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Was kann Mainz 05 noch erreichen: Ist bei Bo Svensson die Luft raus?

Mit großem Optimismus startete der 1. FSV Mainz 05 in die laufende Spielzeit. Nach der knapp verpassten Qualifikation für einen europäischen Wettbewerb in der abgelaufenen Spielzeit sollte der Weg in dieser Saison endlich wieder nach Europa führen. Mit dem Saisonstart konnten die Verantwortlichen der 05er durchaus zufrieden sein. Doch durch durchwachsene Leistungen in den letzten Spielen richtet sich der Blick mittlerweile eher in Richtung Abstiegszone.
Die Mannschaft von Trainer Bo Svensson gilt als Wundertüte. So konnte unter anderem gegen Champions League-Aspirant RB Leipzig ein Unentschieden erkämpft werden. Gleichzeitig verloren die Mainzer gegen Abstiegskandidat Schalke 04 mit einer unterirdischen Leistung. Dementsprechend gelten Spiele von Mainz 05 als besonders schwierig vorherzusagen. Insbesondere für alle Freunde von Bundesliga Wetten sind die Matches also sehr interessant. Hier locken Buchmacher mit lukrativen Quoten.
Fakt ist: Für Mainz 05 ist in dieser Saison alles drin. Sowohl ein Kampf um die Qualifikation für Europa als auch harter Überlebenskampf in der Abstiegszone.


Vom Traum von Europa zur Abstiegsangst: der Saisonstart von Mainz 05!


Die bisherige Saison verlief für den 1. FSV Mainz 05 ein wenig wie eine Achterbahnfahrt. Mit großen Ambitionen und einer riesigen Vorfreude starteten die Rheinhessen in die Spielzeit 2022/23 der deutschen Fußball-Bundesliga. Im Umfeld des Vereins waren sich viele einig: In dieser Saison soll Europa angepeilt werden.
Mit einem überzeugenden Saisonstart unterstrichen die 05er ihre Ambitionen. Schnell konnte sich die Mannschaft von Bo Svensson im oberen Tabellendrittel festsetzen. Unter anderem konnten Siege gegen den VfL Bochum, den FC Augsburg und Borussia Mönchengladbach eingefahren werden.
Doch schnell verlor das Team die Konstanz. So sorgten durchwachsene Leistungen in den vergangenen Wochen dafür, dass mittlerweile nur noch wenig von der anfänglichen Euphorie zu spüren ist. Niederlagen gegen die TSG Hoffenheim, den SC Freiburg, den VfL Wolfsburg und Schalke 04 befestigten einen allmählichen Abstiegstrend.
So finden sich die Mainzer inzwischen im grauen Mittelfeld der Bundesliga-Tabelle wieder. Zu diesem Zeitpunkt der Saison eine durchaus gefährliche Position. Zwar sind mit einer kleinen Siegesserie die Plätze zur europäischen Qualifikation wieder in Reichweite, gleichzeitig droht bei weiteren Niederlagen der endgültige Absturz in die Abstiegszone.
Ein Szenario, welches vor wenigen Wochen noch für unmöglich gehalten wurde. So träumten die Spieler der 05er bis vor kurzem noch von Europa. Vor allem im Abstiegskampf müsste die Mannschaft dann schnell den Kampf annehmen und sich auf die neue Situation einstellen.


Rückblick auf die vergangene Saison: Erfolgstrainer Bo Svensson macht den Unterschied aus!


Doch es gibt durchaus berechtigte Hoffnung für die Mannschaft aus Mainz. So spricht einiges dafür, dass sich das Team von Trainer Bo Svensson im Laufe der Saison fängt und am Ende nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben wird. Aufbauen können die Mainzer dabei auf den Leistungen aus der vergangenen Spielzeit.
Damals kämpften die 05er bis zum Ende um die Qualifikation für das internationale Geschäft. Trotz der am Ende verpassten internationalen Plätze waren ein Großteil der Verantwortlichen und Fans der Mainzer zufrieden.
Das lag vor allem an der Art und Weise, wie die Mannschaft Fußball spielte. Trainer Bo Svensson impfte seinen Spielern einen intensiven Mentalitätsfußball ein. So stellte der Verein aus der Landeshauptstadt von Rheinland-Pfalz am Ende der Saison sogar die viertbeste Defensive der Liga.
Mit Blick auf die laufende Saison wurde das Verpassen des internationalen Wettbewerbs sogar als Vorteil angesehen. Im Vergleich zu den Konkurrenten aus Freiburg, Berlin und Köln hat die Mannschaft nicht mit einer Dreifachbelastung zu kämpfen.


Sorgen in der Abwehr: Hoher Qualitätsverlust durch Spielerabgänge im Sommer?


Trotzdem befindet sich das Team von Kapitän Silvan Widmer durch durchwachsene Leistungen in der jüngsten Vergangenheit in einer gefährlichen Ausgangslage. Mittlerweile richten viele den Blick eher in Richtung Tabellenkeller.
Insbesondere die Abwehr von Mainz 05 stellt in dieser Saison eine Baustelle dar. Gehörte die Defensive in der vergangenen Spielzeit noch zu den besten der Liga, präsentiert sie sich in der laufenden Saison oftmals löchrig und instabil. Kein Wunder, denn das Team musste in der sommerlichen Transferperiode zwei ihrer besten Defensiv-Spieler ziehen lassen.


So wechselte der ehemalige Kapitän, Publikumsliebling und Abwehrchef Moussa Niakhaté zu Nottingham Forest in die englische Premier League. Außerdem verließ sein kongenialer Partner in der Abwehr, Jeremiah St. Juste, den Verein in Richtung Portugal, zu Sporting Lissabon.
Ein herber Qualitätsverlust im eigenen Defensivverbund. Kein Wunder also, dass die Abwehr in der laufenden Saison noch nicht auf dem Level der vergangenen Spielzeit ist. Trotzdem lässt die Qualität in der Mannschaft hoffen, dass die sportliche Talfahrt schnell ein Ende findet. So verloren die 05er vor der Saison zwar einige Leistungsträger, interessante Neuverpflichtungen haben allerdings bereits bewiesen, dass sie den Qualitätsverlust auffangen können.


Hoffnung für den 1. FSV Mainz 05: Kader, Trainer & Konstanz


Durch die Spielerverkäufe nahmen die 05er vor der Saison über 20 Millionen Euro ein. Unter anderem konnte Innenverteidiger Maxim Leitsch vom Ligakonkurrenten VfL Bochum zu den Mainzern gelockt werden. Er sollte vor allem durch seine Athletik und Geschwindigkeit in die großen Fußstapfen seiner Vorgänger treten. Darüber hinaus konnte mit Anthony Caci von vom französischen Club Racing Straßburg ein flexibler Defensiv-Spieler von einem Wechsel nach Rheinhessen überzeugt werden.
Mit Königstransfer Angelo Fulgini von Angers SCO erhofft sich der Verein von Sportdirektor Martin Schmidt größere Kreativität in der Offensive. Zusammen mit dem gefährlichen Offensiv-Duo Jonathan Burkardt und Karim Onisiwo sollte Fulgini für die Tore der 05er sorgen. Bisher ist allerdings ausschließlich der Österreicher Onisiwo in Topform. Durch seine Schnelligkeit, Präsenz und Dynamik ist er für die Mainzer mittlerweile unverzichtbar. Er bestreitet wichtige Zweikämpfe, setzt seinen Körper clever ein und reißt so wichtige Lücken, auch für seine Mitspieler.
Doch der einstige Hoffnungsträger Bo Svensson schafft es in dieser Saison nicht, die Qualitäten der anderen Spieler einzusetzen. In der Vergangenheit entwickelte der dänische Trainer die Mannschaft stetig weiter und formte ein Team, welchem eine besonders starke Mentalität zugesprochen wurde. Davon ist mittlerweile nur noch wenig zu sehen.


Fazit: Mainz 05 steht am Scheideweg


Die Saison der Fußball-Bundesliga ist noch lang. Dementsprechend ist für Mainz 05 noch alles drin. Doch die Mannschaft von Trainer Bo Svensson sollte schnell die Kurve kriegen und sich durch einige Siege von der gefährlichen Abstiegszone entfernen. Vor allem die einst äußerst stabile Abwehr gilt es wiederzubeleben. Dann wäre in Zukunft sogar ein Blick auf die internationalen Ränge möglich.

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