Samstag, Juli 4, 2020

Scheinbaustelle stillgelegt: Stadt hilft Mietern und untersagt Nutzung eines Gerüsts

Die Errichtung von Scheinbaustellen ist nur eines von vielen Instrumenten, mit denen unredliche Vermieter ihren Mietern das Leben erschweren. Nicht selten wird...

Neuste Meldung

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Wiesbaden/Rheingau: Trickbetrüger wieder mit neuer Masche unterwegs. Und weitere Meldungen

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Was ist Respekt? – Jugendliche diskutieren mit Geschäftsführung und Mitarbeitern des Jobcenters

„Frankfurt zeigt Respekt. Für jeden Menschen. Jeden Tag“: Die Wanderausstellung ist in diesen Wochen im Eingangsbereich des Jugend-Jobcenters zu sehen. Am Dienstag, 12. November, hat das Jugendjobcenter im Hainer Weg 44 zu einer Diskussionsrunde zum Thema „Respekt“ eingeladen.

Der Präventionsrat der Stadt Frankfurt am Main will mit der Kampagne dem Verlust von Respekt im alltäglichen Miteinander begegnen. Auf acht verschiedenen Plakatmotiven sind in flächigen Farben gemalt typenhafte Frauen und Männer zu sehen, die stellvertretend häufige Vorurteile, wie etwa unterschiedliches Aussehen, Alter, Herkunft oder Einstellung und dergleichen thematisieren. Durch provokative Fragen auf den Plakaten sollen die Betrachter zum Nachdenken angeregt werden.

Claudia Czernohorsky-Grüneberg, Geschäftsführerin des Jobcenters Frankfurt, hat die Ausstellung zum Anlass genommen, neue Wege der Begegnung zu gehen.

Gemeinsam mit zehn Jugendlichen, die am Arbeitsförderungsprogramm der „Joblinge“ teilnehmen, diskutierten Czernohorsky-Grüneberg, Klaus-Dieter Strittmatter, Geschäftsstellenleiter des Präventionsrates, und Mitarbeiter des Jugendjobcenters darüber, was Respekt eigentlich bedeutet, welche Erwartungen jeder damit verbindet und warum Respektlosigkeit keinem weiterhilft.

„Der gegenseitige respektvolle Umgang zwischen unseren Kundinnen und Kunden und unseren Mitarbeitenden ist wichtig. Denn nur, wenn wir uns auf Augenhöhe begegnen und uns gegenseitig verstehen lernen, gelingt es, eine Basis zu schaffen, dass beide Seiten die Beratung als konstruktiv erleben“, bekräftigt Czernohorsky-Grüneberg.

„Jeder erwartet, respektvoll behandelt zu werden. Und das zurecht. Doch wenn es darum geht, den anderen auch zu respektieren, dann sieht das oft anders aus“, sagt Strittmatter. Dies sei auch der Grund, warum die Stadt und der Präventionsrat mit diesen auffälligen und provokativen Plakaten jeden Einzelnen zum Nachdenken anregen wollen. Und dass Respekt jeden angeht, zeigt die rege Anteilnahme an der Diskussion. Die Jugendlichen zeigen im Gespräch, dass die Vorstellungen von respektvollem Verhalten vielfältig sind, alle sind sich aber einig, dass Respekt eine Grundvoraussetzung für ein friedliches Zusammenleben ist.

Respekt im Wortsinn bedeutet: „noch einmal hinschauen“ – auf Situationen, Menschen, Begegnungen. Die Mitarbeiter des Jobcenters und die Jugendlichen hatten in dieser Runde die Gelegenheit, sich neu zu begegnen.

Dass beide Seiten es ernst meinen und respektvoll miteinander umgehen wollen, zeigte der disziplinierte Ablauf der Diskussion. Jeder ließ den anderen ausreden. Auch dass die Diskussion überhaupt zustande gekommen ist, zeigt, wie wichtig Respekt für uns alle ist. Klaus-Dieter Strittmatter freut sich, dass die Ausstellung zu einem Gesprächsformat wie diesem angeregt hat. Er bedankt sich bei allen Beteiligten für die bereichernde Diskussion. Claudia Czernohorsky-Grüneberg sieht sich bestätigt, dass persönliche Begegnungen den gegenseitigen Respekt und Verständnis fördern.

„Die Chance sich außerhalb des gewohnten Kontextes gemeinsam mit dem Thema Respekt auseinanderzusetzen, hat sehr zum Nachdenken angeregt. Wir haben gemerkt, wie wertvoll es sein kann, kurz innezuhalten und gemeinsam zu reflektieren, was für einen respektvollen Umgang wichtig ist. Es hilft, miteinander zu reden und den Humor nicht zu verlieren!“, sagt Christiane Schubert, stellvertretende Regionalleiterin der JOBLINGE gAG Frankfurt RheinMain.

Die Wanderausstellung ist noch bis Ende November im Jugendjobcenter am Hainer Weg 44 zu sehen. Danach kann sie wieder von städtischen Ämtern, Frankfurter Betrieben oder Firmen gebucht werden. Kontakt und weitere Informationen dazu gibt es bei der Geschäftsstelle des Präventionsrats, Telefon 069/212-35443, E-Mail praeventionsrat@stadt-frankfurt.de

Weitere Informationen zur Kampagne finden sich unter https://www.gewalt-sehen-helfen.de/de/kampagne-respekt-frankfurt-zeigt-respekt-fuer-jeden-menschen-jeden-tag_8095.html im Internet.

Hintergrundinformation

Die gemeinnützige Aktiengesellschaft „Joblinge“ richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 25 Jahren, die Anschluss an den Ausbildungs- oder Arbeitsmarkt suchen. Im Rahmen eines sechsmonatigen Programms werden sie auf eine betriebliche duale Ausbildung oder eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt vorbereitet.

Quelle: Pressemeldung der Stadt Frankfurt am Main – Foto: Präventionsrat Frankfurt

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