VfB Stuttgart dreht Partie gegen Mainz 05 – Undav sichert 2:1-Heimsieg
Hoeneß überrascht mit komplett neuer Startelf – Führich und Undav treffen beim verdienten VfB-Erfolg
Der VfB Stuttgart hat im Sonntagsspiel der Bundesliga gegen den 1. FSV Mainz 05 einen wichtigen 2:1 (1:1)-Heimsieg gefeiert. In einer intensiven Partie in der MHPArena drehte das Team von Trainer Sebastian Hoeneß nach Rückstand die Begegnung und festigte damit seine starke Form in der laufenden Saison.
Hoeneß überraschte dabei nicht nur die eigenen Fans, sondern auch den Gegner: Im Vergleich zum jüngsten 0:1 bei Fenerbahce standen alle Feldspieler neu in der Startelf. Nur Torhüter Alexander Nübel blieb gesetzt. Maximilian Mittelstädt und Anthony Rouault Jaquez fehlten leicht angeschlagen im Kader.
Auch die Gäste aus Mainz setzten auf Rotation: Trainer Bo Henriksen veränderte seine Mannschaft nach dem 1:0-Erfolg in der Conference League gegen Zrinjski Mostar auf sieben Positionen.
Vorsichtiger Beginn – Mainz mit erster Chance
Die Partie begann taktisch geprägt. Der VfB formierte sich mit einer ungewohnt zusammengestellten Dreierkette, in der Dan-Axel Zagadou nach langer Verletzungspause sein Bundesliga-Comeback feierte. Stuttgart suchte geduldig den Spielaufbau, verlagerte das Geschehen von rechts nach links und zwang Mainz damit zu intensiver Laufarbeit.
Die erste nennenswerte Torchance gehörte jedoch den Gästen: In der 23. Minute zirkelte Nadiem Amiri einen Freistoß in den Strafraum, wo sich Danny da Costa im Kopfballduell gegen Nartey durchsetzte – der Ball ging knapp am Pfosten vorbei.
VAR-Drama und Traumtor – Führich gleicht kurz vor der Pause aus
In der 41. Minute griff der Video Assistant Referee ein: Nach einem Kopfball von Zagadou an den Arm von Chema entschied Schiedsrichter Felix Zwayer nach VAR-Überprüfung auf Handelfmeter. Amiri übernahm die Verantwortung und verwandelte souverän zum 0:1 für Mainz – Nübel war chancenlos.
Doch der VfB antwortete eindrucksvoll: In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit setzte sich Chris Führich auf der linken Seite stark durch, zog nach innen und schlenzte den Ball sehenswert in den rechten Winkel – 1:1 (45.+4). Es war sein erster Saisontreffer und ein emotionaler Moment, der die Stuttgarter Fans von den Sitzen riss.
Mit dem gerechten Unentschieden ging es in die Pause – der VfB hatte nun klar Oberwasser.
Zweite Halbzeit: Stuttgart drückt – Undav entscheidet die Partie
Nach Wiederanpfiff blieb der VfB Stuttgart am Drücker. Früh prüften Führich, Nartey und Stenzel den Mainzer Schlussmann Robin Zentner, der mehrfach stark reagierte. Mainz verteidigte kompakt, blieb aber nach vorne harmlos.
In der 80. Minute fiel dann die Entscheidung: Ein langer Ball von Nübel überraschte die Mainzer Abwehr, Bell verschätzte sich – und plötzlich lief Deniz Undav frei auf Zentner zu. Mit einem eleganten Lupfer traf der Stürmer zum 2:1 und sorgte für Jubelstürme auf den Rängen.
In der Schlussphase stemmten sich die Gäste noch einmal gegen die drohende Niederlage, doch Stuttgart verteidigte leidenschaftlich. Nach 95 Minuten war der verdiente Heimsieg perfekt.
Fazit: Starke Rotation, starker Wille – VfB behauptet sich weiter oben
Der VfB Stuttgart zeigte erneut, dass er auch mit verändertem Personal konstant Leistung bringen kann. Trainer Sebastian Hoeneß bewies Mut mit seiner komplett umgestellten Elf – und wurde belohnt. Führich und Undav avancierten zu den Matchwinnern in einem Spiel, das durch taktische Disziplin und Effizienz entschieden wurde.
Mainz 05 dagegen steckt weiter in der Krise und konnte auch nach dem Führungstreffer keinen Auftrieb gewinnen. Die Mannschaft von Bo Henriksen blieb insgesamt zu harmlos und wartet weiterhin auf einen Befreiungsschlag.