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SC Paderborn eroberte Tabellenplatz 1: 2:1-Sieg beim 1. FC Kaiserslautern nach turbulenter Partie

SC Paderborn eroberte Tabellenplatz 1: 2:1-Sieg beim 1. FC Kaiserslautern nach turbulenter Partie
Südwest Ballsport

Der SC Paderborn 07 hatte sich mit einem hart umkämpften 2:1-Auswärtssieg beim 1. FC Kaiserslautern zumindest vorübergehend an die Tabellenspitze geschoben. In einer emotional geführten Begegnung mit mehreren umstrittenen Entscheidungen und einem Platzverweis gegen FCK-Trainer Torsten Lieberknecht hatte sich Paderborn als abgezockter erwiesen – und profitierte dabei auch von diskussionswürdigen Szenen.


Personelle Veränderungen auf beiden Seiten

Kaiserslauterns Trainer Torsten Lieberknecht hatte nach dem 3:2-Erfolg bei Preußen Münster reagieren müssen. Rasmussen (Gehirnerschütterung), Haas (krank) und Ritter (Gelbsperre) hatten gefehlt. Dafür waren Chernev, Kleinhansl sowie Startelfdebütant Gibs in die Anfangsformation gerückt.

Paderborns Trainer Ralf Kettemann hatte hingegen nach dem überzeugenden 5:2 gegen Hertha BSC kaum Anlass für Änderungen gesehen. Lediglich Bätzner, der gegen die Berliner bereits früh für den verletzten Klaas eingewechselt worden war, hatte diesmal von Beginn an gespielt.


Frühe Diskussionen und Aluminium-Pech

Die Partie hatte früh an Brisanz gewonnen. Bereits in der sechsten Minute war Bassette im Zweikampf mit Götze im Strafraum zu Fall gekommen. Das Gespann um Schiedsrichter Florian Exner hatte die Situation jedoch weiterlaufen lassen – eine Entscheidung, die auf den Rängen für Unmut gesorgt hatte.

Im weiteren Verlauf hatte sich ein offener Schlagabtausch entwickelt. Paderborn hatte spielerische Vorteile gehabt und die besseren Möglichkeiten verzeichnet. Nach einer Ecke war Götze aus kurzer Distanz nur am Pfosten gescheitert (13.). Kaiserslautern hatte sich erst nach rund einer halben Stunde gefährlich gezeigt, als Bassette Torhüter Seimen geprüft hatte (30.). Kurz darauf war eine mit Effet getretene Ecke an die Querlatte geprallt (36.).


Strittiger Freistoß und Platzverweis für Lieberknecht

Richtig turbulent war es in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit geworden. Marino war am Strafraumrand im Duell mit Chernev zu Boden gegangen – eine äußerst schmeichelhafte Entscheidung zugunsten der Gäste. Den fälligen Freistoß hatte Brackelmann wuchtig verwandelt. FCK-Keeper Krahl hatte dabei nicht optimal ausgesehen (45.+7).

Unmittelbar nach dem Halbzeitpfiff war die Situation weiter eskaliert. Lieberknecht hatte den Unparteiischen energisch zur Rede gestellt, zunächst die Gelbe Karte gesehen und kurz darauf wegen anhaltender Proteste die Ampelkarte kassiert. Kaiserslautern hatte die zweite Hälfte somit ohne seinen Cheftrainer an der Seitenlinie bestreiten müssen.


Offener Schlagabtausch nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel hatte der FCK offensiv reagiert. Robinson und Emreli waren ins Spiel gekommen – und die Hausherren waren schwungvoll gestartet. Joly und Skyttä hatten unmittelbar nach Wiederanpfiff gute Gelegenheiten besessen (46.).

Doch Paderborn hatte Räume für Konter erhalten. Marino war zweimal aus aussichtsreicher Position knapp gescheitert (59., 62.). Kaiserslautern hatte zwar mehr investiert, war jedoch gegen das kompakte Abwehrzentrum der Gäste kaum zu klaren Abschlüssen gekommen.


Elfmeterentscheidung und spätes Aufbäumen

In der dramatischen Nachspielzeit hatte schließlich ein Strafstoß für die Vorentscheidung gesorgt. Kunze hatte Joker Okpala am Fuß getroffen – zumindest hatte Schiedsrichter Exner dies so bewertet. Bilbija hatte vom Punkt keine Nerven gezeigt und souverän zum 2:0 verwandelt (90.+7).

Kurz darauf hatte Redondo aus dem Gewühl heraus noch auf 1:2 verkürzt (90.+9). Für eine Wende hatte die Zeit jedoch nicht mehr gereicht.


Paderborn übernahm vorerst die Spitze

Am Ende hatte sich der SC Paderborn in einer intensiven und phasenweise hitzigen Begegnung durchgesetzt. Der Sieg bedeutete zumindest über Nacht die Tabellenführung. Kaiserslautern hingegen hatte sich trotz engagierter Leistung und emotionaler Aufholjagd mit strittigen Entscheidungen und einem Trainer-Platzverweis auseinandersetzen müssen.

Ein Spiel, das sportlich wie emotional lange nachgewirkt hatte – und das im Aufstiegsrennen ein deutliches Signal gesetzt hatte.

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