Neue dreiköpfige Geschäftsleitung und Wirtschaftsbeirat

Krick: Trainingszentrum „entscheidende Zukunftsfrage“

„Wenn Sie wüssten, wen wir schon sicher haben…“ – Den vielzitierten Hoeneß-Ausspruch haben sich die United Volleys Frankfurt scheinbar als Ansporn dienen lassen und (anders als der Fußball-Rekordmeister) bereits Ende Mai Vollzug bei der Zusammenstellung ihres Kaders für die Saison 2019/20 vermeldet. Große Namen wie der Australier Luke Smith oder Belgiens Nationalzuspieler Matthias Valkiers haben mittlerweile ihre Wohnungen in der Mainmetropole bezogen, werden wegen internationaler Verpflichtungen aber erst in einigen Wochen endgültig im Training sein. Allein der Kapitän der japanischen Nationalmannschaft, Masahiro Yanagida, war noch nicht in Frankfurt. Er wird erst nach dem World Cup im Land des Olympia-Gastgebers Mitte Oktober dazustoßen. Derweil stellt sich der dreifache Meisterschafts-Bronzemedaillengewinner und Europacup-Teilnehmer auch im organisatorischen Bereich neu auf. „Nachdem ich selbst in den vergangenen Jahren stark ins operative Geschäft involviert war, erfolgt nun der von Beginn an geplante Wechsel zu einer breiter angelegten Führungsstruktur“, erklärt Team-Gründer Jörg Krick.

Seit September gibt es nun eine dreiköpfige Geschäftsleitung. Für das wichtige Thema Vertrieb und Partnermanagement konnte als Geschäftsführer Michael Elm dazugewonnen werden. Der 53-jährige unterstützt die Uniteds bereits seit einem Jahr und konnte insbesondere bei der Akquise neuer Sponsoren einiges bewegen. Nach verschiedenen Positionen in der freien Wirtschaft in der Vergangenheit war er unter anderem Mitglied der Geschäftsführung der deutschen Rugby-Marketinggesellschaft und anschließend in diversen weiteren Projekten im Sport- und Eventbereich tätig. „Er wird sich in seiner neuen Funktion weiterhin in erster Linie auf den Vertrieb konzentrieren, um dieses Kernthema noch mehr voranzubringen“, kündigt Jörg Krick an. Mit Nicole Tonn (Organisation und Events) und Jan Wüntscher (Marketing und Sport) rücken zwei sehr erfahrene United-Mitarbeiter der ersten Stunde in die Geschäftsleitung auf. Ihre Bereiche erhalten noch mehr Verantwortung und Eigenständigkeit.

Partner noch enger binden – Krick bleibt an Bord

Mit Kristin Züfle kümmert sich anstelle von Sebastian Reus zudem eine neue Teammanagerin um sämtliche organisatorische Belange rund um Spieler und Trainer. Dabei steht ihr mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung im Profisport Erwin Jestadt als Leiter Mannschaft und Logistik unterstützend zur Seite. Den bisherigen Aufgabenbereich Marketing / Schul- und Vereinsaktionen von Aljoscha Grabowski, der die United Volleys nach vier Jahren verlassen hat, teilen sich mit Amir Salihi und Thilo Popp zwei weitere neue Mitarbeiter. Im  Bereich Ticketing und Events ist mit Alexandra von Müller ebenfalls eine Kraft hinzugekommen. Jörg Krick bleibt als Gesellschafter weiter an Bord und will sich verstärkt neuen Schwerpunkten rund um die Entwicklung des Bundesligateams widmen. Zum einen hat er sich für die kommende Saison vorgenommen, einen Wirtschaftsbeirat für die United Volleys zu installieren.

„Wir haben in den vergangenen vier Jahren schon eine ganze Reihe von Freunden und Unterstützern aus Wirtschaft und Politik für unsere Ziele gewinnen können. Diese möchten wir gern mit ihrem professionellen Know-how und ihren Kontakten noch enger an uns und das Team binden – ob in einer beratenden Funktion oder sogar als neue Gesellschafter“, beschreibt der IT-Unternehmer. In einer Metropole wie Frankfurt spiele der Sport immer eine wichtige Rolle, stehe für Engagement und Emotionen sowie Bindungen, die zwischen Menschen entstehen und tagtäglich mit großer Leidenschaft gelebt werden. Überhaupt, so Jörg Krick, ermögliche die veränderte Rollenverteilung bei den United Volleys eine neue Herangehensweise. „In Zukunft darf es nicht mehr heißen, der Krick macht das schon. Angesichts dessen, was wir mit den Uniteds in kurzer Zeit an Begeisterung und sportlichen Erfolgen auf die Beine gestellt haben, tragen auch andere Verantwortung, allen voran die Sportstadt Frankfurt.“

Wintersporthalle als „Zuhause“ für Profis und Nachwuchs

In den vergangenen Monaten habe er bereits beobachtet, „dass das Bewusstsein dafür steigt und plötzlich Dinge in Bewegung kommen. Wenn wir unseren steilen Aufstieg fortsetzen wollen, braucht es dazu mehr starke Schultern als nur meine eigenen“, wirbt er um mehr Unterstützung. Ein besonderes Projekt, das er auf dieser Grundlage schnellstmöglich angehen will, ist das von den United Volleys seit langem ersehnte Volleyball-Trainingszentrum in Frankfurt. Nach Kricks Plan soll die bereits seit 2015 von den Uniteds genutzte Wintersporthalle an der Commerzbank Arena dieses „Zuhause für Volleyball in Frankfurt“ werden. Schon vor längerer Zeit hatte man deshalb gemeinsam vorgeschlagen, dass sich neben den United Volleys auch das Volleyball-Internat Frankfurt, der Hessische und der Deutsche Volleyballverband die 1927 erbaute Halle mit ihrer beeindruckenden Architektur und der für Volleyball optimalen Höhen als exklusive Nutzer mit ihren Profi- und Nachwuchsteams teilen könnten.

„Wenn zum Beispiel die jungen Internatler neben der Schule jeden Tag noch fast eine Stunde hin und her gefahren werden müssen, um zum Training zu kommen, macht das doch keinen Sinn. Bei unserem Modell wären es gerade fünf Minuten“, betont Krick. Gleichzeitig wäre ein solches Zentrum für die United Volleys die Grundvoraussetzung, um eigene Strukturen im Nachwuchsbereich aufbauen zu können – ähnlich wie dies die Skyliners-Basketballer und andere unter vergleichbaren Rahmenbedingungen realisiert hätten. „Nach vier Jahren erfolgreicher Arbeit haben wir zusammen mit dem Volleyball-Internat, das schon seit 1983 in Frankfurt besteht, endlich ein professionelles Zuhause verdient. Gemeinsam haben wir immerhin die meisten A-Kader-Athleten für Volleyball in Deutschland hervorgebracht. Alle gratulieren uns dazu, aber nun ist es auch zwingend an der Zeit, dass wir wie alle anderen Vereine in Frankfurt eine feste Heimat und eine klare Zukunftsperspektive bekommen“, macht er deutlich.

Quelle: Pressemeldung United Volleys Frankfurt