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SC Freiburg feiert Europa-Triumph: 4:1 gegen Motherwell – Einzug in die Conference League perfekt

SC Freiburg feiert Europa-Triumph: 4:1 gegen Motherwell – Einzug in die Conference League perfekt
Ralf Brück

Der SC Freiburg hatte den Einzug in die Ligaphase der UEFA Conference League eindrucksvoll perfekt gemacht. Im Playoff-Rückspiel besiegten die Breisgauer den schottischen FC Motherwell im Europa-Park Stadion mit 4:1 (1:1). Nach dem 3:1-Erfolg im Hinspiel setzte sich die Mannschaft von Trainer Julian Schuster damit mit einem deutlichen Gesamtergebnis von 7:2 durch. Derry Scherhant, Igor Matanović, Cyriaque Irié und Keisuke Goto erzielten die Freiburger Treffer.

Freiburg erwischte Traumstart gegen Motherwell

Der SC Freiburg war mit einer komfortablen Ausgangslage in das entscheidende Rückspiel gegangen. Bereits eine Woche zuvor hatten die Breisgauer das Hinspiel in Schottland nach frühem Rückstand noch mit 3:1 gewonnen. Matthias Ginter hatte damals mit einem Doppelpack die Partie gedreht, ehe Keisuke Goto in der Nachspielzeit den dritten Freiburger Treffer erzielt hatte.

Im heimischen Europa-Park Stadion wollte Freiburg keine Zweifel mehr am Einzug in die Ligaphase aufkommen lassen – und erwischte den gewünschten Start.

Bereits in der 6. Minute brachte Derry Scherhant den Sport-Club mit 1:0 in Führung. Damit wuchs der Freiburger Vorsprung in der Gesamtwertung früh auf drei Tore an. Motherwell benötigte zu diesem Zeitpunkt bereits mindestens drei eigene Treffer, um sich noch in die Verlängerung zu retten.

Freiburg kontrollierte die Ausgangslage zunächst und konnte sich darauf konzentrieren, den Gegner vom eigenen Strafraum fernzuhalten. Doch die Schotten gaben sich trotz der schwierigen Situation nicht geschlagen.

Motherwell nutzte Freiburger Fehler zum Ausgleich

In der 22. Minute gelang Motherwell überraschend das 1:1. Emmanuel Longelo nutzte einen folgenschweren Fehler von Freiburgs Torhüter Mio Backhaus und brachte die Gäste damit zurück in die Begegnung.

Der Treffer änderte zwar wenig an der weiterhin komfortablen Freiburger Ausgangslage, zeigte aber, dass die Schotten nicht nach Freiburg gereist waren, um sich kampflos aus dem Europapokal zu verabschieden.

Der Sport-Club musste sich nach dem Gegentreffer zunächst wieder sammeln. Motherwell agierte mutiger und versuchte, aus dem Ausgleich zusätzliches Selbstvertrauen zu ziehen.

Freiburg blieb dennoch die Mannschaft mit den deutlich besseren Aussichten auf das Weiterkommen. Nach dem 3:1 im Hinspiel hätte Motherwell auch nach dem zwischenzeitlichen 1:1 noch mehrere Treffer benötigt, um das Duell tatsächlich wieder offen zu gestalten.

Bis zur Pause blieb es beim 1:1.

Matanović brachte Freiburg endgültig auf Kurs

Nach dem Seitenwechsel erhöhte Freiburg wieder den Druck und suchte konsequenter den Weg zum gegnerischen Tor. Motherwell musste seinerseits offensiver werden, wodurch sich zunehmend Räume für die Gastgeber ergaben.

In der 60. Minute fiel schließlich die Vorentscheidung: Igor Matanović traf zum 2:1 für den SC Freiburg.

Der Angreifer hatte bereits wenige Tage zuvor seine gute Frühform unter Beweis gestellt. Beim deutlichen 5:1-Erfolg im DFB-Pokal bei Fortuna Düsseldorf hatte Matanović zweimal getroffen.

Mit dem 2:1 im Rückspiel führte Freiburg zu diesem Zeitpunkt bereits mit 5:2 in der Addition beider Begegnungen. Für Motherwell rückte das benötigte Fußballwunder damit endgültig in weite Ferne.

Irié legt nur drei Minuten später nach

Freiburg ließ nach dem Führungstreffer nicht locker – und sorgte nur wenige Minuten später endgültig für klare Verhältnisse.

Cyriaque Irié erhöhte in der 63. Minute auf 3:1. Innerhalb von nur drei Minuten hatte der Sport-Club die Begegnung damit entschieden.

Motherwell fand nun kaum noch Möglichkeiten, den Freiburger Angriffen etwas entgegenzusetzen. Der Bundesligist konnte die Partie zunehmend kontrollieren und den deutlichen Vorsprung verwalten.

Trainer Julian Schuster nutzte die komfortable Situation zudem für personelle Veränderungen. Unter anderem kamen Vincenzo Grifo, Lucas Höler, Philipp Lienhart, Bruno Ogbus und Keisuke Goto im Verlauf der zweiten Halbzeit in die Begegnung.

Goto setzte den Schlusspunkt

Doch Freiburg hatte noch nicht genug.

In der 85. Minute sorgte Keisuke Goto mit dem Treffer zum 4:1 für den Schlusspunkt. Der Japaner war erst im Verlauf der zweiten Hälfte eingewechselt worden und benötigte nicht lange, um erneut international auf sich aufmerksam zu machen.

Bereits im Hinspiel hatte Goto in der sechsten Minute der Nachspielzeit zum 3:1-Endstand getroffen. Damit erzielte er in beiden Playoff-Partien gegen Motherwell jeweils einen Treffer.

Am Ausgang des Duells bestanden längst keine Zweifel mehr. Freiburg spielte die verbleibenden Minuten souverän herunter und durfte anschließend den Einzug in die Ligaphase feiern.

SC Freiburg setzte sich insgesamt mit 7:2 durch

Mit dem 4:1-Heimsieg machte der SC Freiburg den europäischen Saisonstart endgültig perfekt. Zusammen mit dem 3:1 aus dem Hinspiel gewann die Mannschaft von Julian Schuster das Playoff-Duell gegen den FC Motherwell mit 7:2 nach Hin- und Rückspiel.

Dabei hatte das Duell eine Woche zuvor denkbar ungünstig für die Breisgauer begonnen. Motherwell war im Fir Park bereits nach 69 Sekunden durch Regan Charles-Cook in Führung gegangen. Ginter glich in der 28. Minute aus und verwandelte später einen Foulelfmeter zum 2:1. Goto erzielte schließlich in der Nachspielzeit das 3:1.

Im Rückspiel ließ Freiburg dann trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs keine ernsthaften Zweifel mehr am Weiterkommen aufkommen.

Freiburg setzte starken Saisonstart fort

Der Erfolg gegen Motherwell unterstrich zugleich die starke Frühform des Sport-Clubs.

Zwischen den beiden europäischen Begegnungen hatte Freiburg auch seine Aufgabe in der ersten Runde des DFB-Pokals souverän gelöst. Bei Fortuna Düsseldorf gewann die Mannschaft mit 5:1. Lucas Höler, Igor Matanović mit einem Doppelpack, Lukas Kübler und Jordy Makengo hatten die Tore erzielt.

Innerhalb weniger Tage gelangen Freiburg damit drei Pflichtspielsiege mit insgesamt zwölf eigenen Treffern: zunächst das 3:1 in Motherwell, anschließend das 5:1 in Düsseldorf und schließlich das 4:1 im Rückspiel gegen die Schotten.

Für die Mannschaft von Julian Schuster bedeutete der Erfolg vor allem eines: Die europäische Reise ging weiter.

Conference League: Freiburg stand in der Ligaphase

Mit dem Erfolg hatte sich der SC Freiburg einen Platz unter den 36 Mannschaften der Ligaphase der UEFA Conference League 2026/27 gesichert. Die Playoff-Rückspiele am 26. und 27. August bildeten die letzte Qualifikationsstufe vor der Ligaphase.

Die Auslosung der Ligaphase war für Freitag, 28. August, im Grimaldi Forum in Monaco vorgesehen.

Nach dem internationalen Erfolg richtete sich der Blick für Freiburg jedoch zunächst wieder auf die Bundesliga. Schon wenige Tage später wartete die nächste Aufgabe im nationalen Wettbewerb.

Die Tore

SC Freiburg – FC Motherwell 4:1 (1:1)

1:0 Derry Scherhant (6.)
1:1 Emmanuel Longelo (22.)
2:1 Igor Matanović (60.)
3:1 Cyriaque Irié (63.)
4:1 Keisuke Goto (85.)

Gesamtergebnis nach Hin- und Rückspiel: 7:2 für den SC Freiburg.


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