Frankfurt Galaxy erlebt Debakel gegen Tirol: Schwache Defensive führt zu 41:61-Heimpleite
Play-off-Hoffnung erhält Dämpfer: Frankfurt Galaxy kassiert gegen die Raiders Tirol bittere Heimniederlage
Die Frankfurt Galaxy hat in der European League of Football (ELF) den nächsten herben Rückschlag hinnehmen müssen. Nach der deutlichen Niederlage beim Spitzenteam aus München verpassten die Frankfurter auch vor heimischem Publikum die erhoffte Wiedergutmachung und unterlagen den bis dahin sieglosen Raiders Tirol vor 5.322 Zuschauern am Bornheimer Hang mit 41:61. Vor allem die anfällige Defensive und zahlreiche individuelle Fehler verhinderten einen dringend benötigten Heimsieg im Kampf um die Play-off-Plätze.
Optimismus vor dem Spiel wich schnell der Ernüchterung
Die Ausgangslage schien aus Sicht der Galaxy vielversprechend. Nach der klaren 5:38-Niederlage in München sollte gegen die bislang sieglosen Tiroler neues Selbstvertrauen getankt werden. Ein Erfolg vor heimischer Kulisse galt als wichtiger Schritt im Rennen um die Play-offs.
Entsprechend optimistisch zeigte sich Cheftrainer Thomas Kösling unmittelbar vor dem Kick-off. Er betonte, die Mannschaft habe die Niederlage in München intensiv aufgearbeitet und wolle nun eine Reaktion zeigen. Das Ziel sei gewesen, einen wichtigen Schritt in Richtung Endrunde zu machen.
Auf dem Spielfeld entwickelte sich jedoch ein völlig anderes Bild.
Defensive fand über die gesamte Partie kein Mittel
Von Beginn an präsentierte sich die Frankfurter Defensive ungewohnt anfällig. Immer wieder fanden die Raiders große Lücken in der Verteidigung und nutzten diese konsequent aus.
Besonders überraschend war dabei der starke Auftritt von Tirols Ersatz-Quarterback Kenyatte Allen. Der kurzfristig eingesprungene Spielmacher erwischte einen außergewöhnlich starken Tag und stellte die Galaxy-Defense mit seinem variablen Offensivspiel immer wieder vor große Probleme.
Kurz vor der Halbzeit schien Frankfurt noch einmal Hoffnung schöpfen zu können. Adria Botella Morena erzielte einen Touchdown und verkürzte auf 21:33. Allerdings verletzte sich der 23-Jährige bei der Aktion am Kopf, konnte die Partie nach einer Behandlung jedoch fortsetzen.
Die Freude über den Anschluss hielt allerdings nur wenige Augenblicke an. Praktisch im direkten Gegenzug antworteten die Raiders mit dem nächsten Touchdown und stellten den alten Abstand wieder her. Statt mit neuem Schwung in die Kabine zu gehen, lag die Galaxy zur Pause bereits deutlich mit 20:41 zurück.
Kösling fand deutliche Worte
Die Leistung seiner Defensive sorgte bei Cheftrainer Thomas Kösling bereits zur Halbzeit für großen Unmut. Besonders die fehlende Zuordnung und die zahlreichen Freiräume für die Tiroler Offense kritisierte der Galaxy-Coach deutlich.
Er sprach von einer katastrophalen ersten Halbzeit der Defensive und bemängelte, dass immer wieder Gegenspieler völlig freistehend zum Abschluss gekommen seien.
Auch Geschäftsführer Reutemann zeigte sich enttäuscht
Nach dem Seitenwechsel gelang es Frankfurt nicht mehr, das Spiel entscheidend zu drehen. Zwar gelangen der Offensive weiterhin Punkte, doch defensiv fanden die Gastgeber weiterhin kein Mittel gegen die variablen Angriffe der Raiders.
Auch Geschäftsführer Eric Reutemann zeigte sich nach der Partie enttäuscht über den Auftritt seiner Mannschaft. Besonders die offene und anfällige Defensive entspreche nicht den Ansprüchen des Vereins. Gleichzeitig machte er jedoch deutlich, dass die Galaxy die Situation nicht akzeptieren werde und weiterhin an die Wende glaube.
Ergebniskosmetik zum Schluss
Im Schlussviertel bauten die Raiders Tirol ihren Vorsprung weiter aus und ließen keine Zweifel mehr am verdienten Auswärtserfolg aufkommen.
Der späte Touchdown von Gerald Ameln bedeutete lediglich den Schlusspunkt einer insgesamt enttäuschenden Vorstellung der Frankfurter und hatte auf den Spielausgang keinen entscheidenden Einfluss mehr.
Mit der deutlichen 41:61-Heimniederlage verpasste die Galaxy nicht nur wichtige Punkte im Kampf um die Play-offs, sondern offenbarte erneut erhebliche Probleme in der Defensive.
Fokus richtet sich auf das nächste Heimspiel
Nach der zweiten deutlichen Niederlage in Folge steht die Frankfurt Galaxy nun unter Zugzwang. Soll der Einzug in die Play-offs weiterhin gelingen, muss sich die Mannschaft insbesondere in der Verteidigung deutlich steigern.
Die nächste Gelegenheit zur Wiedergutmachung bietet sich am 2. August, wenn die Copenhagen Towers am Bornheimer Hang gastieren. Dann benötigt Frankfurt nicht nur eine deutlich stabilere Defensive, sondern auch eine geschlossene Mannschaftsleistung, um im Rennen um die Endrunde keine weiteren wichtigen Punkte zu verlieren.