Mainz 05 stürzt nach 0:4 in Freiburg ans Ende der Bundesliga
Katastrophaler Auftritt der Rheinhessen – früher Rückstand, Platzverweis, keine einzige Torchance
Der 1. FSV Mainz 05 hat am Sonntag einen seiner bittersten Saisonauftritte erlebt. Die Rheinhessen gingen beim SC Freiburg völlig unter und verloren mit 0:4 (0:2). Die Mannschaft von Trainer Bo Henriksen rutschte damit endgültig auf den letzten Tabellenplatz ab – eine Woche nach der zwischenzeitlichen Abstiegszonen-Warnung wurde der freie Fall nun Realität.
Deutliche Freiburger Überlegenheit von Beginn an
Vor 33.200 Zuschauern im ausverkauften Europapark-Stadion geriet Mainz früh auf die Verliererstraße. Zwar wurde ein Treffer von Lucas Höler in der 5. Minute nach VAR-Eingriff wegen Abseits aberkannt, doch Freiburg blieb dominant.
Nur wenige Minuten später staubte Lukas Kübler (12.) nach einer Ecke zur Führung ab. Der FSV wirkte sichtlich verunsichert – und Freiburg schlug eiskalt nach: Nach einem schnellen Konter über Höler legte dieser für Vincenzo Grifo (26.) auf, der mühelos zum 2:0 einschob.
Rote Karte lässt Mainz kollabieren
Der Nachmittag nahm nur zwei Minuten später eine noch schlimmere Wendung für die Gäste. Paul Nebel traf SC-Verteidiger Lienhart mit offener Sohle am Schienbein – Schiedsrichter Daniel Schlager zeigte ohne Zögern Rot (28.).
Mainz fand auf den frühen Rückstand und die Unterzahl keine Antwort mehr. Ohne jeglichen Torabschluss schleppte sich das Team in die Halbzeitpause, während Freiburg die Partie nach Belieben kontrollierte.
Henriksen rotiert stark – Mutforderung bleibt ohne Wirkung
Schon vor dem Spiel hatte Bo Henriksen „Mut“ gefordert und gleichzeitig neun Änderungen an seiner Anfangsformation vorgenommen. Mehrere Wechsel waren allerdings erzwungen:
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Nadiem Amiri fehlte gelbgesperrt
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Dominik Kohr saß eine Rotsperre ab
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Stammkeeper Robin Zentner fiel verletzt aus
Trotz der Frische in der Startelf wirkte Mainz jedoch von Beginn an überfordert.
Freiburg macht nach der Pause alles klar
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich nichts am Spielverlauf. Freiburg agierte geduldig, ließ den Ball laufen – und erhöhte dennoch früh. Johan Manzambi dribbelte sich über die linke Seite stark durch und traf nach einem Doppelpass mit Yuito Suzuki platziert ins linke Eck (50.).
Von Mainz kam weiterhin kein offensives Lebenszeichen. Der Wille der Gäste schien gebrochen, die Zehn-Mann-Abwehrformation verteidigte nur noch Schadensbegrenzung. Doch Freiburg setzte kurz vor Schluss den verdienten Endpunkt: Patrick Osterhage traf in der 90. Minute zum 4:0.
Freiburg klettert, Mainz stürzt – die Konsequenzen des Spieltags
Mit dem vierten Saisonsieg verbesserte sich der SC Freiburg auf Rang acht und festigte seinen Platz im oberen Mittelfeld. Mainz 05 kassierte hingegen die achte Niederlage der Saison – und steht nun mindestens eine Woche als Tabellenschlusslicht da.
Für Henriksen und sein stark rotierendes Team wird der Druck größer. Der Trend zeigt weiter nach unten, und der FSV bleibt in einer tiefen sportlichen Krise.