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Falsche-Polizisten-Masche eskaliert: 86-Jähriger in Frankfurt beraubt

Frankfurt am Main. Ein mutmaßlicher Betrugsversuch mit der Masche der „falschen Polizeibeamten“ ist am Dienstagmittag, 20. Oktober 2026, in der Frankfurter Innenstadt eskaliert. Ein 86-jähriger Mann sollte eine größere Menge Gold an einen vermeintlichen Polizisten übergeben. Als es zu einer körperlichen Auseinandersetzung kam, soll ein 17-Jähriger dem Senior den Rucksack mit dem Gold entrissen haben.

Polizeibeamte beobachteten das Geschehen und nahmen den Jugendlichen nach kurzer Flucht fest. Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde zudem ein mutmaßlicher Mittäter in Norddeutschland festgenommen.

Senior sollte Gold an vermeintlichen Polizisten übergeben

Nach Angaben der Polizei steht der 17-Jährige im Verdacht, an Betrugsdelikten mit der bekannten Masche der sogenannten „falschen Polizeibeamten“ beteiligt gewesen zu sein.

Der 86-jährige Geschädigte führte eine größere Menge Gold in einem Rucksack mit sich. Dieses sollte er offenbar einem vermeintlichen Polizeibeamten übergeben.

Polizeikräfte hatten den 17-jährigen Tatverdächtigen bereits im Blick und beobachteten, wie er mutmaßlich versuchte, den Senior um seine Ersparnisse beziehungsweise Wertgegenstände zu bringen.

Gerangel an Neuer Mainzer Straße – 86-Jähriger stürzt

Im Bereich Neue Mainzer Straße / Ecke Friedensstraße kam es schließlich zu einer körperlichen Auseinandersetzung.

Nach bisherigen Erkenntnissen versuchte der 17-Jährige, dem Senior den Rucksack zu entreißen.

Während des Gerangels stürzte der 86-Jährige zu Boden und wurde leicht verletzt. Dabei ließ er den Rucksack los.

Der Jugendliche soll die Beute daraufhin an sich genommen haben und in Richtung Friedensstraße geflüchtet sein.

Polizei nimmt 17-Jährigen fest

Die Flucht dauerte nicht lange.

Polizeibeamte nahmen den Tatverdächtigen in der Friedensstraße fest.

Nach Angaben der Polizei leistete der 17-Jährige bei seiner Festnahme Widerstand. Dabei verletzten sich zwei Polizeibeamte jeweils an der Hand.

Der Jugendliche wurde anschließend in die Haftzellen des Polizeipräsidiums Frankfurt gebracht und sollte einem Richter vorgeführt werden.

Mutmaßlicher Mittäter in Norddeutschland festgenommen

Die Ermittlungen führten die Polizei zudem zu einem weiteren Tatverdächtigen.

Ein mutmaßlicher Mittäter konnte an seiner Wohnanschrift in Norddeutschland festgenommen werden.

Darüber hinaus durchsuchten Polizeibeamte im Rahmen der weiteren Ermittlungen insgesamt drei Wohnungen.

Welche Erkenntnisse beziehungsweise Beweismittel dabei gewonnen wurden, teilte die Polizei zunächst nicht mit.

Ermittlungen zur Masche der „falschen Polizeibeamten“

Die Masche der falschen Polizeibeamten zielt häufig darauf ab, insbesondere ältere Menschen zur Herausgabe von Bargeld, Schmuck oder anderen Wertgegenständen zu bewegen.

Dabei geben sich Betrüger am Telefon als Polizisten aus und behaupten beispielsweise, Geld oder Wertgegenstände müssten wegen einer angeblichen Gefahr vorübergehend „gesichert“ werden.

Die echte Polizei fordert Bürgerinnen und Bürger grundsätzlich nicht dazu auf, Bargeld, Gold oder andere Wertgegenstände zur Abholung bereitzulegen oder an vermeintliche Polizeibeamte zu übergeben.

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