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FC St. Pauli stoppte Hoffenheims Heimserie – Big Points im Abstiegskampf

Der FC St. Pauli hatte mit einem überraschenden 1:0-Auswärtssieg bei der TSG 1899 Hoffenheim ein starkes Signal im Kampf um den Klassenerhalt gesetzt. Mathias Pereira Lage hatte in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit den entscheidenden Treffer erzielt (45.+3) – und damit nicht nur den zweiten Sieg in Folge gesichert, sondern auch Hoffenheims beeindruckende Heimserie von zuvor acht Siegen in Serie beendet.

Mit dem Erfolg hatten die Hamburger die Abstiegsplätze verlassen, während Hoffenheim nach dem 2:2 gegen Köln erneut Punkte gegen ein Team aus dem unteren Tabellendrittel liegen ließ.


Hoffenheim begann druckvoll – Vasilj hielt stark

Die Gastgeber waren selbstbewusst gestartet, gestützt auf sieben Siege aus den vergangenen zehn Spielen. Bereits in der vierten Minute hatte Fisnik Asllani die erste gute Möglichkeit. St.-Pauli-Torhüter Nikola Vasilj hatte jedoch stark pariert – ebenso wie kurz darauf bei einer Doppelchance gegen Andrej Kramaric und Grischa Prömel (8.).

Doch auch die Gäste hatten früh ihre Offensivqualitäten angedeutet: Manolis Saliakas hatte in der zehnten Minute die Führung auf dem Fuß, Ozan Kabak hatte den Abschluss in höchster Not geblockt.

Hoffenheim hatte in der Anfangsphase mit aggressivem Pressing dominiert, doch St. Pauli hatte diszipliniert verteidigt. Einzig eine Unachtsamkeit von Vasilj hatte für Gefahr gesorgt: Der Keeper hatte den Ball im eigenen Strafraum Prömel in die Füße gespielt, seinen Fehler jedoch selbst korrigiert, indem er sich in den Schuss geworfen hatte – dabei hatte er sich sogar eine blutige Nase geholt.


St. Pauli wurde mutiger – Pereira Lage schlug eiskalt zu

Mit zunehmender Spieldauer hatten sich die Hamburger befreit und selbst offensive Akzente gesetzt. Eine Hereingabe war bis zum zweiten Pfosten durchgerutscht, doch Joel Chima Fujita hatte freistehend über den Ball geschlagen. Kurz darauf hatte Jackson Irvine nach einer Ecke völlig blank gestanden, den Ball jedoch nicht sauber getroffen.

Die vergebenen Chancen rächten sich nicht – im Gegenteil: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte nutzte St. Pauli einen Fehler im Hoffenheimer Aufbauspiel eiskalt aus. Nach einem Ballverlust von Bazoumana Touré hatte Saliakas aus vollem Lauf präzise vor das Tor geflankt. Pereira Lage war eingelaufen und hatte wuchtig per Kopf ins Eck getroffen. Für Nationaltorhüter Oliver Baumann war der Ball nicht zu halten. Es war der erste Bundesliga-Treffer des Portugiesen – und ein psychologisch wichtiger Moment unmittelbar vor dem Pausenpfiff.


Hoffenheim ohne letzte Durchschlagskraft

Nach dem Seitenwechsel hatte Hoffenheim versucht, das Tempo zu erhöhen. Touré hatte sieben Minuten nach Wiederbeginn eine gute Gelegenheit, hatte sich jedoch nach starkem Antritt über links für einen Querpass entschieden – Vasilj hatte zugepackt. Wenig später war der Ivorer erneut gefährlich gewesen, hatte nach einer Flanke von Vladimir Coufal aber nur den Rücken von Hauke Wahl getroffen.

Trotz optischer Überlegenheit fehlte Hoffenheim die letzte Konsequenz im Abschluss. St. Pauli verteidigte kompakt, verschloss die Räume am eigenen Strafraum konsequent und ließ kaum klare Chancen zu.

Hoffenheims Trainer Christian Ilzer hatte mit personellen Wechseln reagiert. Tim Lemperle war für den blass gebliebenen Kramaric gekommen, später hatte Ilzer mit Cole Campbell zusätzliche Offensivkraft gebracht. Doch die ganz großen Möglichkeiten blieben rar.


Vasilj wurde zum Matchwinner

Die beste Ausgleichschance hatte Ozan Kabak rund 15 Minuten vor Schluss gehabt. Nach einer Coufal-Flanke hatte der Abwehrchef per Kopf abgeschlossen, doch Vasilj hatte mit einer Glanztat an die Latte gelenkt.

In der Nachspielzeit war Hoffenheim noch einmal alles nach vorne gelaufen. Wieder hatte Coufal einen Eckball gefährlich in den Fünfmeterraum gebracht, Asllani war zum Kopfball gekommen – doch erneut hatte Vasilj stark reagiert. Es war die letzte Aktion des Spiels.


Wichtiger Schritt im Abstiegskampf

Mit einer disziplinierten Defensivleistung, effizienter Chancenverwertung und einem überragenden Torhüter hatte der FC St. Pauli drei enorm wichtige Punkte eingefahren. Der Überraschungserfolg hatte die Abstiegszone vorerst verlassen lassen und zugleich ein deutliches Zeichen im Tabellenkeller gesetzt.

Für Hoffenheim hingegen hatte die Heimserie ein abruptes Ende gefunden – und im Rennen um die internationalen Plätze bedeutete die Niederlage einen spürbaren Dämpfer.


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