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Rhine River Rhinos verlieren erstes Playoffs Halbfinale

Die Rhine River Rhinos verlieren ein spannendes erstes Playoffs Halbfinale gegen die RSB Thuringia Bulls vor großartiger Kulisse mit 62:86 (12:20 | 16:20 | 10:33 | 24:13). Damit zieht der amtierende deutsche Meister 1-0 in Führung der Serie. Nur mit einem Sieg in Elxleben können die Rhinozerosse noch ausgleichen und dann in einem potentiellen Spiel 3 die Serie für sich entscheiden.
Ohne Aliaksandr Halouski und Dylan Fischbuch starten die Thuringia Bulls ungewöhnlich, aber nicht minder motiviert in das Spiel. Die ersten Punkte erkämpfen sich die Gäste schnell bis die Hausherren aufwachen und gegen die hohe Presse der Gäste kämpfen. Die Bullen machen den Rhinozerossen sichtlich das Leben schwer, zwingen sie in schwere Würfe. Die Rhine River Rhinos finden ihren Rhythmus nur langsam und lassen sich zunächst das Spiel der Bulls aufdrücken. So zieht der amtierende Meister weg, doch wenn die Rhinozerosse eins ausmacht, dann ist es stets zu kämpfen. 12:20 nach zehn Minuten.
Auch im zweiten Viertel kämpfen die Wiesbadener gegen die hohe Defense der Gäste. Die Bullen behalten weiterhin die Oberhand des Spiels, doch die Rhinos bleiben dran. Punkt um Punkt holen sie immer wieder auf, kämpfen sich mit viel Ehrgeiz heran. Nur acht Punkte trennen sie dank unbändiger Teamleistung bevor die Bullen zum Ende des Viertels nochmals zwei drauf setzen. Trotzdem ist noch alles drin! Mit 28:40 geht es in die Halbzeit.
Das dritte Viertel beginnt gut bevor es dann leider rabenschwarz wird. Der eigene Korb ist wie zugenagelt – lediglich zehn Punkte gelingen den Wiesbadener Rollstuhlbasketballern über zehn Minuten, acht davon in den ersten vier des Viertels. Dagegen setzen die Bulls einen unbändigen 22-Punkte-Lauf innerhalb von sechs Spielminuten, auf den die Rhinozerosse keine Antwort finden. Immer wieder lassen sie sich in Turnover zwingen, die zur bitteren Achillesferse werden. Erst mit dem letzten Angriff des Viertels legen die Hausherren nochmal zwei Punkte drauf – 38:73 nach 30 Minuten.
Statt sich aufzugeben geben die Rhinozerosse im letzten Viertel noch einmal richtig Vollgas. Im stärksten Viertel für die Hausherren zeigen die Rhine River Rhinos ihre tatsächliche Stärke. Sie spielen befreit auf, zeigen ihre Klasse in Offense und Defense. Auch wenn immer noch zu viel liegen bleibt – 24 Punkte sind eine ordentliche Leistung gegen starke Bullen. Und trotzdem reicht es nicht. Es sind nur sechs Minuten Spielzeit, die fast die gesamte Differenz bescheren. Mit 62:86 geht der Sieg nach Thüringen.
Für die Rhine River Rhinos gilt es nun das Spiel noch einmal gezielt zu analysieren, um am kommenden Samstag über die von Coach Bowes so oft ausgerufenen 45 Minuten alles zu geben. Ehrgeiz, Leidenschaft und das Talent zu großartigem Basketball kann man den Dickhäutern in dieser Saison wirklich nicht absprechen. Nun braucht es zusätzlich eigentlich nur das Quäntchen Glück um die Überraschung zu schaffen und die Serie doch noch zu drehen.
Matthias Güntner: „Wir haben heute alles gegeben um ein gutes Spiel abzuliefern. Leider haben wir uns zu viele Turnover geleistet und hätten noch aggressiver spielen müssen in der Defensive. Jetzt müssen wir unsere Fehler analysieren und uns auf das nächste Spiel vorbereiten.“
Paul Bowes: „Heute war eine bittere Niederlage. Wir haben den Ball bis ins letzte Viertel nicht so laufen lassen, wie wir es können und die Turnover haben uns viel gekostet. Das Team hat nie aufgegeben und das letzte Viertel gewonnen, was ein gutes Zeichen für nächstes Wochenende ist. Die Bull sind ein Weltklasse-Team und wir müssen mit Weltklasse-Anstrengung in die nächste Woche starten. Ich habe Vertrauen, dass wir das schaffen und ein weitaus besseres Spiel spielen können.“
Mirko Korder: „Respekt und Glückwunsch an Thüringen, die heute von der ersten Sekunde an sehr fokussiert und über die ganze Strecke hinweg souverän agiert und so auch verdient gewonnen haben. Wir dagegen haben es heute leider nicht geschafft unsere Bestleistung abzurufen. Aber noch ist der Traum nicht vorbei, auch wenn die Buchmacher das vielleicht anders sehen, wir haben mit einem Sieg nächste Woche Samstag immer noch die Chance ein alles entscheidendes drittes Spiel zu erzwingen. Wr werden diese Woche über versuchen so viel wie möglich aus der heutigen Niederlage zu lernen und nächste Woche neu motiviert anreisen. Wir bedanken uns bei den Zuschauern, Fans, Partnern und Gästen für den tollen Support heute zuhause im Rhinos Dome!“
Für die Rhinos spielten und punkteten: Matthias Güntner und Louis Hardouin (jeweils 16 Punkte), Arinn Young (9), Andre Hopp (8), Chayse Wolf (7), Jim Palmer (4), Gijs Even (2), Svenja Mayer und Nicola Damiano.
Am kommenden Samstag, 09.04.2022, reisen die Rhine River Rhinos zum zweiten Spiel der Serie nach Elxleben. Hochball gegen die RSB Thuringia Bulls ist um 18 Uhr.

Quelle und Foto: Pressemeldung Rhine River Rhinos – Foto: Steffie Wunderl

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