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Hertha BSC zieht nach 6:1-Torfestival gegen den 1. FC Kaiserslautern ins DFB-Pokal-Viertelfinale ein

Hertha BSC zieht nach 6:1-Torfestival gegen den 1. FC Kaiserslautern ins DFB-Pokal-Viertelfinale ein
Ralf Brück

Hertha BSC hat im Achtelfinale des DFB-Pokals ein eindrucksvolles Zeichen gesetzt und den 1. FC Kaiserslautern mit 6:1 (3:1) aus dem Wettbewerb geschossen. Die Berliner präsentierten sich im Olympiastadion in überragender Form und feierten ihren siebten Pflichtspielsieg in Serie – ein Abend, der sportlich und historisch in Erinnerung bleiben dürfte. Besonders bemerkenswert: Der 16-jährige Kennet Eichhorn schrieb mit seinem Treffer Pokalgeschichte als jüngster Torschütze des laufenden Wettbewerbs.


Frühe Führung nach Lauterer Fehlstart

Der 1. FC Kaiserslautern begann mutig und drängte Hertha zunächst tief in die eigene Hälfte. Bereits nach zwei Minuten bot sich Naatan Skyttä die große Chance zur Führung, doch sein Kopfball nach Ritter-Flanke landete direkt in den Armen von Torhüter Tjark Ernst.

Stattdessen lud ein verunglückter Rückpass von FCK-Verteidiger Maxwell Gyamfi die Berliner ein: Luca Schuler nutzte den Fauxpas eiskalt, umkurvte Torhüter Simoni und traf zum frühen 1:0. Fünf Minuten später setzte Schuler einen weiteren Schuss an den Innenpfosten – Glück für die Pfälzer, die zu diesem Zeitpunkt bereits ins Straucheln geraten waren.


Winklers Sololauf und Eichhorns Rekordtreffer

Trotz des Rückstands versuchte das Team von Trainer Torsten Lieberknecht, die Kontrolle zu übernehmen. Doch die Berliner blieben mit ihrem Tempo brandgefährlich. Ein blitzsauberer Konter führte zum 2:0: Marten Winkler startete am eigenen Strafraum, überrannte drei Gegenspieler und vollendete eiskalt – ein Sololauf, der das Publikum im Olympiastadion mitriss.

Nur wenige Minuten später folgte der nächste Höhepunkt: Mickaël Cuisance scheiterte zunächst mit einem Fernschuss an der Querlatte, doch Hertha setzte nach. Der 16-jährige Kennet Eichhorn reagierte am schnellsten, tauchte frei vor dem Tor auf und verwandelte souverän zum 3:0. Mit diesem Treffer schrieb das Hertha-Talent Pokalgeschichte.


Lauterns Hoffnungsschimmer vor der Pause

Kurz vor der Halbzeit verpasste die Hertha sogar eine höhere Führung, als Reese aus zehn Metern das Lattenkreuz traf und Schuler den Abpraller nicht unterbringen konnte. Kaiserslautern blieb jedoch kämpferisch und wurde belohnt: Marlon Ritter verkürzte in der Nachspielzeit mit einem präzisen Schlenzer aus 18 Metern auf 1:3 – ein Treffer, der dem FCK kurzzeitig neue Hoffnung gab.


Berliner Effizienz bricht die FCK-Moral

Mit Wiederanpfiff drängten die Gäste zwar auf ein Comeback, doch Hertha blieb ihren Stärken treu: schnelles Umschaltspiel und eiskalte Effizienz. Nach einer Stunde schickte Cuisance Schuler erneut in die Tiefe, der zum 4:1 vollstreckte und damit den Widerstand der Pfälzer endgültig brach.

Die Berliner hatten sichtlich Spaß an diesem Pokalabend und legten weiter nach. Nach einem groben Fehlpass von Simoni erhöhte der eingewechselte Dawid Kownacki aus kurzer Distanz auf 5:1. Fünf Minuten später setzte Maurice Krattenmacher den Schlusspunkt zum 6:1 – der verdiente Endstand eines denkwürdigen Abends.


Klarer Klassenunterschied – und Hertha mit Signalwirkung

Das Team von Stefan Leitl präsentierte sich läuferisch, technisch und taktisch in Topform. Kaiserslautern dagegen musste die bittere Erkenntnis akzeptieren, dem Tempo und der Entschlossenheit der Berliner nicht gewachsen gewesen zu sein. Die deutliche Niederlage ließ das Team ernüchtert die Heimreise antreten.

Hertha BSC hingegen geht mit beeindruckendem Selbstvertrauen ins DFB-Pokal-Viertelfinale – und hat mit diesem Auftritt unmissverständlich gezeigt, dass mit der Mannschaft in diesem Wettbewerb zu rechnen ist.


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