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VW ID.3 GTX im News-Stadt-Praxistest: 286 PS, starke Reichweite und überraschend entspanntes Reisen

VW ID.3 GTX im News-Stadt-Praxistest: 286 PS, starke Reichweite und überraschend entspanntes Reisen
News-Stadt

Elektromobilität auf der Langstrecke – funktioniert das wirklich so unkompliziert, wie es die Hersteller versprechen? Die News-Stadt.de-Redaktion wollte es genau wissen. Für unsere Spielberichterstattung der Bundesliga-Begegnung zwischen dem SV Elversberg und dem FC Augsburg stellte uns das Autohaus Auto Schmitt in Flörsheim freundlicherweise einen Volkswagen ID.3 GTX mit 210 kW (286 PS) zur Verfügung. Die rund 400 Kilometer lange Reise ins Saarland und zurück bot die Gelegenheit, den sportlichen Elektro-VW unter realen Bedingungen zu testen. Besonders interessant: Bei unserer Rückfahrt mit 100 km/h lag der rechnerische Stromverbrauch bei gerade einmal 12,7 kWh auf 100 Kilometer.

286 PS und eine beeindruckende Reichweite

Schon beim ersten Blick auf die technischen Daten wird deutlich, dass Volkswagen mit dem ID.3 GTX einen sportlichen Elektro-Kompaktwagen auf die Straße gebracht hat. Mit seinen 210 kW, umgerechnet 286 PS, und einem maximalen Drehmoment von 545 Newtonmetern bietet das Fahrzeug mehr als ausreichend Leistung für den täglichen Straßenverkehr.

In nur 5,9 Sekunden beschleunigt der Hecktriebler von 0 auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 180 km/h. Seine Energie bezieht der ID.3 GTX aus einer Batterie mit einer nutzbaren Kapazität von 79 kWh. Volkswagen gibt für diese Modellversion eine Reichweite von rund 600 Kilometern nach WLTP an.

Doch bekanntlich sind Herstellerangaben das eine und die tatsächlichen Erfahrungen im Straßenverkehr das andere. Für uns stand deshalb nicht die sportliche Beschleunigung im Vordergrund, sondern eine alltägliche Frage: Wie zuverlässig und wirtschaftlich lässt sich mit dem ID.3 GTX eine längere Strecke zurücklegen?

Von Flörsheim zum Fußballkrimi an der Kaiserlinde

Unsere Fahrt begann in Flörsheim am Main. Das Ziel war das Saarland, wo unsere Redaktion über die Bundesliga-Begegnung zwischen dem SV Elversberg und dem FC Augsburg berichtete.

Die Begegnung an der Kaiserlinde entwickelte sich zu einem echten Fußballkrimi. In einer mitreißenden Partie setzte sich die SV Elversberg mit 4:3 gegen den FC Augsburg durch. Leidenschaft, Dramatik und Emotionen prägten einen außergewöhnlichen Fußballnachmittag.

Den ausführlichen Spielbericht unserer Redaktion gibt es hier:

Wahnsinn an der Kaiserlinde! Elversberg besiegt Augsburg mit 4:3 – ein Fußballnachmittag voller Leidenschaft, Dramatik und Emotionen

Doch nicht nur auf dem Fußballplatz gab es interessante Erkenntnisse. Auch unsere Anreise mit dem VW ID.3 GTX sollte für einige positive Überraschungen sorgen.

Mit 87 Prozent Akkuladung in Flörsheim gestartet

Beim Start zeigte die Batterieanzeige unseres ID.3 GTX einen Ladezustand von 87 Prozent. Wir entschieden uns für eine normale Autobahnfahrt und stellten den Tempomaten auf maximal 130 km/h ein.

Der ID.3 GTX überzeugte bereits auf den ersten Kilometern mit einem angenehmen Fahrverhalten. Besonders auf längeren Autobahnabschnitten vermittelt das Fahrzeug ein ruhiges und souveränes Fahrgefühl. Der elektrische Antrieb arbeitet nahezu geräuschlos, die Leistungsreserven sind jederzeit vorhanden.

Nach rund 200 gefahrenen Kilometern erreichten wir Saarbrücken. Natürlich war einer unserer ersten Blicke auf die Batterieanzeige gerichtet.

Das Ergebnis überraschte uns positiv: Noch 47 Prozent Akkuladung waren vorhanden.

Für die rund 200 Kilometer hatte der ID.3 GTX somit lediglich 40 Prozentpunkte seiner Batteriekapazität benötigt. Bei einer nutzbaren Kapazität von 79 kWh entspricht dies rechnerisch einem Energieverbrauch von rund 15,8 kWh auf 100 Kilometer.

Ein überzeugender Wert, zumal wir auf der Autobahn mit einer eingestellten Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h unterwegs waren.

Rechnerisch hätte die volle Batteriekapazität bei vergleichbaren Bedingungen für etwa 500 Kilometer gereicht. Dabei handelt es sich selbstverständlich um eine Hochrechnung und nicht um eine tatsächlich gefahrene Reichweite. Faktoren wie Außentemperatur, Verkehr, Streckenprofil und Geschwindigkeit können den Verbrauch erheblich beeinflussen.

Schnellladen in Saarbrücken: Nach 20 Minuten konnte es weitergehen

Ein häufig diskutiertes Thema bei Elektroautos ist die Ladeinfrastruktur. Gerade auf längeren Strecken stellt sich die Frage, ob ausreichend Lademöglichkeiten vorhanden sind und wie viel Zeit ein Ladestopp tatsächlich kostet.

Bei unserer Fahrt nach Saarbrücken war das erfreulich unkompliziert.

An einem größeren Einkaufsmarkt entdeckten wir mehrere öffentliche Schnellladestationen. Wir entschieden uns für eine leistungsstarke Ladesäule mit einer maximalen Ladeleistung von 300 kW.

Der Ladevorgang verlief problemlos. Nach gerade einmal rund 20 Minuten konnten wir unsere Reise fortsetzen.

Dabei muss man unterscheiden: Die 300 kW beziehen sich auf die Leistungsfähigkeit der Ladesäule. Der Volkswagen ID.3 GTX selbst kann mit maximal 185 kW Gleichstrom laden. Unter optimalen Bedingungen lässt sich seine Batterie laut Hersteller innerhalb von etwa 26 Minuten von 10 auf 80 Prozent aufladen.

Wie viele Kilowattstunden wir während unseres Zwischenstopps tatsächlich nachgeladen haben, wurde nicht gesondert erfasst.

Für uns zählte vor allem die Erfahrung, dass der Ladestopp weder kompliziert noch besonders zeitaufwendig war. Anschließend ging es weiter nach Elversberg ins Stadion, wo unsere eigentliche redaktionelle Arbeit auf uns wartete.

Rückfahrt mit 100 km/h: Nur 12,7 kWh auf 100 Kilometer

Nach dem aufregenden Bundesligaspiel und dem 4:3-Erfolg der SV Elversberg gegen den FC Augsburg machten wir uns wieder auf den Weg nach Flörsheim.

Diesmal wollten wir bewusst herausfinden, wie stark sich eine niedrigere Geschwindigkeit auf den Energieverbrauch auswirkt.

Beim Start der Rückfahrt lag die Batterieanzeige bei 93 Prozent. Anders als auf der Hinfahrt stellten wir den Tempomaten diesmal auf 100 km/h ein.

Die Rückfahrt verlief angenehm entspannt. Der ID.3 GTX zeigte erneut, dass er nicht nur sportlich, sondern auch ausgesprochen komfortabel unterwegs sein kann.

Nach rund 180 Kilometern erreichten wir Flörsheim. Die Batterieanzeige zeigte zu diesem Zeitpunkt noch 64 Prozent an.

Das bedeutet: Für die gesamte Rückfahrt hatte das Fahrzeug lediglich 29 Prozentpunkte seiner Batteriekapazität verbraucht.

Umgerechnet auf die nutzbare Batteriekapazität von 79 kWh ergibt sich ein rechnerischer Stromverbrauch von gerade einmal 12,7 kWh auf 100 Kilometer.

Für einen Elektro-Kompaktwagen mit 286 PS ist das ein bemerkenswert niedriger Wert.

130 km/h gegen 100 km/h – der direkte Vergleich

Besonders interessant wird unser Praxistest beim Vergleich der beiden Fahrten.

Messwert Hinfahrt Rückfahrt
Gefahrene Strecke ca. 200 km ca. 180 km
Tempomateinstellung 130 km/h 100 km/h
Batteriestand bei Start 87 % 93 %
Batteriestand bei Ankunft 47 % 64 %
Verbrauchte Akkuladung 40 Prozentpunkte 29 Prozentpunkte
Rechnerischer Verbrauch 15,8 kWh/100 km 12,7 kWh/100 km

Der Unterschied ist deutlich: Auf der Rückfahrt lag der rechnerische Energieverbrauch rund 20 Prozent unter dem Wert der Hinfahrt.

Natürlich handelt es sich hierbei nicht um einen wissenschaftlich durchgeführten Vergleichstest. Die Strecken waren unterschiedlich lang, zudem können Verkehr, Wetterbedingungen und Höhenunterschiede das Ergebnis beeinflussen.

Trotzdem zeigt unsere praktische Erfahrung, dass eine moderate Autobahngeschwindigkeit einen erheblichen Beitrag zu einem niedrigen Energieverbrauch leisten kann.

Auf Basis unseres Rückfahrtverbrauchs ergibt sich rechnerisch sogar eine Reichweite von rund 620 Kilometern mit der nutzbaren Batteriekapazität. Dieser Wert ist allerdings lediglich eine theoretische Hochrechnung unter vergleichbaren Bedingungen.

Für unsere Redaktion war das eine der interessantesten Erkenntnisse der gesamten Fahrt.

Modernes Cockpit und zuverlässige Assistenzsysteme

Neben Reichweite und Verbrauch spielte selbstverständlich auch das Fahrerlebnis eine wichtige Rolle.

Der Innenraum des Volkswagen ID.3 GTX hinterließ bei uns einen durchweg positiven Eindruck.

Das Cockpit ist übersichtlich gestaltet und macht einen modernen, aufgeräumten Eindruck. Volkswagen setzt auf digitale Anzeigen und einen zentralen Touchscreen, über den zahlreiche Fahrzeugfunktionen gesteuert werden.

Die wesentlichen Informationen sind gut erkennbar und der Fahrer kann sich auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren.

Besonders positiv fielen uns während der Fahrt die Assistenzsysteme auf.

Die von uns genutzten Fahrassistenzen machten genau das, was sie sollten. Insbesondere auf der Autobahn erwies sich die Geschwindigkeitsregelung als angenehme Unterstützung.

Gerade auf längeren Strecken trägt eine zuverlässige Fahrassistenz zu einem entspannteren Fahrerlebnis bei. Selbstverständlich ersetzen solche Systeme nicht die Aufmerksamkeit des Fahrers, können aber im Alltag eine spürbare Entlastung darstellen.

Auch das Fahrverhalten überzeugte. Der ID.3 GTX liegt angenehm auf der Straße, bietet ausreichend Leistungsreserven und vermittelt insgesamt ein sicheres Fahrgefühl.

Was kostet der VW ID.3 GTX?

Wer sich für einen sportlichen Elektro-Kompaktwagen interessiert, muss natürlich auch den Anschaffungspreis berücksichtigen.

Der Volkswagen ID.3 GTX mit 210 kW wurde zu einem Grundpreis von zuletzt rund 47.225 Euro angeboten. Der genannte Betrag bezieht sich auf diese Modellversion und ist kein verbindliches aktuelles Händlerangebot. Je nach Baujahr, Ausstattung und Verfügbarkeit können die tatsächlichen Preise abweichen.

Dafür erhält der Käufer ein Fahrzeug mit leistungsstarkem Elektroantrieb, einer großen Batterie und modernen Assistenz- und Komfortfunktionen.

Die wichtigsten technischen Daten:

Technische Daten VW ID.3 GTX
Motorleistung 210 kW / 286 PS
Maximales Drehmoment 545 Nm
Antriebsart Heckantrieb
Batterie 79 kWh netto
Reichweite nach WLTP rund 600 km
Beschleunigung 0–100 km/h 5,9 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit 180 km/h
Maximale DC-Ladeleistung 185 kW
Laden von 10 auf 80 % ca. 26 Minuten
Kofferraumvolumen 385 Liter
Zuletzt genannter Grundpreis ca. 47.225 Euro

Wie günstig ist das elektrische Fahren tatsächlich?

Ein weiterer interessanter Punkt sind die Energiekosten.

Nimmt man beispielhaft einen Strompreis von 0,55 Euro pro Kilowattstunde an, ergeben sich auf Grundlage unserer ermittelten Verbrauchswerte folgende rechnerische Kosten:

  • Hinfahrt mit maximal 130 km/h: 15,8 kWh/100 km – rund 8,69 Euro pro 100 Kilometer.

  • Rückfahrt mit 100 km/h: 12,7 kWh/100 km – rund 6,99 Euro pro 100 Kilometer.

Bei einem günstigeren Stromtarif von beispielsweise 0,30 Euro pro Kilowattstunde würden die reinen Energiekosten für die Rückfahrt rechnerisch sogar auf rund 3,82 Euro je 100 Kilometer sinken.

Diese Berechnungen berücksichtigen keine Ladeverluste und stellen keine tatsächlich bezahlten Ladekosten unserer Reise dar. Gerade an öffentlichen Schnellladestationen unterscheiden sich die Tarife teilweise erheblich.

Dennoch wird deutlich, dass ein effizientes Elektrofahrzeug insbesondere bei günstigen Lademöglichkeiten wirtschaftlich interessant sein kann.

Unser Fazit: Der ID.3 GTX hat uns positiv überrascht

Nach rund 400 Kilometern auf Autobahnen und Landstraßen fällt unser Fazit zum Volkswagen ID.3 GTX ausgesprochen positiv aus.

Vor allem die Kombination aus sportlichen Fahrleistungen, angenehmem Fahrkomfort und einem vergleichsweise niedrigen Stromverbrauch hat uns überzeugt.

Mit 286 PS bietet der ID.3 GTX mehr als genügend Leistung. Gleichzeitig zeigte unser Praxistest, dass sich das Fahrzeug bei entsprechender Fahrweise ausgesprochen effizient bewegen lässt.

Die Hinfahrt mit maximal 130 km/h und einem rechnerischen Verbrauch von 15,8 kWh auf 100 Kilometer war bereits überzeugend.

Noch beeindruckender war allerdings die Rückfahrt mit einer Tempomateinstellung von 100 km/h. Hier lag unser errechneter Energieverbrauch bei lediglich 12,7 kWh auf 100 Kilometer.

Auch das Thema Laden erwies sich für uns als unproblematisch. Der rund 20-minütige Zwischenstopp in Saarbrücken ließ sich problemlos in unsere Reise integrieren.

Hinzu kommen das übersichtliche Cockpit und die zuverlässig arbeitenden Assistenzsysteme, die gerade auf längeren Strecken einen angenehmen Komfort bieten.

Natürlich hat auch der ID.3 GTX seinen Preis. Und wer häufig längere Strecken zurücklegt, sollte sich vorab mit den verfügbaren Lademöglichkeiten und Stromtarifen beschäftigen.

Unser persönliches Fazit: Der Volkswagen ID.3 GTX ist nicht nur ein sportlicher Elektro-Kompaktwagen, sondern auch ein überzeugender Begleiter für längere Reisen. Wer seine Fahrweise etwas anpasst, kann mit erstaunlich niedrigen Verbrauchswerten unterwegs sein.

Unsere Reise zum Fußballkrimi nach Elversberg hat uns gezeigt, dass moderne Elektromobilität auch im redaktionellen Alltag gut funktionieren kann. Für unsere regelmäßigen Fahrten zu Sportveranstaltungen in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland ist das eine interessante Erfahrung.

Die News-Stadt.de-Redaktion bedankt sich ausdrücklich beim Autohaus Auto Schmitt in Flörsheim am Main, das uns den Volkswagen ID.3 GTX freundlicherweise für diesen unabhängigen redaktionellen Fahrbericht zur Verfügung gestellt hat.

News-Stadt.de | Redaktioneller Praxistest | Oktober 2026

Hinweis: Die genannten Verbrauchswerte wurden anhand der dokumentierten Batteriestände, der gefahrenen Strecken und der nutzbaren Batteriekapazität rechnerisch ermittelt. Es handelt sich nicht um geeichte Verbrauchsmessungen.
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