Großeinsatz in Saarlouis: Zwei Mitarbeiter bei Austritt von Schwefelwasserstoff schwer verletzt
Saarlouis: Zwei Schwerverletzte nach Austritt von Schwefelwasserstoff – Feuerwehr und Rettungshubschrauber im Großeinsatz
Saarlouis. Ein Gefahrstoffaustritt hat am Dienstagnachmittag einen umfangreichen Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei in einem Gewerbegebiet in Saarlouis ausgelöst. Bei einem Betriebsunfall in einem Entsorgungsunternehmen wurden zwei Mitarbeitende schwer verletzt. Zeitweise wurde die Bevölkerung über die Warn-App NINA informiert. Nach Angaben der Einsatzkräfte bestand jedoch zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Anwohner.
Schwefelwasserstoff tritt in Industriehalle aus
Der Vorfall ereignete sich am Dienstag (7. Juli 2026) gegen 16 Uhr in einer geschlossenen Industriehalle eines Entsorgungsunternehmens.
Nach ersten Erkenntnissen trat dort Schwefelwasserstoff aus. Zwei Mitarbeitende des Unternehmens wurden durch das Ereignis schwer verletzt und mussten umgehend medizinisch versorgt werden.
Feuerwehr mit ABC-Zug im Einsatz
Aufgrund des Gefahrstoffaustritts rückte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot aus. Neben zahlreichen Einsatzkräften kam auch der ABC-Zug zum Einsatz, der umfangreiche Messungen im und um den betroffenen Bereich durchführte.
Zusätzlich waren der Rettungsdienst mit mehreren Fahrzeugen sowie zwei Rettungshubschrauber vor Ort, um die medizinische Versorgung der Verletzten sicherzustellen.
NINA-Warnung wegen möglicher Geruchsbelästigung
Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass Gerüche des ausgetretenen Stoffes außerhalb des Betriebsgeländes wahrnehmbar sein könnten, wurde vorsorglich über die Notfall-Informations- und Nachrichten-App (NINA) eine Warnmeldung für das Stadtgebiet Saarlouis veröffentlicht.
Nach Abschluss der Messungen konnten die Einsatzkräfte jedoch Entwarnung geben. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nach aktuellem Stand nicht.
Straßen im Gewerbegebiet zeitweise gesperrt
Während des rund dreistündigen Einsatzes sperrte die Polizei mehrere Straßen im Gewerbegebiet ab. Dadurch kam es zeitweise zu Verkehrsbehinderungen.
Die Ursache für den Austritt des Schwefelwasserstoffs ist derzeit noch unklar und Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Weitere Informationen zum genauen Unfallhergang liegen bislang nicht vor.