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Baggerseepiraten feiern Handballfest: HSG Rodgau Nieder-Roden besiegt HG Saarlouis mit 34:32

Baggerseepiraten feiern Handballfest: HSG Rodgau Nieder-Roden besiegt HG Saarlouis mit 34:32
HSG-Eigengewächs

Rodgauer bezwingen Favoriten in packendem Topspiel der 3. Liga Südwest – Sportarena wird zum Hexenkessel

Die HSG Rodgau Nieder-Roden hat am Samstagabend ein echtes Handballfest gefeiert. In einem mitreißenden Topspiel der 3. Liga Südwest setzten sich die „Baggerseepiraten“ in der RODAUSTROM Sportarena mit 34:32 (16:15) gegen die HG Saarlouis durch. Schon Minuten vor dem Abpfiff hielt es keinen der rund 600 Zuschauer mehr auf den Sitzen – die Stimmung glich einem Tollhaus.

Unter den begeisterten Fans befand sich auch Rodgaus Bürgermeister Max Breitenbach, der Zeuge eines Abends wurde, an dem Einsatz, Emotion und Leidenschaft den Handballsport von seiner besten Seite zeigten.


Defensiv geprägter Auftakt – Baggerseepiraten finden den Rhythmus

Zu Beginn der Partie tasteten sich beide Teams vorsichtig ab. Der gegenseitige Respekt war spürbar, die Abwehrreihen bestimmten zunächst das Geschehen. Erst nach rund fünf Minuten nahm das Spiel Fahrt auf – und die Baggerseepiraten übernahmen leicht die Kontrolle. Über 6:4, 10:8 und 13:11 behaupteten sie eine knappe Führung.

Simon Brandt dirigierte aus dem Rückraum mit Übersicht und Torgefahr, während die Abwehr um Trainer Christian Sommer Schwerstarbeit leistete. Die Gäste aus dem Saarland, angeführt von Kapitän Tom Paetow, zeigten jedoch immer wieder ihre individuelle Klasse.

„Natürlich kannst du gegen Saarlouis nicht alles wegverteidigen – dafür haben sie zu viel Qualität. Aber im Zusammenspiel mit unseren Torhütern haben wir das wirklich gut gelöst“, bilanzierte Sommer nach dem Spiel. Besonders Philipp Hoepffner glänzte in der ersten Halbzeit mit mehreren starken Paraden und sicherte der HSG eine 16:15-Führung zur Pause.


Hektische zweite Hälfte – Saarlouis dreht auf, Rodgau kontert furios

Nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst ausgeglichen. Diesmal erwischte Saarlouis den besseren Start und ging mit ein bis zwei Treffern in Führung. Die Partie wurde intensiver und hitziger – mehrere Zwei-Minuten-Strafen auf beiden Seiten zeugten vom hohen Einsatz.

Ab der 40. Minute schien das Momentum auf Seiten der Gäste zu kippen. Mit einem Doppelschlag von Tom Paetow setzten sich die Saarländer auf 27:24 ab, sehr zur Freude der rund 100 mitgereisten Fans. Als dann auch noch Abwehrchef Durmishi nach seiner dritten Zeitstrafe die Rote Karte sah, schien der Favorit auf Kurs zu sein.

Doch die Baggerseepiraten gaben sich nicht geschlagen – im Gegenteil. Mit einem 4:0-Lauf drehten sie die Partie innerhalb weniger Minuten komplett. Die Halle tobte, die Zuschauer standen Kopf. Aus einem 24:27-Rückstand wurde binnen acht Minuten eine 30:28-Führung.

Als Nick Weiland von Linksaußen zum 31:28 einnetzte, kannte die Euphorie keine Grenzen mehr. Saarlouis-Trainer Philipp Lützelberger versuchte mit einem Timeout gegenzusteuern – doch die HSG war nicht mehr zu stoppen.


Rodgauer spielen Sieg souverän nach Hause – Emotionale Schlussminuten

Angetrieben von den frenetischen Fans spielten die Baggerseepiraten die Schlussphase mit beeindruckender Ruhe und Abgeklärtheit herunter. Eine Minute vor dem Ende stimmte die Tribüne bereits „Oh, wie ist das schön“ an – ein Ausdruck purer Freude nach einem Handballabend, der in Erinnerung bleiben dürfte.

Mit dem 34:32-Endstand sicherte sich die HSG Rodgau Nieder-Roden einen verdienten Heimsieg gegen einen der Topgegner der Liga. Die Spieler feierten anschließend gemeinsam mit den Fans – und dank der Zeitumstellung sogar etwas länger als gewohnt.


Stimmen und Fazit: Ein Abend, der in Erinnerung bleibt

„Solche Spiele hast du vielleicht alle zwei, drei Jahre – heute war es wieder so weit“, erklärte HSG-Pressesprecher René Marzo nach Abpfiff. „Die Mannschaft ist an ihre Leistungsgrenze gegangen, das war nötig, um gegen so ein Spitzenteam zu bestehen. Kompliment auch an Saarlouis, die tolle Fans und super Stimmung mitgebracht haben. Es war ein echtes Topspiel.“

Mit diesem Sieg festigte die HSG Rodgau Nieder-Roden nicht nur ihre Position in der Spitzengruppe der 3. Liga Südwest, sondern zeigte auch, dass Leidenschaft, Teamgeist und Kampfgeist am Ende oft über individuelle Klasse triumphieren können.

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