FC Bayern Frauen gewinnen das Double: Klarer 4:0-Sieg gegen Wolfsburg im DFB-Pokalfinale
Die Frauen des FC Bayern München haben ihre historische Saison mit dem Gewinn des Doubles gekrönt. Im Finale des DFB-Pokals setzten sich die Münchnerinnen mit 4:0 gegen den VfL Wolfsburg durch und feierten damit nach der Meisterschaft auch den Pokalsieg. Vor ausverkaufter Kulisse zeigte der deutsche Meister vor allem nach der Pause eine dominante Vorstellung und ließ dem langjährigen Serienpokalsieger aus Wolfsburg keine Chance mehr.
Georgia Stanway, Pernille Harder, Momoko Tanikawa und Arianna Caruso trafen für die Münchnerinnen, die sich mit diesem Erfolg den dritten DFB-Pokal ihrer Vereinsgeschichte sicherten. Für den VfL Wolfsburg endete dagegen eine Ära: Vereinsikone Alexandra Popp absolvierte nach 16 Jahren ihr letztes Spiel im Trikot der Niedersachsen.
FC Bayern Frauen krönen starke Saison mit dem Double
Nur wenige Tage nach der offiziellen Übergabe der Meisterschale bestätigten die FC Bayern Frauen erneut ihre Vormachtstellung im deutschen Frauenfußball. Mit einem souveränen 4:0-Erfolg im DFB-Pokalfinale gegen den VfL Wolfsburg machte das Team die wohl erfolgreichste Saison der Vereinsgeschichte perfekt.
Lange Zeit hatte Wolfsburg den deutschen Frauenfußball geprägt und zwischen 2015 und 2024 den DFB-Pokal zehnmal in Serie gewonnen. Doch inzwischen hatten die Münchnerinnen die sportliche Führung übernommen. Mit international erfahrenen Spielerinnen und großer individueller Qualität präsentierte sich der FC Bayern in dieser Saison konstant stärker als die Konkurrenz.
Emotionaler Abschied für Alexandra Popp und Georgia Stanway
Bereits vor dem Anpfiff standen emotionale Momente im Mittelpunkt. Alexandra Popp kehrte rechtzeitig fit zurück und stand in ihrem letzten Spiel für den VfL Wolfsburg in der Startelf. Die Nationalspielerin hatte den Verein über viele Jahre geprägt und galt als Symbolfigur der erfolgreichen Wolfsburger Ära.
Auch auf Seiten des FC Bayern verabschiedete sich mit Georgia Stanway eine Schlüsselspielerin. Die englische Nationalspielerin sollte den Verein im Sommer verlassen und setzte ihrem Abschied mit einem Treffer im Finale die Krone auf.
Popp sorgte früh für die erste Szene der Partie. Nach einem langen Ball zog sie aus großer Distanz ab, weil Bayerns Torhüterin Mahmutovic etwas vor dem Tor stand. Der Versuch verfehlte das Ziel zwar deutlich, zeigte aber einmal mehr die Entschlossenheit und Mentalität, mit der Popp in Wolfsburg zur Legende geworden war.
Wolfsburg hält lange dagegen
Trotz der klaren Favoritenrolle der Münchnerinnen entwickelte sich zunächst ein umkämpftes Finale. Wolfsburg verteidigte diszipliniert und ließ in der ersten Halbzeit nur wenige gefährliche Aktionen zu.
Erst nach rund 20 Minuten erspielte sich Bayern die erste große Möglichkeit. Klara Bühl flankte präzise auf Pernille Harder, die den Ball aus aussichtsreicher Position jedoch knapp neben das Tor setzte.
Auch Wolfsburg setzte offensive Akzente. Lena Lattwein prüfte Bayern-Keeperin Mahmutovic mit einem Distanzschuss, doch die Münchner Torhüterin blieb souverän.
VAR-Entscheidung bringt Bayern auf die Siegerstraße
Kurz vor der Pause fiel die entscheidende Szene des Spiels. Momoko Tanikawa drang in den Wolfsburger Strafraum ein und wurde von Lineth Beerensteyn zu Fall gebracht. Schiedsrichterin Franziska Wildfeuer ließ zunächst weiterspielen, korrigierte ihre Entscheidung nach Hinweis des Videoassistenten jedoch und entschied auf Elfmeter.
Georgia Stanway verwandelte den Strafstoß sicher zum 1:0 für den FC Bayern. Nur wenige Augenblicke später hätte Pernille Harder beinahe erhöht, doch Sarai Linder rettete auf der Linie und bewahrte Wolfsburg zunächst vor einem höheren Rückstand.
Bayern dominiert nach der Pause das Finale
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Münchnerinnen endgültig die Kontrolle über das Spiel. Wolfsburg wurde immer weiter in die Defensive gedrängt, während Bayern seine Offensivaktionen konsequent ausspielte.
In der 59. Minute sorgte Pernille Harder schließlich für die Vorentscheidung. Nach einer Flanke von Magdalena Eriksson verschätzte sich Wolfsburgs Defensive, sodass Harder unbedrängt zum 2:0 einköpfen konnte.
Spätestens mit dem dritten Treffer war das Finale entschieden. Klara Bühl setzte sich stark im Strafraum durch und legte den Ball über Umwege für Momoko Tanikawa auf, die nur noch einschieben musste.
Den Schlusspunkt setzte Arianna Caruso mit einem sehenswerten Freistoßtreffer zum 4:0-Endstand.
Historischer Erfolg für die FC Bayern Frauen
Mit dem deutlichen Finalsieg sicherten sich die FC Bayern Frauen erst zum zweiten Mal in ihrer Vereinsgeschichte das Double aus Meisterschaft und DFB-Pokal. Gleichzeitig unterstrichen die Münchnerinnen eindrucksvoll ihre neue Dominanz im deutschen Frauenfußball.
Während Wolfsburg nach vielen erfolgreichen Jahren vor einem Umbruch stand, bestätigte Bayern mit dem Titelgewinn seine Entwicklung zu einer europäischen Spitzenmannschaft. Die Saison 2025 wird bei den Münchnerinnen damit als eine der erfolgreichsten Spielzeiten in die Vereinsgeschichte eingehen.