Mainz dreht Spiel gegen Wolfsburg – Amiri führt FSV zu wichtigem Heimsieg
Verdienter Dreier im Abstiegskampf
Der 1. FSV Mainz 05 hat im Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg einen hochverdienten und enorm wichtigen 3:1-Erfolg gefeiert. Nach frühem Rückstand übernahmen die Rheinhessen zunehmend die Kontrolle und drehten die Partie binnen weniger Minuten. Die endgültige Entscheidung fiel allerdings durch einen umstrittenen Elfmeter, der dem Spiel einen faden Beigeschmack verlieh.
Veränderungen in beiden Startelfen
Mainz-Trainer Urs Fischer reagierte auf die 1:2-Niederlage in Köln mit zwei personellen Änderungen. Neuzugang Posch sowie Hollerbach rückten für Potulski und Silas in die Anfangsformation.
Auf Seiten der Gäste nahm Wolfsburgs Coach Daniel Bauer gleich vier Wechsel im Vergleich zum 1:1 gegen 1. FC Heidenheim vor. Kumbedi, Vavro, Vinicius Souza und Pejcinovic ersetzten Bürger, Koulierakis, Majer sowie den gelbgesperrten Kapitän Arnold.
Blitzstart der Wölfe – Mainz zunächst glücklos
Die Niedersachsen erwischten den perfekten Start. Bereits in der dritten Minute verwertete Amoura eine Hereingabe von Kumbedi mit einem sehenswerten Hackentrick zur frühen Führung. Mainz antwortete umgehend, doch Tietz scheiterte frei vor Keeper Grabara (5.).
In der Anfangsphase präsentierte sich Wolfsburg ballsicher und strukturiert, ohne jedoch weitere zwingende Chancen zu kreieren. Mainz tat sich im Spielaufbau schwer, blieb aber kämpferisch und suchte konsequent den Weg nach vorne.
Grabara hält Wolfsburg lange im Spiel
Nach rund 20 Minuten bot sich dem FSV die große Möglichkeit zum Ausgleich. Schiedsrichter Daniel Siebert entschied nach einem Kontakt von Vinicius Souza an Lee auf Strafstoß – eine harte, aber folgenlose Entscheidung. Tietz scheiterte erneut an Grabara, der auch im weiteren Verlauf zum Wolfsburger Rückhalt avancierte.
Mainz erhöhte den Druck spürbar, gewann immer mehr Zweikämpfe und drängte die Gäste tief in die eigene Hälfte. Hollerbach vergab gleich mehrfach, einmal rettete Vavro kurz vor der Linie für die zunehmend passiven Wölfe (45.+4).
Amiri kommt – und verändert das Spiel
Nach dem Seitenwechsel verlor die Partie zunächst an Tempo. Wolfsburg verteidigte kompakter, blieb offensiv jedoch nahezu wirkungslos. Kurz nachdem Amoura eine große Konterchance ausgelassen hatte, brachte Fischer den zuletzt erkrankten Amiri.
Der Nationalspieler benötigte keine Anlaufzeit: Nach seiner Ecke köpfte Tietz zum längst überfälligen 1:1 ein (68.). Nur fünf Minuten später leitete erneut eine Amiri-Ecke die Wende ein. Hollerbach verlängerte per Kopf, Bell drückte den Ball aus kurzer Distanz zur Mainzer Führung über die Linie (73.).
Umstrittener Elfmeter sorgt für Entscheidung
Ein Aufbäumen der Gäste blieb aus. Stattdessen sorgte ein diskutabler Handelfmeter für die endgültige Entscheidung. Nach Videobeweis zeigte Siebert auf den Punkt, nachdem Bell Pejcinovic aus kurzer Distanz an die nicht abgestreckte Hand geköpft hatte. Amiri verwandelte souverän zum 3:1 (84.).
Mainz belohnt sich – Wolfsburg enttäuscht
Mit dem Heimsieg belohnte sich Mainz für eine dominante und leidenschaftliche Leistung und sammelte im Tabellenkeller immens wichtige Punkte. Wolfsburg hingegen verlor nach gutem Start komplett den Zugriff auf die Partie und blieb nach der frühen Führung erschreckend passiv.