Mainz 05 siegt 2:0 gegen FC Augsburg – Nadiem Amiri entschied Spiel mit zwei Elfmetern
Mainz blieb unter Urs Fischer weiter auf Erfolgskurs
Der 1. FSV Mainz 05 hat seinen starken Lauf im neuen Jahr eindrucksvoll bestätigt. Beim verdienten 2:0 (1:0) gegen den FC Augsburg feierten die Rheinhessen bereits ihren vierten Sieg im Jahr 2026. Mann des Spiels war erneut Nadiem Amiri, der beide Treffer sicher vom Elfmeterpunkt erzielte und Mainz weiter nach oben klettern ließ.
Unter Trainer Urs Fischer präsentierte sich Mainz erneut äußerst stabil, abgezockt und defensiv gut organisiert. Augsburg hielt lange dagegen, biss sich jedoch immer wieder an der Mainzer Defensive und am starken Torhüter die Zähne aus.
Formstarke Teams, erfahrene Mainzer Startelf
Mit Mainz und Augsburg trafen zwei Mannschaften in guter Verfassung aufeinander. In der Formtabelle der letzten fünf Spieltage rangierten beide Teams dicht beieinander. Entsprechend wenig Anlass sahen die Trainer für größere Umstellungen.
Fischer veränderte seine Startelf im Vergleich zum Auswärtssieg bei RB Leipzig auf zwei Positionen. Silas rückte für den verletzten Hollerbach in die Anfangsformation, zudem begann Dominik Kohr anstelle von Potulski. Mit einem Durchschnittsalter von 30,87 Jahren stellte Mainz dabei die älteste Bundesliga-Startelf der Vereinsgeschichte. Augsburgs Trainer Manuel Baum nahm lediglich einen Wechsel vor und brachte Kömür für Rieder.
Früher Elfmeter brachte Mainz in Führung
Die Partie begann mit einer kontroversen Szene im Strafraum der Gäste. Rexhbecaj traf Bell im Zweikampf leicht am Knie, Schiedsrichter Ittrich entschied sofort auf Elfmeter (5.). Auch nach VAR-Überprüfung blieb es bei der Entscheidung. Amiri übernahm Verantwortung und verwandelte den Strafstoß souverän zum 1:0 (8.).
In der Folge übernahm Augsburg mehr Spielanteile. Claude-Maurice prüfte Mainz-Keeper Batz gleich zweimal, doch der Schlussmann reagierte stark (10./19.). Auch Kömür scheiterte nach einem sehenswerten Dribbling am gut aufgelegten Torhüter (26.). Danach verlor die Begegnung deutlich an Tempo, klare Torchancen blieben bis zur Pause Mangelware.
Mainz nach der Pause stabil – Batz überragend
Nach dem Seitenwechsel agierten zunächst die Mainzer aktiver. Silas kam nach einem gelungenen Angriff zum Abschluss, verfehlte aber das Ziel nicht entscheidend (50.). Augsburg blieb bemüht, fand jedoch kaum Lücken. Die gefährlichste Szene entstand nach einer unglücklichen Klärungsaktion von Batz, als der Ball vom anlaufenden Ribeiro abgefälscht wurde und knapp vorbeiflog (61.).
Mainz kontrollierte das Geschehen zunehmend. In der 66. Minute kombinierten Amiri und Lee sehenswert, setzten Neuzugang Becker in Szene, der bei seinem Debüt jedoch über das Tor schoss. Augsburg erhöhte in der Schlussphase das Risiko, doch sowohl Claude-Maurice (69.) als auch Kömür (77.) scheiterten erneut an Batz.
Zweiter Strafstoß entschied die Partie
Die endgültige Entscheidung fiel zehn Minuten vor Schluss. Nach einem klaren Foul von Kade an Amiri zeigte der Schiedsrichter erneut auf den Punkt. Amiri blieb auch diesmal nervenstark und verwandelte zum 2:0 (80.).
Mit seinem siebten verwandelten Elfmeter in dieser Saison stellte der Nationalspieler einen neuen Vereinsrekord auf. Insgesamt erzielte er bereits neun Bundesliga-Tore vom Punkt – mehr als jeder andere Mainzer zuvor.
Verdienter Heimsieg und weiterer Schritt nach oben
In der Schlussphase war der Widerstand der Augsburger gebrochen. Mainz hätte das Ergebnis sogar noch ausbauen können, doch Nebel (83.) und Bell (90.+5.), der sein 300. Bundesliga-Spiel für die 05er absolvierte, ließen weitere Chancen ungenutzt.
So blieb es beim hochverdienten 2:0-Erfolg für Mainz, das unter Urs Fischer weiterhin zu den formstärksten Mannschaften der Liga zählt. Der vierte Sieg im sechsten Spiel des Jahres 2026 unterstrich eindrucksvoll die aktuelle Stabilität und Ambitionen der Rheinhessen.