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Rhein-Main Patriots: Mit Rumpftruppe teuer verkauft

Patriots unterliegen mit krankheitsbedingt letztem Aufgebot 13:3 (2:0/4:2/7:1) in Augsburg. Junges Team mit nur 8 Feldspielern versuchte alles, zeigte einige sehenswerte Aktionen und gestalte das Spiel bis zur 25 Minute offen. Powerplay machte gerade in der Anfangsphase des Spiels den Unterschied zu Gunsten der Hausherren.
Die Patriots begannen konzentriert und zeigten in der Anfangsphase des Spiels, dass sie auch Auswärts auf Augenhöhe mit Topteams der Liga agieren können. Hinten kompakt stehend und stark verteidigend, vorne immer wieder mit schnellen gefährlichen Nadelstichen, so die Herangehensweise der Hessen. Die Führung auf dem Schläger, blieb auch eine Überzahlsituation, der Knackpunkt an diesem Tag, ungenutzt. In der 12. Minute dann die erste Unachtsamkeit vor dem Tor von Jannis Wagner und Luther der Nutznießer zum 1:0 für den TV Augsburg. Doch weiter taktisch konzentriert agierend die Patriots mit Chancen. David Lademann mit einem Pfostenschuss, in dieser Phase des Spiels die gefährlichste. Ein unglücklicher Zweikampf hinter dem Tor der Hausherren, Ben Pfeifer trifft mit seinem Schläger den Kopf des Augsburgers, bedeutete Strafzeit Patriots. Ein überraschtes „Warum“ von Neuzugang Henry Wellhausen ahndete der Unparteiische mit einer weiteren 2 Minuten Strafe. Doppelte Überzahl für Augsburg und so das 2:0 (15.). Knapp 2 Minuten vor Ende des ersten Drittels die Patriots mit einer weiteren Überzahl Situation. Doch auch hier scheiterte man am guten Markus Matula, oder an der fehlenden Präzision beim Abschluss. 2:0 der Pausenstand.
Im zweiten Drittel die Patriots besser aus der Kabine gekommen nach 21 Sekunden mit dem verdienten Anschlusstreffer durch Ben Pfeifer. Erneut eine Strafzeit für die Fuggerstädter und die Hessen mit der Möglichkeit zum Ausgleich. Denn Druck etwas erhöhend mit guten Torchancen, doch ein ums andere Mal Matuala auf dem Posten, und so blieb es bei der knappen Führung des TVA. In der Folge merkte man den Gästen die weite Reise und den äußerst dezimierten Kader an, und so die Patriots mit einem kurzzeitigen Durchhänger. Von der 26. bis zur 29. Spielminute erhöhte Augsburg auf 6:1 und die Patriots mussten sich kurz sammeln. Doch aufgeben ist nicht die Art der Niddataler, die weiter eine sehr ansprechende Leistung zeigten. Bestätigt mit dem 6:2 durch Boris Kharitonov in der 30. Spielminute und dem 6:3 zwei Minute später erneut durch Ben Pfeifer.
Mit diesem Ergebnis ging es in den Schlussabschnitt, doch nochmal alles versuchend die Patriots sichtlich nicht mehr so konzentriert und zielstrebig wie in den ersten beiden Dritteln. Augsburg mit der ganzen Erfahrung diese ausnutzend schraubte das Ergebnis weiter nach oben und kam am Ende zu einem verdienten, aber etwas zu hohen Erfolg gegen für ihre personellen Verhältnisse äußerst positiv auftretende Patriots, die dennoch mit erhobenem Haupt die Heimreise antraten und wissen, dass man bei numerisch größerer Spielerdecke absolut Wettbewerbsfähig ist.
„Für das, dass wir aufgrund der aktuellen Situation null eingespielt sind, kaum trainiert und wenige Spieler haben, bin ich mit der Einstellung meiner Mannschaft absolut zufrieden. Das bestätigte mir auch das Kompliment des Augsburger Kollegen nach dem Spiel. Ich denke der am Ende verdiente Sieg von Augsburg ist dennoch 3 bis 4 Tore zu hoch ausgefallen. Auch ein Extra-Kompliment geht an unsere Neuzugänge, die in unserer Lage sofort ins kalte Wasser geschmissen werden mussten aber dafür einen tollen Job machten, auch wenn es für sie nicht leicht ist. Meine Jungs haben alles gegeben und einiges an Erfahrung mitnehmen können, deshalb bin ich zuversichtlich mit einem breiteren Kader jedem Team der Liga das Leben schwer zu machen.
Weiter geht es für die Patriots, mit einer nicht minder schweren Aufgabe, aber hoffentlich personell besser besetzen Mannschaft, am nächsten Wochenende beim amtierenden Deutschen Meister Krefeld.
Patriotstore:
Zum 2:1 Ben Pfeifer
Zum 6:2 Boris Kharitonov
Zum 6:3 Ben Pfeifer
Strafzeiten: TV Augsburg 12 Minuten / Patriots 12 Minuten
Aufstellung:
Tor: Jannis Wagner, ab 31. Minute Jan Bleil
Feld: Christian Unger, Thibault Lambert, David Lademann, Henry Wellhausen, Ben Pfeifer, Boris Kharitonov, David Stusek, Knut Apel

Quelle und Foto: Pressemeldung Rhein-Main Patriots

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