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Last-Minute-Wahnsinn in Mannheim: Eintracht Trier jubelt vor DFB-Pokal-Kracher gegen Leipzig

Last-Minute-Wahnsinn in Mannheim: Eintracht Trier jubelt vor DFB-Pokal-Kracher gegen Leipzig
HettiPicture

Eintracht Trier hatte am zweiten Spieltag der Regionalliga Südwest den ersten Sieg der neuen Saison gefeiert. Bei extremen Temperaturen setzte sich die Mannschaft vor 1.075 Zuschauern beim VfR Mannheim mit 2:1 durch. Zum umjubelten Matchwinner wurde Sommerneuzugang Jonas Singer, der bereits die frühe Führung erzielt hatte und in der Nachspielzeit mit seinem zweiten Treffer den Auswärtssieg perfekt machte. Rund 350 mitgereiste Trierer Fans feierten den Last-Minute-Erfolg – und ihre Mannschaft durfte mit reichlich Rückenwind in den bevorstehenden DFB-Pokal-Kracher gegen Leipzig gehen.

Es war ein Regionalliga-Spiel unter außergewöhnlichen Bedingungen. Bei Temperaturen von rund 34 Grad waren der VfR Mannheim und Eintracht Trier im Rhein-Neckar-Stadion aufeinandergetroffen. Trotz der enormen Hitze lieferten sich beide Mannschaften von Beginn an eine intensive Begegnung.

Für die Trierer ging es nach dem Saisonauftakt darum, möglichst früh den ersten Dreier einzufahren. Am Ende benötigte die Eintracht dafür allerdings mehr als 90 Minuten – ehe Jonas Singer die rund 350 mitgereisten Anhänger aus Trier doch noch jubeln ließ.

Pfosten nach zwei Minuten: Trier entgeht frühem Rückstand

Die Partie hatte kaum begonnen, da wurde es bereits erstmals gefährlich.

Nach nicht einmal zwei Minuten wurde der frühere Bundesligaprofi Alexander Esswein auf der rechten Seite freigespielt. Der Angreifer zog in Richtung des Trierer Tores und kam aus kurzer Distanz zum Abschluss.

Eintracht Trier hatte Glück: Der Ball landete am Pfosten.

Der frühe Warnschuss brachte die Gäste jedoch nicht aus dem Konzept. Stattdessen antwortete die Eintracht nur wenige Augenblicke später – und deutlich effektiver.

Jonas Singer trifft bei Startelf-Debüt zur Führung

In der vierten Minute spielte Trier einen hohen Ball über die Mannheimer Abwehrkette. Jonas Singer setzte sich gegen seinen Gegenspieler durch und zog von der halblinken Seite in den Strafraum.

Der Sommerneuzugang blieb vor dem Tor ruhig und setzte seinen Rechtsschuss ins lange Eck.

0:1 nach gerade einmal vier Minuten.

Für Singer war es ein perfekter Beginn bei seinem Startelf-Debüt. Gleichzeitig deuteten die ersten Minuten bereits an, was die Zuschauer an diesem heißen Nachmittag erwarten würde: hohes Tempo, intensive Zweikämpfe und schnelles Umschaltspiel auf beiden Seiten.

Trier bleibt gefährlich – Tekerci verpasst das 2:0

Die Gäste aus Trier versuchten, die frühe Führung auszubauen.

In der 13. Minute eroberte die Eintracht den Ball und schaltete schnell um. Elia Dittrich nahm auf der linken Seite Tempo auf und brachte den Ball in die gefährliche Zone.

Sinan Tekerci kam zum Abschluss, setzte seinen Versuch allerdings über das Mannheimer Tor.

Der VfR blieb seinerseits über schnelle Gegenangriffe gefährlich. Die Trierer Defensive verteidigte über weite Strecken konzentriert und verhinderte zunächst klare Abschlüsse der Gastgeber.

In der 23. Minute leistete sich die Eintracht jedoch einen folgenschweren Fehler.

Elfmeter für Mannheim: Esswein gleicht aus

Mannheims Hartmann wurde an der Grenze des Trierer Strafraums zu Fall gebracht. Schiedsrichter Elias Appel entschied auf Strafstoß.

Alexander Esswein übernahm die Verantwortung.

Nachdem der frühere Bundesliga-Stürmer in der Anfangsphase noch am Pfosten gescheitert war, ließ er sich diese Gelegenheit nicht entgehen und verwandelte sicher zum 1:1.

Damit war die Partie wieder völlig offen.

Eintracht Trier hatte vor der Pause noch die Möglichkeit, erneut in Führung zu gehen. Nach einer Ecke kam Damjan Marceta in der 34. Minute zum Kopfball, setzte den Ball jedoch etwas zu hoch an.

So ging es mit einem 1:1 in die Halbzeit.

Offener Schlagabtausch nach der Pause

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Begegnung ausgeglichen. Beide Mannschaften suchten weiter den Weg nach vorne.

In der 56. Minute hatte Mannheim die erste gefährliche Aktion des zweiten Durchgangs. Ein abgefälschter Flachschuss von Paraschiv verfehlte das Trierer Tor nur knapp.

Auf der anderen Seite fehlten Sinan Tekerci nur wenige Zentimeter zur erneuten Führung. Sein Schlenzer in der 67. Minute flog knapp am linken Kreuzeck vorbei.

Mit zunehmender Spielzeit machten sich allerdings die hohen Temperaturen bemerkbar. Beide Mannschaften hatten bereits viel investiert, das Tempo ließ phasenweise nach und klare Torchancen wurden seltener.

34 Grad fordern ihren Tribut

Trotz der Hitze blieb die Begegnung umkämpft. Eintracht Trier versuchte weiterhin, den entscheidenden Treffer zu erzwingen.

In der 71. Minute sorgte Elia Dittrich mit einer Hereingabe für Gefahr, doch Mannheim konnte die Situation bereinigen.

Elf Minuten später setzte Tim Sausen zu einem starken Solo an. Der Trierer nahm Tempo auf und arbeitete sich bis in die Nähe des Mannheimer Tores vor. Erst kurz vor VfR-Keeper Nreca-Bisinger wurde Sausen gestoppt.

Vieles deutete zu diesem Zeitpunkt bereits auf eine Punkteteilung hin.

Doch die Eintracht hatte noch eine letzte Antwort.

92. Minute: Singer sorgt für Last-Minute-Jubel

In der zweiten Minute der Nachspielzeit startete Trier noch einmal einen Angriff über die rechte Seite.

Tim Sausen nahm Tempo auf und spielte den Ball flach in die Mitte. Elia Dittrich war von der linken Seite in Richtung des langen Pfostens gestartet. Sein erster Abschlussversuch misslang zwar, doch der 19-Jährige gab die Situation nicht verloren.

Dittrich setzte nach, warf sich in den Ball und brachte ihn irgendwie zurück vor das Mannheimer Tor.

Dort stand Jonas Singer genau richtig.

Der Sommerneuzugang musste den Ball nur noch über die Linie schieben und erzielte in der 90.+2 Minute das 2:1 für Eintracht Trier.

Der Jubel bei Spielern, Verantwortlichen und den rund 350 mitgereisten Trierer Fans kannte anschließend kaum Grenzen.

Singer war damit endgültig zum Mann des Spiels geworden. Der Neuzugang hatte sowohl das 1:0 als auch den entscheidenden Treffer zum 2:1 erzielt.

Eintracht Trier feiert ersten Saisonsieg

Kurz darauf war Schluss. Eintracht Trier hatte den ersten Sieg der noch jungen Regionalliga-Saison perfekt gemacht.

Unter schwierigen Bedingungen hatte die Mannschaft bis zum Ende investiert und sich dafür in der Nachspielzeit belohnt. Durch die drei Punkte verbesserte sich die Eintracht in der Tabelle auf Rang sieben.

Besonders bemerkenswert war dabei die Leistung von Jonas Singer. Bei seinem Startelf-Debüt erzielte der Sommerneuzugang beide Trierer Treffer und entschied die Partie praktisch im Alleingang.

Doch lange Zeit zum Feiern blieb der Eintracht nicht. Schon wenige Tage später wartete eines der größten Spiele der jüngeren Vereinsgeschichte.

DFB-Pokal-Kracher gegen Leipzig im ausverkauften Moselstadion

Nach dem Last-Minute-Sieg in Mannheim richtete sich der Blick in Trier unmittelbar auf den DFB-Pokal.

Am kommenden Samstag empfing die Eintracht im heimischen Moselstadion den Bundesligisten aus Leipzig. Das Stadion war für den Pokal-Kracher bereits ausverkauft.

Für Eintracht Trier war die Begegnung zugleich die Rückkehr auf die große DFB-Pokal-Bühne. Zehn Jahre lang hatten die Moselstädter auf einen erneuten Auftritt in diesem Wettbewerb warten müssen.

Der 2:1-Auswärtssieg in Mannheim hätte deshalb kaum zu einem besseren Zeitpunkt kommen können. Der erste Saisonsieg war eingefahren, der Matchwinner hieß Jonas Singer und die Vorfreude auf den Pokalabend im Moselstadion dürfte nach dem Last-Minute-Erfolg noch einmal deutlich gestiegen sein.

Die Tore beim 2:1 von Eintracht Trier gegen den VfR Mannheim

0:1 Jonas Singer (4. Minute)
1:1 Alexander Esswein (23., Foulelfmeter)
1:2 Jonas Singer (90.+2)


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