen Rückstand in die zweite Pause ging.


Drittes Drittel: Später Lohn für Geduld und Moral

Die Partie blieb auch im Schlussabschnitt lange zäh. Ingolstadt agierte auffallend passiv und überließ den Löwen zunehmend die Spielkontrolle, ohne selbst viel Aufwand nach vorne zu betreiben. Frankfurt erhöhte den Druck – und wurde in der Schlussminute belohnt.

Ryan McKiernan und Linus Fröberg hielten die Scheibe im Drittel, über Carter Rowney gelangte der Puck zu Chris Wilkie, dessen scharfer Pass in den Slot von Cameron Brace unhaltbar abgefälscht wurde. Der hochverdiente Ausgleich zum 1:1 schickte die Partie in die Verlängerung.


Overtime und Shootout: Pfostenpech und bittere Entscheidung

In der Overtime hatten die Löwen den Sieg mehrfach vor Augen. Jakob Lilja legte mustergültig für Reid McNeill ab, dessen Abschluss jedoch um Millimeter am Pfosten vorbeirutschte. Auch Ingolstadt überstand die Druckphase nur mit Hilfe des Gestänges und Torhüter Brett Brochu.

Im anschließenden Penaltyschießen scheiterten Brace, Lilja und Pfaffengut für Frankfurt, während Kenny Agostino den entscheidenden Treffer für die Gäste setzte. Ingolstadt gewann das Spiel schließlich mit 2:1 nach Penaltyschießen.


Fazit

Die Löwen Frankfurt zeigten eine deutliche Leistungssteigerung, überzeugten defensiv und bewiesen große Moral. Gegen den ERC Ingolstadt fehlte am Ende jedoch das Quäntchen Glück. Der Punktgewinn war hochverdient – der Zusatzpunkt blieb trotz bester Chancen liegen. Dennoch machte der Auftritt Hoffnung für die kommenden Aufgaben im Abstiegskampf.



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