Zum Hauptinhalt springen

Hertha BSC gewinnt dank Schuler in Kaiserslautern – Berliner rücken an Aufstiegsplätze heran

Hertha BSC gewinnt dank Schuler in Kaiserslautern – Berliner rücken an Aufstiegsplätze heran
Südwest Ballsport

Mit einer reifen und abgeklärten Leistung hat Hertha BSC am zwölften Spieltag der 2. Bundesliga drei Punkte aus Kaiserslautern entführt. Die Berliner setzten sich auf dem Betzenberg mit 1:0 (1:0) durch und rückten damit nach Punkten zu den Roten Teufeln auf. Matchwinner war Luca Schuler, einst selbst im Nachwuchs des FCK ausgebildet. In einer hektischen Nachspielzeit mussten die Hauptstädter jedoch noch einmal heftig zittern.


Aufstellungen: Lieberknecht setzt auf Krahl – Leitl verändert dreimal

FCK-Trainer Torsten Lieberknecht konnte im Tor wieder auf Julian Krahl zurückgreifen, der zuletzt beim 1:1 in Düsseldorf krank gefehlt hatte. Feldspielerisch blieb die Startelf der Pfälzer unverändert.

Hertha-Coach Stefan Leitl nahm dagegen nach dem 2:0-Erfolg gegen Dynamo Dresden drei Änderungen vor: Gechter (Oberschenkelprobleme), Demme und Krattenmacher rotierten aus der Startelf. Neu dabei waren Kolbe, Eichhorn und Winkler.


Frühes Führungstor durch Schuler – Lautern ideenlos im Spielaufbau

Die Partie begann intensiv mit frühem Pressing auf beiden Seiten. Nach einem Kopfballduell mit Hanslik musste Leistner kurz behandelt werden, konnte aber mit Turban weiterspielen. Den ersten gefährlichen Abschluss hatte Fabian Reese für Hertha (14.), ehe auf der Gegenseite Dardai in höchster Not gegen Prtajin klärte (15.).

Dann schlug Hertha zu: Winkler flankte präzise von rechts, Schuler löste sich geschickt im Rücken von Gyamfi und traf eiskalt zum 1:0 (20.). Für den Angreifer war es ein besonderes Tor – bereits in der vergangenen Saison hatte der ehemalige Lauterer doppelt auf dem Betzenberg getroffen.

Kaiserslautern versuchte zu reagieren, kam durch Haas zur besten Chance der ersten Hälfte, doch Hertha-Keeper Ernst parierte glänzend (22.). Anschließend überließen die Berliner den Hausherren den Ball, setzten selbst auf Konter und wirkten dabei stets gefährlicher. Chancen durch Reese (31.), Schuler (32.) und Eichhorn, dessen Schuss an den Pfosten prallte (45.), hätten die Führung ausbauen können. Für den FCK blieb Sahin mit einem harmlosen Abschluss die einzige Torgelegenheit (42.).


Zweite Halbzeit: Hertha verpasst Entscheidung – Ritter bringt FCK zurück ins Spiel

Nach der Pause blieb Hertha konzentriert, doch Cuisance setzte einen Kopfball nach Reese-Flanke zu unplatziert (51.). Nur Minuten später scheiterte Reese selbst an Krahl (55.). Der FCK wirkte bemüht, fand aber kaum spielerische Lösungen gegen die gut gestaffelte Berliner Defensive.

In der 62. Minute kam Prtajin per Kopf gefährlich zum Abschluss, ehe beide Trainer doppelt wechselten: Bei Hertha kamen Grönning und Demme, beim FCK Emreli und Kapitän Ritter. Letzterer brachte mit einem schnell ausgeführten Freistoß neuen Schwung, Skyttä chippte den Ball über Ernst, doch Leistner rettete auf der Linie (70.).

Das Pech blieb den Pfälzern treu: Joker Emreli verletzte sich kurz darauf am Oberschenkel und musste unter Tränen ausgewechselt werden (75.). Ersatzmann Tachie brachte noch einmal Tempo, prüfte Ernst gleich dreimal (79., 80., 81.).


VAR stoppt Lauterns Jubel – Hertha feiert vierten Zu-null-Sieg in Serie

In der Schlussphase drängte Kaiserslautern mit aller Macht auf den Ausgleich. Haas scheiterte zweimal am überragenden Ernst (89., 90.+2). Dann bebte der Betzenberg: Nach einer Ritter-Flanke köpfte Prtajin den Ball ins Tor – doch der Jubel verstummte schnell. Nach VAR-Überprüfung wurde der Treffer wegen Abseits aberkannt. In der letzten Aktion setzte Ritter einen Freistoß aus vielversprechender Position in die Mauer (90.+6).

Hertha BSC brachte das 1:0 über die Zeit und feierte den vierten Zu-null-Sieg in Folge. Damit zogen die Berliner nach Punkten mit dem 1. FC Kaiserslautern gleich und liegen nur noch drei Zähler hinter dem Relegationsplatz.


Fazit: Reife Berliner Leistung – Schuler trifft, Ernst glänzt

Hertha BSC zeigte auf dem Betzenberg eine erwachsene und disziplinierte Vorstellung. Defensiv kompakt, im Umschalten gefährlich – das Team von Stefan Leitl bestätigte seine aufsteigende Form eindrucksvoll.

Für den 1. FC Kaiserslautern war es eine bittere Niederlage: Trotz leidenschaftlicher Schlussoffensive blieb der Ertrag aus. Besonders ärgerlich: Der vermeintliche Ausgleich wurde wegen Abseits aberkannt.

Mit dem Erfolg sendet Hertha BSC ein deutliches Signal im Kampf um die oberen Tabellenränge – und der ehemalige Lauterer Luca Schuler avancierte einmal mehr zum Matchwinner in seinem alten Wohnzimmer.

Anzeige