Zum Hauptinhalt springen

Historische Chance verpasst: SC Freiburg unterlag Aston Villa im Europa-League-Finale deutlich mit 3:0

Historische Chance verpasst: SC Freiburg unterlag Aston Villa im Europa-League-Finale deutlich mit 3:0
Ralf Brück

Der Traum vom ersten internationalen Titel der Vereinsgeschichte platzte für den SC Freiburg im Europa-League-Finale von Istanbul auf schmerzhafte Weise. Der Bundesligist unterlag dem englischen Topklub Aston Villa am Ende deutlich mit 0:3 und verpasste damit den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Lange Zeit hatte Freiburg mutig dagegengehalten, doch zwei spektakuläre Treffer kurz vor der Pause entschieden die Partie zugunsten der Engländer.

Für den Sport-Club war es das bedeutendste Spiel der Vereinsgeschichte. Mit einem Sieg hätte Freiburg nicht nur erstmals einen Europapokal gewonnen, sondern sich auch direkt für die Champions League qualifiziert. Stattdessen jubelte Aston Villa über den ersten internationalen Titel seit Jahrzehnten.

SC Freiburg schrieb erstmals Europapokal-Geschichte

Bereits der Finaleinzug hatte den SC Freiburg in neue Dimensionen geführt. Noch nie zuvor hatte der Klub aus dem Breisgau ein europäisches Endspiel erreicht. Gegner Aston Villa brachte dagegen deutlich mehr internationale Erfahrung mit nach Istanbul.

Es war das erste Aufeinandertreffen beider Vereine im Europapokal. Freiburg hatte zuvor lediglich gegen West Ham United Erfahrungen mit englischen Teams gesammelt. Aston Villa wiederum hatte bereits mehrfach gegen deutsche Mannschaften gespielt und unter anderem Siege gegen den FC Bayern München sowie RB Leipzig gefeiert.

Historisch sprach zudem vieles für den Premier-League-Klub: In den vergangenen sechs Europapokal-Endspielen zwischen deutschen und englischen Mannschaften hatten sich jeweils die Teams aus England durchgesetzt.

Freiburg begann mutig und hielt lange dagegen

Der SC Freiburg startete engagiert in die Partie und versteckte sich keineswegs. Bereits in der Anfangsphase sorgte eine Flanke von Jan-Niklas Beste für Gefahr. Igor Matanović verlängerte den Ball per Kopf, verfehlte das Tor jedoch knapp.

Auch Aston Villa setzte früh offensive Akzente. Morgan Rogers prüfte Freiburgs Keeper Noah Atubolu mit einem gefährlichen Abschluss aus der Distanz, den der Schlussmann stark parierte.

Die beste Freiburger Möglichkeit der ersten Halbzeit hatte Nicolas Höfler. Nach einer Freistoßflanke von Vincenzo Grifo kam der Mittelfeldspieler aus rund 14 Metern frei zum Abschluss, setzte den Ball jedoch knapp neben den rechten Pfosten.

Freiburg präsentierte sich über weite Strecken auf Augenhöhe und kontrollierte phasenweise sogar das Spiel. Aston Villa blieb jedoch defensiv kompakt und wartete geduldig auf Fehler des Bundesligisten.

Zwei Traumtore entschieden das Finale vor der Pause

Kurz vor der Halbzeit kippte die Partie dann innerhalb weniger Minuten komplett zugunsten der Engländer. In der 41. Minute brachte Youri Tielemans Aston Villa mit einem sehenswerten Treffer in Führung. Nach einer kurz ausgeführten Ecke nahm der Belgier den Ball direkt aus der Luft und jagte ihn unhaltbar ins linke untere Eck.

Der Treffer traf Freiburg sichtbar. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte nutzte Aston Villa die Verunsicherung eiskalt aus. Emiliano Buendía bekam an der Strafraumgrenze viel zu viel Platz und zirkelte den Ball traumhaft ins linke obere Eck zum 2:0.

Mit dem Doppelschlag kurz vor der Pause war der Spielverlauf plötzlich komplett auf den Kopf gestellt. Freiburg hatte lange mithalten können, verlor jedoch in den entscheidenden Minuten die Ordnung.

Aston Villa machte nach der Pause alles klar

Auch nach dem Seitenwechsel fand Freiburg keine Antwort mehr auf die offensive Qualität der Engländer. Aston Villa kontrollierte die Partie souverän und ließ kaum noch Chancen des Bundesligisten zu.

In der 58. Minute fiel schließlich die endgültige Entscheidung. Buendía setzte sich auf der linken Seite stark durch und spielte flach in den Strafraum. Dort stand Morgan Rogers völlig frei und drückte den Ball aus kurzer Distanz zum 3:0 über die Linie.

Mit dem dritten Treffer war die Begegnung endgültig entschieden. Freiburg fehlten anschließend die Mittel, um noch einmal zurückzukommen. Klare Torchancen erspielte sich der Sport-Club in der Schlussphase nicht mehr.

Bitteres Ende einer historischen Europa-League-Saison

Trotz der deutlichen Niederlage bleibt die Europa-League-Saison für den SC Freiburg historisch. Der Finaleinzug markierte den größten internationalen Erfolg der Vereinsgeschichte und sorgte europaweit für Aufmerksamkeit.

Durch die Niederlage spielte Freiburg in der kommenden Saison lediglich in der Conference League. Mit einem Finalsieg hätte sich der Klub direkt für die Champions League qualifiziert und der Bundesliga einen zusätzlichen Königsklassen-Startplatz gesichert.

Aston Villa dagegen bestätigte mit dem Titelgewinn seine starke internationale Saison eindrucksvoll und krönte sich verdient zum Europa-League-Sieger.


Bildergalerie

Galeriebild
Ralf Brück
Galeriebild
Ralf Brück
Galeriebild
Ralf Brück
Galeriebild
Ralf Brück
Galeriebild
Ralf Brück
Galeriebild
Ralf Brück
Galeriebild
Ralf Brück
Galeriebild
Ralf Brück
Galeriebild
Ralf Brück
Galeriebild
Ralf Brück
Galeriebild
Ralf Brück
Galeriebild
Ralf Brück
Galeriebild
Ralf Brück
Galeriebild
Ralf Brück
Galeriebild
Ralf Brück
Anzeige