1. FC Kaiserslautern feiert 3:0-Derbysieg gegen den Karlsruher SC
Der 1. FC Kaiserslautern hat seine Sieglos-Serie in der 2. Bundesliga eindrucksvoll beendet. Am 26. Spieltag setzten sich die Roten Teufel im traditionsreichen Südwestduell gegen den Karlsruher SC mit 3:0 (2:0) durch. Vor heimischer Kulisse im Fritz-Walter-Stadion sorgten Semih Sahin, Winter-Neuzugang Mergim Berisha und Mahir Emreli für die Treffer der Pfälzer.
Der Erfolg ging auch in dieser Höhe in Ordnung. Während der FCK von Beginn an das Spiel kontrollierte und früh die Weichen auf Sieg stellte, blieb der Karlsruher SC über weite Strecken offensiv zu harmlos.
Früher Doppelschlag bringt Lautern auf die Siegerstraße
Die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht erwischte einen perfekten Start. Bereits in der 3. Minute brachte Semih Sahin die Gastgeber in Führung. Nach einem ersten Abschluss von Paul Joly reagierte KSC-Keeper Hans Christian Bernat zwar stark, doch Naatan Skyttä legte den Abpraller clever für Sahin auf. Der Mittelfeldspieler traf aus rund 15 Metern unhaltbar zum frühen 1:0.
Nur elf Minuten später erhöhte Kaiserslautern. Nach einem Freistoß von Marlon Ritter sprang der Ball vor Torhüter Bernat noch einmal auf, der dänische Keeper ließ die Kugel nach vorne abklatschen. Mergim Berisha war zur Stelle und schob aus kurzer Distanz zum 2:0 ein (14.). Für den Winter-Neuzugang war es im vierten Pflichtspiel der erste Treffer im Trikot des FCK.
Der frühe Doppelschlag brachte die Gastgeber in eine komfortable Situation. Karlsruhe fand kaum Zugriff auf die Partie, während Kaiserslautern Ball und Gegner laufen ließ.
Karlsruhe offensiv lange zu ungefährlich
Auch im weiteren Verlauf der ersten Halbzeit blieben die Pfälzer die aktivere Mannschaft. Skyttä hätte mit einem direkt getretenen Freistoß beinahe auf 3:0 erhöht, sein Versuch strich jedoch knapp über das Tor (22.).
Kurz vor der Pause verhinderte Bernat mit zwei starken Paraden gegen Sahin und Joly einen noch höheren Rückstand für den KSC. So blieb es zur Halbzeit beim verdienten 2:0 für die Gastgeber.
Lautern verpasst früh die Entscheidung
Auch nach dem Seitenwechsel kam Kaiserslautern zunächst zu guten Möglichkeiten. Skyttä vergab nach Vorarbeit von Mika Haas eine aussichtsreiche Chance (48.). Wenig später traf Luca Sirch nach Zuspiel von Joly lediglich den Innenpfosten (58.).
Der Karlsruher SC wurde nach rund einer Stunde zwar etwas mutiger, blieb jedoch weiterhin ideenlos in der Offensive. Ein Abschluss von Fabian Schleusener wurde von Lauterns Verteidiger Ji-Soo Kim geblockt.
Emreli sorgt für den Schlusspunkt
Mit zunehmender Spielzeit zog sich der FCK etwas zurück und setzte auf schnelle Umschaltmomente. Karlsruhe hatte zwar mehr Ballbesitz, kam jedoch nur selten gefährlich vor das Tor von Julian Krahl.
Kurz vor dem Abpfiff bot sich den Gästen noch eine gute Gelegenheit: Fabian Schleusener scheiterte jedoch aus kurzer Distanz am stark reagierenden Lauterer Torwart.
In der Nachspielzeit machte der eingewechselte Mahir Emreli schließlich alles klar. Nach einem schnellen Angriff traf er zum 3:0-Endstand und sorgte für großen Jubel im Fritz-Walter-Stadion. Es war zugleich sein erstes Tor in der 2. Bundesliga für Kaiserslautern.
Stimmen zum Spiel
KSC-Trainer Christian Eichner zeigte sich nach der Partie selbstkritisch:
„Wir haben das Spiel in den ersten 15 Minuten durch individuelle Fehler verloren. Bis auf die Schlussphase hatten wir kaum Zugriff auf diese Partie.“
Auf Lauterer Seite freute sich Torschütze Semih Sahin über einen gelungenen Derbytag:
„Das war ein perfekter Tag für uns. Wir wussten, wie wichtig dieses Derby ist. Der Druck war groß, aber wir haben gut standgehalten und verdient gewonnen.“
FCK darf wieder nach oben schauen
Durch den Heimsieg bleibt der 1. FC Kaiserslautern mit nun 40 Punkten auf Tabellenplatz sieben der 2. Bundesliga. Bei noch acht ausstehenden Spielen beträgt der Rückstand auf den Relegationsplatz derzeit acht Zähler.
Der Karlsruher SC bleibt mit 34 Punkten im Tabellenmittelfeld und hat weiterhin acht Punkte Vorsprung auf den Relegationsrang.
Für den FCK war der Derbyerfolg jedoch vor allem eines: ein wichtiges Signal im Saisonendspurt – und ein emotionaler Sieg vor den eigenen Fans auf dem Betzenberg.