White Wings Hanau

White Wings gewinnen auch gegen Ulm

Wer hätte das gedacht: Nachdem die WHITE WINGS Hanau eine ganze Weile ihrer Form hinterherliefen, hat sich das Team eindrucksvoll zurückgemeldet. Bereits am vergangenen Spieltag gelang ein mehr als beachtlicher Sieg gegen Koblenz und auch in dieser Woche schafften die Hanauer es erneut, ein Top-5-Team zu besiegen. Auswärts setzten sie sich knapp aber nicht unverdient mit 83:86 gegen die OrangeAcademy durch.

In der ersten Halbzeit spielten beide Teams zunächst weitgehend auf Augenhöhe. Gerade im ersten Viertel wechselte die Führung hin und her, im zweiten Viertel blieb Ulm dann dauerhaft in Front. Die White Wings behielten jedoch die Konzentration und ließen so den Rückstand nie zu groß werden. „In der ersten Hälfte haben wir einen guten Job in der Defense gemacht, hatten jedoch starke Probleme, uns Rebounds zu erkämpfen. Dadurch konnten wir uns nur selten zweite Chancen sichern und entsprechend im Verlauf der Halbzeit auch keine Führung mehr herausspielen“, so White-Wings-Headcoach Marti Zamora.

Ab der Hälfte des dritten Spielabschnitts gerieten die Grimmstädter dann in eine Schwächephase. Weiterhin holte die Mannschaft zu wenige Rebounds und schaffte es zeitgleich immer seltener, den Ball im Korb unterzubringen. Ulm nutzte dies konsequent aus und ging zu Ende des dritten Viertels mit 71:61 in Führung.

Für die OrangeAcademy sah es bereits so aus, als könnte es ein erfolgreicher Abend werden. Doch das letzte Viertel sollte das mit Abstand stärkste für die White Wings werden. Das Team meldete sich zunächst mit einem 8:0-Lauf aus der Pause zurück, ging jedoch anschließend erneut mit neun Punkten in Rückstand. Glücklicherweise ließ sich die Mannschaft davon jedoch nicht verunsichern. „Im entscheidenden Moment haben die Jungs heute einen Schritt nach vorne gemacht. Alle Spieler haben den Gameplan beachtet und um jeden Ball gekämpft. Das hat es uns ermöglicht, uns einen starken Run zu erarbeiten, inklusive einfacher Abschlüsse und einem auf unsere Seite kippenden Momentum“, sagt Zamora.

In nicht einmal zwei Minuten kam das Team auf ein 78:77 heran. Und während Ulm über Michael Rataj und Topscorer Marc-Antoine Thibault Loemba noch einmal vier Punkte holen konnte, waren die White Wings auf der Gegenseite immer wieder aus kurzer Distanz erfolgreich und gingen mit 1:28 Minuten Restzeit auf der Uhr erstmals wieder in Führung.

Als Niklas Krause dann per Freiwurf und anschließendem, schwierigen Mitteldistanzwurf auf ein 81:85 stellte, war Ulm 28 Sekunden vor Schluss plötzlich zum Treffen verdammt. Nach einem folgerichtigen Timeout ihres Headcoachs traf die OrangeAcademy – allerdings nur für zwei Punkte zum 83:85. Somit war Hanau bei 21 Sekunden Restzeit im Angriff.

Diese wollten die White Wings natürlich per langsamem Spielaufbau herunterspielen, Ulm unterbrach den Angriff jedoch per Foul und schickte JD Tisdale an die Freiwurflinie. Er versenkte den zweiten Wurf, bei einem Zwischenstand Von 83:86 musste Ulm nun also per Dreier erfolgreich sein.

Diesen wollte Tobias Jensen werfen – traf dabei nicht, wurde jedoch von Philip Hecker gefoult und entsprechend für drei Freiwürfe an die Linie geschickt. Jensen hatte somit die Chance, den Ausgleich doch noch zu holen. Bei vier Sekunden Restzeit lagen dann jedoch die Nerven blank und Jensen verfehlte alle drei Würfe. Die Ulmer holten dann noch einmal den Rebound und Marius Stoll schaffte es, erneut von jenseits der Dreier-Linie zu werfen. Auch er war nicht erfolgreich. Bei einem erneuten Wurfversuch pfiffen die Schiedsrichter zunächst ein Foul gegen Hanau. Gleichzeitig ereignete sich jedoch ein Kuriosum: Die Spieluhr in der Halle stand seit Jensens drittem Freiwurf. Entsprechend mussten die Unparteiischen nun also beraten, was zuerst passiert war – das Spielende oder das Foul. Letztlich entschieden die Schiedsrichter, das Ende des Spiels zu pfeifen. In einem äußerst spannenden Finish hatten die White Wings somit glücklich, aber in Anbetracht der starken Leistung mit einem 12:25 im letzten Viertel dennoch verdient die Punkte aus Ulm entführt.

„Für uns war das heute erneut ein toller Teamerfolg“, lobt Headcoach Marti Zamora. Nachdem die WHITE WINGS Hanau in den vergangenen Wochen bereits relativ sicher mit einer Beteiligung an den Playdowns rechneten, bestehen nun doch noch reelle Chancen auf einen Last-Minute-Einzug in die Playoffs. Aber: „Für uns ist nun natürlich auch ein Druck da, denn wenn wir kommende Woche nicht gegen Gießen gewinnen, waren die beiden vergangenen Erfolge umsonst.“

Hanau hat es nächste Woche in einem Finalspiel in der Hand, einige Fehler dieser Saison wettzumachen. White-Wings-Geschäftsführer erhofft sich hierfür eine tolle Kulisse: „Am kommenden Samstag brauchen wir viele Fans in der Halle, die uns tatkräftig unterstützen, um die Sensation zu schaffen und doch noch in die Playoffs einzuziehen.“

Quelle: Pressemeldung White Wings Hanau

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