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Löwen Frankfurt verlieren 4:5 n.V. gegen Iserlohn Roosters – Christian Thomas entscheidet Overtime-Krimi

Löwen Frankfurt verlieren 4:5 n.V. gegen Iserlohn Roosters – Christian Thomas entscheidet Overtime-Krimi
Patrick Gawlik

Bittere Overtime-Niederlage: Löwen Frankfurt unterliegen Iserlohn nach spektakulärem Schlagabtausch

Vor ausverkaufter NIX Eissporthalle Frankfurt lieferten sich die Löwen Frankfurt und die Iserlohn Roosters ein intensives, torreiches DEL-Duell. Nach einer starken Anfangsphase und einer 2:0-Führung mussten die Hausherren einen rabenschwarzen Mittelabschnitt verkraften. Zwar kämpften sich die Südhessen im Schlussdrittel zurück, doch in der Verlängerung sicherten sich die Gäste den Zusatzpunkt. Am Ende stand ein 4:5 nach Overtime aus Frankfurter Sicht.


Starke Special Teams bringen Frankfurt in Führung

Die Partie begann mit Tempo. Bereits in der 2. Minute zog Eirik Salsten mit viel Schwung in den Slot der Löwen. Fabio Kose wusste sich nur mit einem Beinstellen zu helfen und bescherte den Gästen das erste Powerplay.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel bei numerischer Gleichzahl. Die Roosters traten im Mitteldrittel aggressiv auf, pressten hoch – und liefen in einen Konter. Dennis Lobach und Cameron Brace trugen den Puck schnell ins Iserlohner Drittel, wo Markus Schweiger aus halbrechter Position eiskalt über die Stockhand von Hendrik Hane zum 1:0 vollendete (13.).

Nur zwei Minuten später folgte der nächste Nackenschlag für die Sauerländer. Ex-Löwe Kyle Wood verlor an der blauen Linie die Scheibe, Daniel Pfaffengut startete einen Konter über das gesamte Eis und blieb frei vor Hane nervenstark. Sein Shorthander zum 2:0 war bereits der vierte Unterzahltreffer der Saison – Ligabestwert.

Trotz einer leicht besseren Torschussbilanz der Gäste bei Fünf-gegen-Fünf überzeugten die Löwen mit effizienten Special Teams und gingen verdient mit einer Zwei-Tore-Führung in die erste Pause.


Fünf Minuten des Chaos: Roosters drehen die Partie

Im zweiten Drittel kippte die Begegnung dramatisch. Zunächst bewahrte Mirko Pantkowski seine Farben noch gegen Salsten (22.), doch wenig später brach die Defensive der Löwen auseinander.

Daniel Neumann verkürzte nach Vorarbeit von Daniel Fischbuch auf 2:1 (24.), nur Sekunden später traf Eric Cornel mit einem eher harmlos wirkenden Schuss zum 2:2 (25.). Die Löwen wirkten verunsichert, agierten vogelwild und leisteten sich einen folgenschweren Wechselfehler. Tyler Boland nutzte den Raum eiskalt und traf mit einem Schlenzer durch Pantkowskis Five-Hole zur 3:2-Führung für Iserlohn (27.).

Damit nicht genug: Nach einem Distanzschuss von Ugbekile reagierten die Frankfurter im Slot zu zögerlich. Erneut war es Neumann, der zum 4:2 einschob (29.). Vier Gegentore binnen fünf Minuten – selbst eine Auszeit von Trainer Tom Pokel brachte keine sofortige Stabilität.

Erst gegen Ende des Drittels fand Frankfurt zurück ins Spiel. Markus Schweiger traf nach Zuspiel von Cameron Brace zum 3:4 (37.) und hielt die Hoffnung am Leben.


Später Ausgleich und schnelles Overtime-Aus

Im Schlussabschnitt entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Beide Teams erspielten sich Möglichkeiten, doch die Zeit lief gegen die Löwen. In der 55. Minute nutzten sie schließlich einen folgenschweren Aufbaufehler der Gäste. Carter Rowney eroberte den Puck, Schweiger behielt den Überblick und legte quer auf Christopher Wilkie. Der Angreifer hatte im High Slot freie Bahn und erzielte den umjubelten 4:4-Ausgleich.

Die Partie ging in die Verlängerung – dort folgte jedoch die kalte Dusche. Bereits nach 13 Sekunden traf Christian Thomas für Iserlohn und sicherte den Roosters den Zusatzpunkt.


Fazit: Moral gezeigt, Punkt verloren

Die Löwen Frankfurt hatten dank starker Special Teams früh die Weichen auf Sieg gestellt. Doch ein kollektiver Einbruch im Mittelabschnitt kostete die komfortable Führung. Zwar bewies das Team Moral und kämpfte sich zurück, letztlich entschieden individuelle Fehler und fehlende Stabilität bei Fünf-gegen-Fünf die Partie zugunsten der Gäste.

Für die Roosters war es ein wichtiger Auswärtssieg im Kampf um wichtige Punkte. Frankfurt musste sich trotz leidenschaftlicher Aufholjagd mit einem Zähler begnügen – und verpasste es, die starke Anfangsphase in einen Heimerfolg umzuwandeln.




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