Zum Hauptinhalt springen

Adler Mannheim unterliegen Straubing Tigers – Olympia-Pause hinterlässt Spuren

Adler Mannheim unterliegen Straubing Tigers – Olympia-Pause hinterlässt Spuren
Daniel Meyer

Die Adler Mannheim haben im Heimspiel gegen die Straubing Tigers eine bittere 2:3-Niederlage kassiert. Vor über 12.000 Zuschauern präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Dallas Eakins nach der vierwöchigen Olympia-Pause phasenweise konzept- und kopflos. Mit der erneuten Pleite nach der Liga-Unterbrechung wurde die Frage, ob die Pause genutzt oder geschadet hatte, deutlich beantwortet.

Trotz der Niederlage blieben die Kurpfälzer nach dem 47. Spieltag Tabellenzweiter der DEL – auch weil die Konkurrenz aus München erneut patzte.


Fehlender Rhythmus nach der Liga-Unterbrechung

Bereits im Vorfeld hatte Eakins eingeräumt, dass es nach der Pause „gerumpelt“ habe. Man sei noch nicht auf der Geschwindigkeit von vor der Unterbrechung, erklärte der Coach – ein Eindruck, der sich auf dem Eis bestätigte. Gerade im ersten Drittel fehlte es den Adlern an Spritzigkeit, Zweikampfstärke und Präzision.

Straubing war mit der Empfehlung von fünf Siegen in Serie angereist und nutzte die Mannheimer Unsicherheiten konsequent aus. Beide frühen Gegentreffer resultierten aus Situationen im Slot – jenem Bereich unmittelbar vor dem eigenen Tor, dessen mangelhafte Besetzung später auch von der sportlichen Leitung kritisch angesprochen wurde.


Defensive Probleme und hektisches Offensivspiel

Personell setzte Eakins nach dem soliden Debüt von William Worge-Kreü in Bremerhaven diesmal wieder auf Hayden Shaw in der Verteidigung. Doch die Maßnahme brachte zunächst keine Stabilität.

Ein Faustkampf zwischen Shaw und Green sowie eine folgende Überzahlsituation in der 25. Minute hätten das Momentum drehen können. Doch das Powerplay wirkte überkompliziert, die Scheibe lief ohne Zielstrebigkeit durch die eigenen Reihen. Erst eine weitere Überzahl brachte durch Justin Schütz in der 35. Minute den 1:2-Anschlusstreffer.

Zu oft fehlte es im weiteren Verlauf an Entschlossenheit im Abschluss. Straubings junger Schlussmann Florian Bugl musste zwar mehrfach eingreifen, wurde aber selten vor unlösbare Aufgaben gestellt.


Franzreb patzt – Solow trifft spät

Mit zunehmender Spieldauer griff die Verunsicherung auch auf erfahrene Akteure über. Verteidiger Dan Renouf wirkte ungewohnt fahrig, Torhüter Max Franzreb musste sich beim 1:3 durch Scott einen haltbaren Treffer ankreiden lassen, als die Scheibe bei freier Sicht über die Stockhand rutschte.

Wie so oft bei einem Zwei-Tore-Rückstand folgte ein verzweifeltes Anrennen. Zach Solow verkürzte in der 55. Minute in Überzahl auf 2:3. Hoffnung keimte auf, zumal Mannheim zuvor drei Spiele ohne Powerplay-Treffer geblieben war. Doch selbst die Herausnahme des Torhüters zugunsten eines sechsten Feldspielers brachte keinen Erfolg.

Erschwerend kam hinzu, dass Nick Mattinen gut zwei Minuten vor dem Ende wegen Spielverzögerung auf die Strafbank musste, nachdem er die Scheibe über die Bande befördert hatte. Die numerische Unterzahl nahm dem Schlussspurt endgültig die Dynamik.


Platz zwei bleibt – aber Druck wächst

Trotz der Niederlage hielten die Adler Rang zwei – auch aufgrund der erneuten Schwächephase der EHC Red Bull München. Doch der Vorsprung schmolz, Straubing zog nach Punkten gleich.

In den kommenden Heimspielen gegen die Löwen Frankfurt und die Kölner Haie mussten Kapitän Marc Michaelis und seine Teamkollegen nun beweisen, dass sie das Heimrecht für das Playoff-Viertelfinale verteidigen wollten.


Fazit: Zu wenig Struktur in entscheidenden Phasen

Die 2:3-Heimniederlage offenbarte strukturelle Defizite im Spiel der Adler Mannheim. Besonders im defensiven Zentrum fehlte die Ordnung, offensiv mangelte es an Klarheit und Tempo. Positiv blieb lediglich die Rückkehr der Effizienz im Powerplay.

Wollten die Blau-Weiß-Roten ihre ambitionierten Saisonziele erreichen, musste die Mannschaft rasch zu Stabilität und Struktur zurückfinden – denn in der entscheidenden Phase der DEL-Hauptrunde wurden Fehler konsequent bestraft.


Bildergalerie

Galeriebild
Daniel Meyer
Galeriebild
Daniel Meyer
Galeriebild
Daniel Meyer
Galeriebild
Daniel Meyer
Galeriebild
Daniel Meyer
Galeriebild
Daniel Meyer
Galeriebild
Daniel Meyer
Galeriebild
Daniel Meyer
Galeriebild
Daniel Meyer
Galeriebild
Daniel Meyer
Galeriebild
Daniel Meyer
Galeriebild
Daniel Meyer
Galeriebild
Daniel Meyer
Galeriebild
Daniel Meyer
Galeriebild
Daniel Meyer
Anzeige