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Deutschland schlägt Serbien 2:0 – Wirtz und Bischof bescheren Klopp den ersten DFB-Sieg

Deutschland schlägt Serbien 2:0 – Wirtz und Bischof bescheren Klopp den ersten DFB-Sieg
Ralf Brück

München. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat in der Nations League den ersten Sieg unter Bundestrainer Jürgen Klopp gefeiert. In der Münchner Allianz Arena setzte sich das stark veränderte DFB-Team am Donnerstagabend verdient mit 2:0 gegen Serbien durch. Tom Bischof brachte Deutschland kurz vor der Pause in Führung, Florian Wirtz sorgte im zweiten Durchgang mit einem sehenswerten Treffer für die Entscheidung.

Nach dem 1:1 gegen die Niederlande und der 0:1-Niederlage gegen Griechenland gelang der deutschen Mannschaft damit am dritten Spieltag der Nations League der ersehnte erste Dreier unter Klopp. Besonders bemerkenswert: Der Bundestrainer hatte seine Startelf im Vergleich zur vorherigen Partie nahezu vollständig umgebaut und zahlreichen jungen Spielern eine Chance gegeben.

Klopp überrascht mit junger deutscher Startelf

Bereits vor dem Anpfiff hatte Jürgen Klopp für Aufmerksamkeit gesorgt. Der Bundestrainer setzte gegen Serbien auf eine ausgesprochen junge und international noch unerfahrene Mannschaft. Mehrere Akteure standen vor ihrem Debüt im DFB-Trikot.

Mit Jonas Urbig und Derry Scherhant erhielten gleich zwei mögliche Debütanten einen Platz in der Startformation. Nach seiner Verletzungspause kehrte zudem Serge Gnabry in die Anfangsformation zurück. Der Bayern-Profi führte die deutlich veränderte Mannschaft als Kapitän auf das Feld.

Auch Serbiens Trainer Veljko Paunović rotierte kräftig. Lediglich Srđjan Babić, Nemanja Gudelj, Kosta Nedeljković und Andrija Živković blieben im Vergleich zur vorherigen Begegnung in der Startelf. Mit Filip Kostić und Luka Jović rückten unter anderem zwei in Deutschland bestens bekannte Profis ins Team.

Deutschland übernimmt von Beginn an die Kontrolle

Die deutsche Mannschaft bestimmte die Partie von den ersten Minuten an. Mit aggressivem Gegenpressing und viel Ballbesitz drängte das DFB-Team Serbien früh in die eigene Hälfte.

Bereits in der achten Minute bot sich Deutschland die erste große Gelegenheit. Derry Scherhant setzte sich auf der linken Seite durch und flankte an den zweiten Pfosten. Nach einer Kopfballablage kam Aleksandar Pavlović aus dem Rückraum zum Abschluss, setzte den Ball jedoch nur knapp neben das serbische Tor.

Auch danach blieb Deutschland spielbestimmend. Scherhant sorgte auf der linken Seite immer wieder für Tempo und suchte mit seinen Hereingaben unter anderem Nick Woltemade im Zentrum.

Serbien fand dagegen offensiv zunächst kaum statt. Die deutsche Defensive stand kompakt und gewann zahlreiche Bälle bereits früh zurück.

Gnabry verpasst Führung – Serbien plötzlich gefährlich

Nach knapp einer halben Stunde erhöhte Deutschland noch einmal den Druck. In der 30. Minute wurde Serge Gnabry im Strafraum freigespielt und lief frei auf Torhüter Đorđe Petrović zu. Der serbische Schlussmann reagierte jedoch stark und verhinderte mit dem Bein die Führung.

Nur zwei Minuten später zeigte sich Serbien erstmals gefährlich. Luka Jović leitete mit einem starken Pass einen schnellen Angriff über Filip Kostić ein. Dessen scharfe Hereingabe verpasste Kosta Nedeljković vor dem deutschen Tor nur knapp.

Deutschland ließ sich davon allerdings nicht aus dem Rhythmus bringen.

In der 35. Minute setzte Gnabry Florian Wirtz mit einer präzisen Flanke in Szene. Der Kopfball des deutschen Spielmachers aus kurzer Distanz geriet jedoch zu zentral und stellte Petrović vor keine größeren Probleme.

Tom Bischof erzielt das 1:0 für Deutschland

In der 39. Minute belohnte sich das DFB-Team schließlich für seine Überlegenheit.

Nach einer Flanke konnte Serbien zunächst klären, doch Pavlović sicherte den zweiten Ball und spielte sofort Florian Wirtz an. Der Offensivspieler verschaffte sich im Strafraum technisch stark Platz und scheiterte zunächst am Pfosten.

Tom Bischof reagierte am schnellsten, stand am linken Fünfmeterraum genau richtig und jagte den Abpraller aus kurzer Distanz unter die Latte.

Deutschland führte mit 1:0.

Die Führung war zu diesem Zeitpunkt verdient. Das deutsche Team hatte deutlich mehr Spielanteile, setzte Serbien früh unter Druck und erspielte sich mehrere hochkarätige Chancen.

Mit dem 1:0 ging es schließlich auch in die Halbzeitpause.

El Mala feiert DFB-Debüt

Zur zweiten Halbzeit nahm Klopp den ersten Wechsel vor. Serge Gnabry blieb in der Kabine, für ihn kam Saïd El Mala in die Partie.

Für den Kölner war es das Debüt in der deutschen A-Nationalmannschaft.

Auch nach dem Seitenwechsel kontrollierte Deutschland die Begegnung. Die ganz große Angriffswucht der ersten Hälfte ließ zunächst etwas nach, gefährlicher blieb aber weiterhin die deutsche Mannschaft.

In der 59. Minute hätte Nick Woltemade beinahe auf 2:0 erhöht. Nach einer sehenswerten Kombination und einer Hereingabe vor das Tor kam der Angreifer aus kurzer Distanz zum Abschluss, setzte den Ball jedoch überraschend über das Tor.

Traumaktion von Florian Wirtz sorgt für das 2:0

Nur zwei Minuten später machte es Florian Wirtz besser.

In der 61. Minute leitete Maximilian Mittelstädt den Angriff auf der linken Seite ein und brachte den Ball in die Mitte zu Wirtz. Der deutsche Spielmacher nahm den Ball technisch herausragend mit und legte ihn sich mit der Hacke an seinem Gegenspieler vorbei.

Anschließend blieb Wirtz vor dem Tor eiskalt und schob den Ball präzise ins rechte untere Eck.

2:0 für Deutschland – und die Allianz Arena durfte erneut jubeln.

Der Treffer unterstrich den starken Auftritt des Offensivspielers, der bereits am ersten deutschen Tor entscheidend beteiligt gewesen war.

DFB-Team lässt Serbien kaum zur Entfaltung kommen

Deutschland blieb auch nach dem zweiten Treffer zunächst offensiv. Scherhant traf kurz darauf nur das Außennetz, auch Bischof kam erneut gefährlich vor das serbische Tor.

Serbien versuchte anschließend zwar, mehr Risiko einzugehen, fand gegen die gut organisierte deutsche Defensive jedoch kaum Lösungen.

Die Gäste kamen nur selten gefährlich in das letzte Drittel. Deutschland verteidigte konzentriert und kontrollierte das Spiel zunehmend über längere Ballbesitzphasen.

Auch bei Standardsituationen boten sich dem DFB-Team weitere Möglichkeiten. Nach einer Hereingabe kam Malick Thiaw aus kurzer Distanz zum Kopfball, doch Petrović verhinderte einen weiteren deutschen Treffer.

Deutschland kontrolliert die Schlussphase

In den letzten Minuten konzentrierte sich die deutsche Mannschaft zunehmend darauf, den Vorsprung sicher über die Zeit zu bringen.

Serbien gelang es nicht mehr, den Druck entscheidend zu erhöhen. Deutschland ließ den Ball durch die eigenen Reihen laufen und nahm damit immer wieder Zeit von der Uhr.

Die Defensive blieb bis zum Ende aufmerksam und ermöglichte den Gästen kaum klare Torchancen.

Nach dem Schlusspfiff stand schließlich der verdiente 2:0-Erfolg Deutschlands gegen Serbien fest.

Erster Sieg für Jürgen Klopp als Bundestrainer

Für Jürgen Klopp war der Erfolg auch persönlich von großer Bedeutung. Nach zwei sieglosen Partien zum Auftakt gelang ihm im dritten Länderspiel erstmals ein Sieg als deutscher Bundestrainer.

Nach dem 1:1 gegen die Niederlande und der anschließenden 0:1-Niederlage gegen Griechenland stand das DFB-Team vor der Begegnung mit Serbien bereits unter einem gewissen Erfolgsdruck.

Mit der stark veränderten und deutlich verjüngten Mannschaft gelang nun die passende Antwort.

Vor allem die Art und Weise dürfte Klopp gefallen haben: Deutschland trat mutig auf, presste früh, erspielte sich zahlreiche Chancen und kontrollierte über weite Strecken die Begegnung.

Junge DFB-Spieler nutzen ihre Chance

Neben dem Ergebnis dürften vor allem die Auftritte der jungen Spieler für positive Erkenntnisse gesorgt haben.

Derry Scherhant entwickelte sich insbesondere in der ersten Hälfte auf der linken Seite zu einem ständigen Unruheherd. Tom Bischof belohnte seinen Auftritt mit dem wichtigen Führungstreffer, während weitere junge Akteure wertvolle internationale Erfahrung sammelten.

Mit Florian Wirtz verfügte Deutschland zudem über einen der auffälligsten Spieler des Abends. Der Offensivstar bereitete das 1:0 entscheidend mit vor und sorgte mit seinem sehenswerten Treffer zum 2:0 selbst für die Vorentscheidung.

Deutschland gewinnt verdient 2:0 gegen Serbien

Am Ende stand ein überzeugender deutscher Auftritt in München. Das DFB-Team bestimmte große Teile der Begegnung, ließ nur wenige serbische Möglichkeiten zu und hätte angesichts mehrerer hochkarätiger Chancen sogar noch deutlicher gewinnen können.

Tom Bischof in der 39. Minute und Florian Wirtz in der 61. Minute erzielten die Treffer zum 2:0-Erfolg.

Damit holte Deutschland am dritten Spieltag der Nations League den ersten Sieg unter Jürgen Klopp und setzte nach dem schwierigen Start ein wichtiges sportliches Zeichen.

Endstand: Deutschland – Serbien 2:0 (1:0)

Tore:
1:0 Tom Bischof (39.)
2:0 Florian Wirtz (61.)

Hinweis: Dieser Artikel entstand mit freundlicher Unterstützung von Auto Schmitt Flörsheim.



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