Elversberg holte spät wichtige Auswärtspunkte in Karlsruhe siegte in der Nachspielzeit mit 3:2
Die SV Elversberg hat in einem hochintensiven Zweitliga-Duell einen 3:2-Auswärtssieg beim Karlsruher SC gefeiert. In einem emotionalen Schlagabtausch im BBBank Wildpark sicherte Joker Keidel den Gästen in der Nachspielzeit den lange ersehnten Erfolg – und damit den Sprung in die Spitzengruppe der 2. Bundesliga. Für Karlsruhe hingegen bedeutete die Niederlage einen Rückschlag im Rennen um die oberen Tabellenplätze.
Ausgangslage: Beide Teams wollten Anschluss an die Spitze
Karlsruhes Trainer nahm nach der 1:3-Derbyniederlage vor der Länderspielpause mehrere personelle Veränderungen vor, während Elversbergs Coach Vincent Wagner seine Mannschaft nur auf einer Position umstellte: Günther ersetzte Keidel hinten links. Trotz starkem Saisonstart hatten die Saarländer zuvor vier Spiele in Serie nicht mehr gewonnen. Mit einem Dreier wollten beide Teams wieder Boden auf die zuletzt patzenden Spitzenklubs aus Paderborn und Schalke gutmachen.
Frühe Chancen – dann profitierte Elversberg von KSC-Schnitzer
Die Partie begann intensiv auf beiden Seiten. Franke setzte nach einem Wanitzek-Standard per Kopf den ersten Karlsruher Abschluss, doch Elversbergs Torhüter Kristof packte sicher zu (6.). Nur Sekunden später tauchte Ebnoutalib nach einem präzisen Zuspiel frei vor KSC-Keeper Bernat auf, scheiterte jedoch am glänzend parierenden Schlussmann (7.).
In der 26. Minute bestrafte Elversberg dann einen folgenschweren KSC-Fehler. Franke verlor als letzter Mann gegen den anlaufenden Conté den Ball, der anschließend mustergültig auf Ebnoutalib querlegte. Der Angreifer schob unbedrängt zur verdienten 1:0-Führung ein. Kurz vor der Pause verpasste Ebnoutalib das mögliche 2:0 freistehend (45.+2.).
Mit kontrolliertem Ballbesitz, klarer Struktur und mehr Durchschlagskraft dominierte die SVE die erste Hälfte und ging folgerichtig mit Vorsprung in die Kabine.
Karlsruhe kam stark zurück – doch Elversberg reagierte eiskalt
Nach dem Seitenwechsel zeigte sich der KSC deutlich griffiger und offensiver. Die Badener erhöhten das Tempo, Elversberg blieb jedoch zunächst torgefährlicher. In der 59. Minute blockte Pinckert einen Simic-Abschluss kurz vor der Linie spektakulär.
Drei Minuten später belohnte sich Karlsruhe für den Aufwärtstrend: Nach einer Kopfballablage von Schleusener blieb Simic im Strafraum geduldig, setzte einen Haken und traf flach zum 1:1 (62.). Die Antwort der Gäste folgte jedoch prompt. Elversberg gewann im Pressing den Ball, Schmahl legte auf Petkov ab, der ihn präzise in den linken Winkel jagte – ein sehenswerter Treffer zum 2:1 (54.).
Joker-Tore, Latte, Drama – und ein spätes Happy End für die SVE
Elversberg blieb gefährlich, ließ aber in der 80. Minute die Vorentscheidung liegen, als Zimmerschied frei an Bernat scheiterte. Das rächte sich: Simic erzielte in der 83. Minute per Kopf nach Herolds Flanke seinen zweiten Treffer und stellte auf 2:2.
In der Nachspielzeit lag die Führung erneut in der Luft – Schmahls artistischer Hackenabschluss landete allerdings an der Latte (90.+3.). Doch Elversberg blieb hartnäckig. Im letzten Angriff legte Schnellbacher im Strafraum quer, Keidel schob platziert ins linke Eck und entschied die Partie zugunsten der Gäste (90.+4.).
Tabellenbild: Elversberg kletterte, Karlsruhe rutschte ab
Mit dem späten Auswärtssieg beendete die SV Elversberg ihre Negativserie und sprang auf Tabellenplatz drei. Der Karlsruher SC hingegen verpasste eine wichtige Chance im Aufstiegsrennen und fiel auf Rang acht zurück. Während Elversberg mit neuer Energie in die kommenden Wochen geht, muss Karlsruhe die defensive Anfälligkeit und individuellen Fehler dringend aufarbeiten.