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Julian Nagelsmann tritt als Bundestrainer zurück – DFB will jetzt Jürgen Klopp als Nachfolger verpflichten

Frankfurt/Berlin. Das frühe Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft hat weitreichende Konsequenzen. Bundestrainer Julian Nagelsmann hat seinen Rücktritt erklärt und zieht damit die Verantwortung für das enttäuschende Abschneiden des DFB-Teams. Der Deutsche Fußball-Bund bestätigte die Entscheidung am Freitag offiziell. Gleichzeitig laufen bereits die Vorbereitungen für einen personellen Neustart: Der DFB möchte Gespräche mit Jürgen Klopp über die Nachfolge aufnehmen.

Nagelsmann zieht Konsequenzen nach WM-Aus

Nur wenige Tage nach dem bitteren Ausscheiden Deutschlands im Sechzehntelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft beendet Julian Nagelsmann seine Tätigkeit als Bundestrainer. Die deutsche Auswahl war im Elfmeterschießen an Paraguay gescheitert und hatte damit die eigenen Erwartungen deutlich verfehlt.

In einer persönlichen Erklärung begründete Nagelsmann seinen Entschluss mit intensiven Gesprächen und einer gründlichen Analyse der vergangenen Tage.

„Ich habe in den vergangenen Tagen seit dem Ausscheiden viel nachgedacht und mich mit Vertrauten in meinem persönlichen Umfeld und im Verband ausgetauscht. Die Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen. Mein oberstes Ziel war immer der Erfolg der Mannschaft. Sie hat nach so einer herben Enttäuschung die Chance auf einen unbelasteten Neuanfang verdient.“

Der 38-Jährige betonte, dass ihm die Entscheidung nicht leicht gefallen sei. Gleichzeitig sprach er der Mannschaft und den Fans seinen Dank aus.

Emotionale Worte an die deutschen Fans

Besonders emotional fiel Nagelsmanns Botschaft an die Anhänger der Nationalmannschaft aus. Er entschuldigte sich für das enttäuschende Abschneiden bei der Weltmeisterschaft und zeigte Verständnis für die Enttäuschung vieler Fußballfans.

„Es tut mir von Herzen leid und weh, dass wir euch enttäuscht haben und euch keine weiteren Fußballnächte bei dieser WM bescheren konnten. Ihr hättet viel mehr verdient gehabt.“

Mit seinem Rücktritt endet eine Amtszeit, die im September 2023 mit großen Hoffnungen begonnen hatte. Damals hatte Nagelsmann die Nachfolge von Hansi Flick übernommen. Sein Vertrag beim Deutschen Fußball-Bund lief ursprünglich noch bis 2028.

Krisensitzung beim DFB nach dem WM-Aus

Dem Rücktritt war eine mehrstündige Krisensitzung in der DFB-Zentrale vorausgegangen. Dort stellte sich Nagelsmann den Fragen der Verbandsspitze und analysierte gemeinsam mit den Verantwortlichen das frühe Ausscheiden bei der Weltmeisterschaft.

An den Gesprächen nahmen unter anderem DFB-Präsident Bernd Neuendorf, Geschäftsführer Andreas Rettig, Sportdirektor Rudi Völler sowie DFB-Vizepräsident und DFL-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Watzke teil. Parallel beschäftigten sich auch der Aufsichtsrat sowie die Gesellschafterversammlung des Verbandes mit den Konsequenzen des Turniers.

Im Zuge der personellen Neuaufstellung kündigte der DFB außerdem an, dass Sport-Geschäftsführer Andreas Rettig seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag nicht verlängern wird. Nach Angaben des Verbandes erfolgte diese Entscheidung auf eigenen Wunsch aus persönlichen Gründen. Zur Zukunft von Sportdirektor Rudi Völler machte der DFB hingegen zunächst keine Angaben.

Jürgen Klopp gilt als Wunschkandidat des DFB

Nach dem Rücktritt richtet sich der Blick nun auf die Nachfolge auf der Trainerbank der deutschen Nationalmannschaft. Als klarer Favorit gilt Jürgen Klopp.

Der derzeit als TV-Experte bei MagentaTV in den USA tätige Erfolgscoach soll nach Angaben des DFB zeitnah Gespräche mit dem Verband führen. Der Deutsche Fußball-Bund bestätigte, Verhandlungen mit Klopp aufnehmen zu wollen.

Nach Informationen aus dem Umfeld des Verbandes steht Klopp einer Übernahme des Bundestrainer-Amtes grundsätzlich offen gegenüber. Eine endgültige Entscheidung über seine Zukunft steht jedoch noch aus.

Deutschland steht vor einem sportlichen Neuanfang

Mit dem Rücktritt von Julian Nagelsmann beginnt für die deutsche Nationalmannschaft erneut eine Phase des Umbruchs. Nach dem enttäuschenden Abschneiden bei der Weltmeisterschaft will der DFB die sportlichen Strukturen überprüfen und die Mannschaft neu ausrichten.

Ob Jürgen Klopp künftig die Verantwortung übernehmen wird, dürfte in den kommenden Tagen und Wochen zu den wichtigsten Personalfragen im deutschen Fußball gehören. Sollte es zu einer Einigung kommen, würde einer der erfolgreichsten deutschen Trainer der vergangenen Jahrzehnte die Nationalmannschaft auf den nächsten internationalen Turnierzyklus vorbereiten.

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