Rheingau-Taunus-Kreis: Einbruch in Café und Telefonbetrug – Senior verliert Geld nach Anruf falscher Bankmitarbeiter
Bad Schwalbach / Taunusstein. Die Polizei im Rheingau-Taunus-Kreis ermittelt derzeit in zwei unterschiedlichen Fällen. Während Unbekannte in Bad Schwalbach in ein Café einbrachen und dabei erheblichen Sachschaden verursachten, fiel ein Senior in Taunusstein auf eine perfide Betrugsmasche herein und verlor durch einen Anruf angeblicher Bankmitarbeiter einen größeren Geldbetrag.
Einbruch in Café: Hoher Sachschaden wegen eines Starkstromkabels
Am vergangenen Wochenende verschafften sich bislang unbekannte Täter gewaltsam Zutritt zu einem Café im Badweg in Bad Schwalbach.
Der Einbruch wurde am Montagvormittag von Verantwortlichen des Cafés entdeckt. Nach bisherigen Erkenntnissen hebelten die Täter die Eingangstür auf und durchsuchten die Räumlichkeiten.
Als Beute nahmen die Einbrecher lediglich ein Starkstromkabel mit. Der entstandene Sachschaden durch das gewaltsame Eindringen fällt nach ersten Erkenntnissen jedoch deutlich höher aus als der Wert des entwendeten Gegenstands.
Die Polizeistation Bad Schwalbach bittet Zeugen, die im Laufe des Wochenendes verdächtige Personen oder Fahrzeuge im Bereich des Badwegs beobachtet haben, sich unter der Telefonnummer 06124 7078-0 zu melden.
Falsche Bankmitarbeiter bringen Senior um sein Geld
Bereits am Samstag, 4. Juli, wurde ein Senior aus Taunusstein Opfer einer professionell organisierten Betrugsmasche.
Nach Angaben der Polizei erhielt der Mann einen Anruf eines angeblichen IT-Mitarbeiters seiner Hausbank. Im Verlauf des Gesprächs gelang es dem Betrüger durch geschickte Gesprächsführung, das Vertrauen des Seniors zu gewinnen.
Schließlich überzeugte der Anrufer den Geschädigten, eine größere Geldsumme auf ein fremdes Konto zu überweisen. Erst später stellte sich heraus, dass es sich um einen Betrug handelte.
Polizei warnt eindringlich vor Telefonbetrügern
Die Polizei weist darauf hin, dass Betrüger ihre Vorgehensweisen ständig anpassen und ihre Opfer gezielt unter Druck setzen.
Dabei gilt grundsätzlich:
- Bankmitarbeiter werden niemals telefonisch dazu auffordern, Geld auf ein anderes Konto zu überweisen.
- Die Polizei oder Staatsanwaltschaft wird niemals Bargeld, Schmuck oder Wertsachen zur angeblichen Sicherung abholen.
- Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und beenden Sie verdächtige Telefonate sofort.
Wer Zweifel an der Echtheit eines Anrufs hat, sollte eigenständig die bekannte Telefonnummer seiner Bank wählen oder sich direkt an die örtliche Polizeidienststelle wenden.
Polizei appelliert an Angehörige
Gerade ältere Menschen geraten immer wieder ins Visier professioneller Betrüger. Die Polizei empfiehlt daher Angehörigen, regelmäßig über aktuelle Betrugsmaschen zu sprechen und insbesondere Senioren dafür zu sensibilisieren, niemals auf telefonische Aufforderungen zu Geldüberweisungen oder Herausgabe persönlicher Daten einzugehen.
Mit Aufmerksamkeit und einem gesunden Misstrauen lassen sich viele dieser Straftaten verhindern.