Spektakuläre zweite Halbzeit: Saarbrücken schlägt Homburg im Saarlandpokal mit 4:2
Der 1. FC Saarbrücken hatte sich nach einer starken zweiten Halbzeit den Saarlandpokal gesichert. Im Finale gegen den FC 08 Homburg setzte sich der Drittligist nach zwischenzeitlichem Rückstand am Ende verdient mit 4:2 durch und rettete damit eine insgesamt enttäuschende Saison zumindest teilweise.
Beide Traditionsvereine hatten ursprünglich große sportliche Ziele verfolgt. Während Saarbrücken in der 3. Liga um die Spitzenplätze kämpfen wollte, hatte auch Regionalligist Homburg auf eine erfolgreiche Spielzeit gehofft. Da beide Teams ihre Erwartungen nicht vollständig erfüllen konnten, gewann das Landespokalfinale zusätzliche Bedeutung.
Traumstart für den Außenseiter aus Homburg
Die Partie hatte für den Underdog perfekt begonnen. Homburg störte den Favoriten früh aggressiv im Spielaufbau und wurde bereits in der Anfangsphase belohnt. Nach einem Ballgewinn landete die Kugel bei Inanoglu, der im Strafraum cool blieb und den Ball präzise ins lange Eck zum frühen 1:0 einschob.
Der frühe Rückstand hatte Saarbrücken zunächst sichtbar verunsichert. Eine schnelle Reaktion des Drittligisten blieb aus, stattdessen setzte Homburg weiter offensive Akzente. Mendler verzeichnete wenig später den nächsten gefährlichen Abschluss für den Regionalligisten.
Bis zur Pause blieb Homburg die aktivere und gefährlichere Mannschaft. Saarbrücken steigerte sich zwar im Verlauf der ersten Hälfte, konnte sich offensiv jedoch kaum entscheidend durchsetzen.
Saarbrücken drehte nach der Pause auf
Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich der FCS deutlich verbessert. Die erste gute Möglichkeit ergab sich kurz nach Wiederanpfiff, als ein abgefälschter Versuch von Pick nur knapp das Ziel verfehlte.
Wenig später fiel schließlich der verdiente Ausgleich. Pick setzte sich mit etwas Glück im Strafraum durch und schob den Ball zum 1:1 ein. Der Treffer wirkte wie ein Befreiungsschlag für die Saarbrücker.
Nur wenige Minuten später hatte der Drittligist die Partie komplett gedreht. Ein eingewechselter Joker kam an der Strafraumgrenze an den Ball, ließ mit einer starken Körpertäuschung mehrere Gegenspieler stehen und traf wuchtig und sehenswert zur 2:1-Führung. Der Jubel fiel dabei vergleichsweise zurückhaltend aus – offenbar hatte sich beim FCS viel Frust über die schwache erste Halbzeit angestaut.
FCS zeigte nach der Führung große Effizienz
Mit der Führung im Rücken spielte Saarbrücken nun deutlich souveräner und nutzte seine Chancen konsequent aus. In der 69. Minute erhöhte Brünker nach einem präzisen Steilpass mit einem schnellen Abschluss ins kurze Eck auf 3:1.
Spätestens nach dem vierten Treffer war die Partie entschieden. Ein wuchtiger Schuss vom rechten Strafraumeck schlug unhaltbar zum 4:1 ein und sorgte für die endgültige Entscheidung zugunsten des Drittligisten.
Homburg gab sich trotz des klaren Rückstands nicht auf und betrieb in der Nachspielzeit noch Ergebniskosmetik. Mit einem Kopfballtreffer vom linken Fünfmeterraumeck verkürzte Grün-Weiß auf 4:2.
Verdienter Pokalsieg für Saarbrücken
Am Ende hatte sich der 1. FC Saarbrücken dank einer furiosen zweiten Halbzeit verdient den Saarlandpokal gesichert. Während der FCS nach der Pause seine individuelle Qualität eindrucksvoll unter Beweis stellte, durfte sich Homburg trotz der Niederlage zumindest über eine starke erste Halbzeit und einen engagierten Finalauftritt freuen.
Für Saarbrücken bedeutete der Pokalsieg einen wichtigen Erfolg zum Saisonabschluss – und zugleich die Qualifikation für den DFB-Pokal.