27 Oktober 2021

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Pflege-Recruiting bleibt Goldstaubsuche

Bei allem Optimismus, den der Gesundheitsminister zur Halbzeitbilanz in den letzten Wochen verbreitet, betrachten die Arbeitgeber in der Pflege die aktuelle Arbeitsmarktsituation weitaus kritischer. Das Ansehen des Pflegeberufs ist beschädigt, die Auswirkungen spüren gerade die Arbeitgeber, die die Rekrutierung anders machen und händeringend Arbeitnehmer suchen.

Im Koalitionsvertrag ist die Verbesserung der Leistungen und Entbürokratisierung für pflegende Angehörige, Schaffung von 13.000 Stellen mehr in der Pflege, die Verbesserung der Ausbildung / Weiterbildung sowie die Digitalisierung, z. B. zur Vereinfachung der Abläufe, verankert. Doch wo bleibt die gesellschaftliche und politische Unterstützung des Pflegeberufes.

Durch die „Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH“ wurden 2.006 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger ab 14 Jahre zum Ansehen von 34 ausgewählten Berufsgruppen befragt. Bei den beliebtesten Jobs steht der Krankenpfleger auf Platz 3 und der Altenpfleger auf Platz 4.

„Trotzdem hat der Arbeitsmarkt in der Pflege ein dramatisches Stadium erreicht“ so Annemarie Kröning, Pflegedienstleiterin von Tertianum Care in Berlin, „in den Darstellungen stehen leider ausschließlich die schlechte Bezahlung und Arbeitsbedingungen sowie die schwarzen Schafe im Mittelpunkt, und das hilft uns nicht.“

Die Wertschätzung des Berufsbildes hat über lange Zeit gelitten und die Pflegebranche ist trotz hohem Ansehen unattraktiv für Bewerber geworden. „Die negative öffentliche Wahrnehmung wirft allen, die es anders machen wollen, ihren Beruf lieben und wertschätzend miteinander arbeiten, einen Knüppel zwischen die Beine“, so Annemarie Kröning, Pflegedienstleitung Tertianum Care aus Berlin.

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Die Situation im Pflegearbeitsmarkt

Aktuell sind 3,4 Mio. Pflegebedürftige in Deutschland, die mobil oder stationär gepflegt werden. Derzeit sind in Deutschland 1,6 Millionen Menschen als Alten- oder Krankenpfleger beschäftigt. Rund 40.000 Stellen sind heute unbesetzt. Regionale, kleinere Arbeitgeber wie Tertianum Care müssen auffallen, um eine Chance im Bewerbermarkt zu haben. Und die Prognose ist düster. Siehe Abbildung „Versorgung der Pflegebedürftigen Menschen 2018 bis 2030“

Die Pflege-Arbeitgeber sind Goldstaubsucher

Arbeitgeber in der Pflege sind bereit mit Kreativität und viel Wertschätzung für einen in der Gesellschaft notwendigen und wichtigen Beruf zu kämpfen. Doch die Situation für Arbeitgeber ist dramatischer als bisher geschildert: Hohe Fluktuation, hoher Krankenstand, ein Unterangebot erfahrener und qualifizierter Arbeitskräfte, sodass Leasingkräfte statt fest angestellter Mitarbeiter die Lücken teuer füllen müssen.

Was das schon heute für die zu pflegenden Menschen bedeutet, ist Unruhe und Unbeständigkeit. Pflege lebt von der Qualität, Beständigkeit, Achtung und Zuwendung. Doch dies dauerhaft durch einen Arbeitnehmer zu bekommen, ist mittlerweile illusorisch. Arbeitnehmer wechseln immer dorthin, wo es bessere Arbeitsbedingungen, bessere Konditionen und mehr Wertschätzung des Menschen gibt. Die Arbeitgeber sind Goldstaubsucher, die gern fürs Unternehmen und die Klienten Konstanz möchten, aber Unruhe bekommen.

Wir brauchen mehr Wertschätzung!

Was den Arbeitnehmern genauso wie den Arbeitgeber helfen würde, ist: Wertschätzung eines Berufs, der mit viel Herz, Empathie und Fürsorge betrieben wird. Der Pflegeberuf ist durch viele Debatten und im Schwerpunkt Problemschilderungen oder schwarze Schafe in Verruf geraten. Doch was können Arbeitgeber in der Pflege tun? Wertschätzende Maßnahmen für die Mitarbeiter im Recruiting und im gemeinsamen Arbeitsalltag. Ein Beispiel ist die #careback-Initiative des mobilen Pflegdienstes Tertianum Care aus Berlin. Das Unternehmen geht hier andere Wege und „erschlägt“ den Kandidaten nicht mit Geld, sondern bietet seinen Mitarbeitern Unterstützungsleistungen im persönlichen Alltag an. Konkret zahlt das Unternehmen im Rahmen der #careback-Initiative durch einen Concierge-Service und Lieferservices für u.a. Lebensmittel oder einen Haushaltsservice seinen Mitarbeitern wertvolle Zeit im Privaten zurück. Zentrales Element der Kampagne ist die Wertschätzung, Menschlichkeit und Sympathie, die das Miteinander in der Pflege ausmachen.

„Eine Pflegekraft sollte angemessen für ihre qualifizierte und herzliche Arbeit bezahlt werden, doch bei allem engagierten Einsatz für die anderen bleibt im Alltag der Pflegenden manchmal wenig Platz für die persönlichen Dinge“, so Annemarie Kröning, Pflegedienstleitung bei Tertianum Care.

Die Bedingungen für Arbeitgeber sind hart, aber mit mehr Wertschätzung und nicht mit kurzlebigen und skurrilen Methoden ist den Mitarbeitern in der Pflege geholfen, was die Zufriedenheit und Begeisterung für den Pflegeberuf steigern kann. „Alle in unserer Gesellschaft müssen dem Pflegeberuf helfen – mit kleinen Gesten und großen Maßnahmen“ so Annemarie Kröning.

Original-Content von: Tertianum Care, ots

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