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Prof. Dr. Karl Lauterbach und seine skandalöse Vergangenheit

Wer ist eigentlich unser Gesundheitsminister Prof. Dr. Karl Lauterbach und wie war sein Werdegang bis dahin?

Am 21.02.1963 im Dürener Stadtteil Birkesdorf geboren, studierte er Humanmedizin in Aachen, in Tucson und San Antonio (beides USA) und promovierte schließlich zum Dr. med. ohne jedoch seine ärztliche Approbation zu beantragen. Dies holte er 2010 nach. (Quelle: Wikipedia)

Unter Anderem bedeutet dies, dass er selbst nicht als praktizierender Arzt tätig gewesen ist und dadurch keinerlei Bezug zum realen Alltag eines (Fach)Arztes hat. Das theoretische Wissen kann man ihm jedoch nicht absprechen. Dafür die fehlende praktische Erfahrung.

Folgend machte er sein Master in Public Healts in der Harvard school of public health. Es handelt sich hierbei um ein interdisziplinäres Aufbaustudium im Bereich Gesundheitswissenschaften, das viele Themen beinhaltet. Unter Anderem die folgenden Themengebiete: Epidemiologie, Gesundheitsförderung, Gesundheitsökonomie, Medizinische Statistik, Prävention, Projektmanagement, Studiendesign und -durchführung, z. B. Schreiben von Forschungsanträgen Surveillance Umweltmedizin, Arbeitsmedizin, Wissenschaftliches Arbeiten.

Man muss dazu sagen, dass es in Deutschland zumeist so ist, dass der Fokus auf Epidemiologie liegt, während dies im Ausland, darunter auch in den USA, ein weiter gefächertes Thema ist, das mehr Inhalte behandelt und dadurch nicht zwingend als gleich bemessen werden kann.

So ist es auch kein Wunder, dass er am Ende seinen Fokus auf den Bereich des Managements legte, um Führungspositionen besetzen zu können.

So gibt er in seinem eigenen Lebenslauf an 1990 einen Master of Public Health (MPH) mit Schwerpunkten Epidemiologie und Health Policy and Management und 1992 einen Master of Science (M.Sc.) in Health Policy and Management erlangt zu haben.

Jedoch ist seine Webseite seit Kurzem offline und nicht erreichbar.

Bis hierhin klingt alles eigentlich schön und gut und würde seine (Vor)Geschichte so enden, dann wäre er durchaus eine ideale Person für den Posten als Gesundheitsminister. Aber es gibt auch die Schattenseiten des Herrn Prof. Dr. med. Karl Lauterbach, die er gerne aus dem Internet verschwinden lassen möchte.


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Der wohl bekannteste Skandal um Herrn Lauterbach ist der vor rund 20 Jahren bekannt gewordene Skandal um das Medikament „Lipobay“. Bei diesem Medikament handelte es sich um einen Fettsenker, der am Ende von der Firma Bayer wieder vom Markt genommen werden musste, da dieser verantwortlich für viele Nebenwirkungen und sogar Todesfälle war. Zudem hatten die Klagen in den USA beinahe dazu geführt, dass der Bayerkonzern pleite gegangen wäre.

Lauterbach war an der Studie des Medikaments beteiligt und nahm gerne die Gelder der Pharmaindustrie an und ignorierte Warnungen und Hinweise auf mögliche gefährliche Nebenwirkungen des Medikaments. Für die Studien bekam er übrigens allein im Jahr 2000 rund 800.000 € an Drittmitteln. Was sind da schon ein paar Menschenleben, wenn es im eigenen Geldbeutel klingelt? (Quellen hierzu: Spiegel, Heise, capital.de, kla.tv, wochenblick.at)

Im Jahr 2004 musste er sich wegen vor der Senatskommission für wissenschaftliches Fehlverhalten der Kölner Universität verantworten. Dies aufgrund seiner Beratertätigkeit für die damalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt, die einzig aufgrund seiner mutmaßlichen Studien verkündete, dass mindestens ein Drittel aller Röntgenuntersuchungen überflüssig seien. Andere Berater, bzw. Wissenschaftler wurden damals nicht dazu befragt. Ein Gutachter hatte später Mängel an dieser Studie und deren Aussagen festgestellt.(Quellen: wochenblick.at, heise.de, das-blaettchen.de)

Auch in den Jahren von 2001 bis 2013, als er im Aufsichtsrat der privaten Rhön-Klinikum AG saß, lief nicht alles rund. Diese machte nämlich negative Schlagezeilen, als herauskam, dass die Putzkräfte systematisch ausgebeutet worden sein sollen, damit diese nicht einmal den Mindestlohn erhalten haben sollen. Die Süddeutsche Zeitung berichtete damals und hat auf Anfrage nur die Aussage als Antwort bekommen, dass Herr Lauterbach diesen offenbaren Missstand nicht kommentieren würde. Das ist schon bemerkenswert traurig, wenn man bedenkt, dass er für diesen Posten laut Geschäftesbericht der Rhön AG des Jahres 2012 gute 64.000 € erhalten hat. Zusätzlich zu seinen Verdiensten als Abgeordneter usw. (Quelle: Süddeutsche Zeitung)


Schon seit Jahren ist er in der Ärzteschaft sehr unbeliebt. Es war mitbeteiligt an der Einführung der Fallpauschalen für Krankenhäuser, welche bis heute mehr als verhasst sind. Zwar sprach er sich selbst bereits für eine Änderung in diesem System aus, doch passiert ist bislang nichts. Fallpauschalen, sehr vereinfacht erklärt eine festgeschriebene Summe für einen Patienten pro Tag – unabhängig von den tatsächlichen Kosten. So kann ein Patient tatsächlich einen Gewinn einbringen. Dies ist natürlich für privatisierte Kliniken interessant.

Aber nicht nur hier sind praktizierende Ärzte auf Kriegsfuß mit Herrn Lauterbach. Vor knapp einem Jahr, im März 2021, forderten 37 Ärzte aus ganz Deutschland in einen offenen Brief Herrn Lauterbach dazu auf seine Arzt- und Politikerrolle von einander zu trennen. Schließlich habe Herr Prof. Dr. med Karl Lauterbach keine praktische Erfahrung als Arzt und würde mit seinen Aussagen implizieren, dass diese aufgrund seiner Tätigkeit als ehemaliger Arzt und damit als „Experte“ zu tun hätten. (Quellen: Süddeutsche Zeitung, Bibliomed, wochenblick.at, lokalkompass.de, jacobin.de, und weitere)


Können Sie sich noch an die Schweinegrippe erinnern? Schon im Jahr 2009 zeigte sich Karl Lauterbach als Befürworter für das Impfen mit Mitteln, die einen Verstärker inne haben. Während andere Experten mit großer Skepsis aufwarteten, weil die möglichen Nebenwirkungen der Wirkungsverstärker unerforscht waren, stellte dies für Lauterbach kein Problem dar. Was sind schon ein paar Menschenleben, wenn die eigene Kasse klingelt?

Hierzu ein Beitrag von Plusminus aus dem Jahr 2009, der den Lobbyismus der Pharmaunternehmen und die Verstrickung in die Politik aufzeigt. Auch die Ex-Frau von Karl Lauterbach, Dr. Angela Spelsberg (Ärztin und Epidemiologin) kam hier zu Wort. Erschreckend ist wohl die Tatsache, dass Pharmahersteller(!) bis in die WHO hinein mit am Tisch sitzen. Warum sollte sich diese Tatsache bis heute geändert haben?

Man beachte in diesem Beitrag zudem die Aussagen über Todesfälle einer „normalen“ Grippewelle der Jahre 2009 und rückwirkend. Die Zahlen sind deutlich dramatischer als während der Schweinegrippe und der aktuellen Zahlen seit 2020. (Weitere Quellen: tagesschau.de, schaumburger nachrichten, ard.de)

Randnotiz: Der Parteitag der SPD, welcher am 11.12.2021 stattfand, wurde unter Anderem von den Firmen PFIZER, DocMorris und Microsoft gesponsert. Hierzu lassen sich bemerkenswert viele Informationen über gängie Suchmaschinen mit den Begriffen „SPD Parteitag Sponsoren 2021“ finden. Nur wenige Tage später, am 15.12.2021 verkündete Karl Lauterbach als Gesundheitsminister, dass weitere 2,2 Milliarden € zur Impfstoffbestellung freigegeben wurden. (Quelle: tagesschau.de und weitere Tageszeitungen)

Kann das noch Zufall sein? Diese Frage muss man unter diesen Aspekten tatsächlich stellen, schließlich ist unser Gesundheitsminister bekanntermaßen kein unbeschriebenes Blatt.

Wer sich für eine ausführliche Domentation zu dieser Thematik interessiert, dem empfehlen wir die Doku von ARTE mit dem Titel „Big Pharma – Die Allmacht der Konzerne“ – zu finden auf Youtube.


Faszinierend ist auch anzumerken, dass Herr Lauterbach in seiner Zeit als Abgeordneter nur selten im Bundestag zugegen war. Oftmals nur dann, wenn auch Kameras oder Mikrofone auf Themen seiner Gebiete gerichtet waren. Hierzu gibt es ein schönes Youtube Video, das genau dies belegt:

Selbst Jens Spahn, ehemaliger Gesundheitsminister sagte damals über ihn: „Was Herrn Lauterbach angeht präferiere ich einfach den zu ignorieren“.

Daraus kann man entnehmen, dass sich Karl Lauterbach gerne selbst insziniert und in Szene setzt, aber wenn es darauf ankommt zu handeln, davon abschreckt.

Interessant ist aber auch zu betrachten, wie Herr Lauterbach zu welchen Themen im Bundestag abgestimmt hat.

Dies kann man hier nachsehen: So stimmte Karl Lauterbach im Bundestag ab

Insbesondere scheint er ein großer Befürworter der Bundeswehreinsätze in der ganzen Welt zu sein. Bei jeder Abstimmung stimmte er für die jeweilige Verlängerung der Einsätze. Ebenso erstaunlich, dass er durchaus bereit ist Glyphosat wieder zuzulassen.

Aber immer wieder ist zu sehen, dass er sich an manchen Abstimmungen nicht beteiligt hat. Vermutlich weil irgendwo anders eine Kamera war, vor die er sich stellen musste.

Intererssant ist aber auch, dass er dagegen stimmt, als es am 06. Mai 2021 darum ging, ob Patente für Impfstoffe freigegeben werden können. Sollte ein Mensch, der sich angeblich für die Gesundheit einsetzt nicht dafür stimmen? Oder klingelt es wieder in der Partei / Privatkasse, weshalb dies kein „Dafür“ bekam?

Auch am 14. Mai 2020 gab es ein Veto bei der Frage, ob der Regelsatz für die Grundsicherung erhöht werden soll. Dies trotz steigender Lebenshaltungskosten. Aber was sind schon ein paar arme Menschen, wenn der eigene Geldbeutel klingelt?

Für uns steht jedenfalls fest, dass Herr Prof. Dr. med. Karl Lauterbach nicht Gesundheitsminister sein sollte. Karriere, Geld und Selbstinszinierung stehen für ihn im Vordergrund; das (Über)leben von Menschen eher im Hintergrund.

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