Die im Rahmen des Baus der neuen Altstadt eingelagerte Gedenkplatte für die Opfer der Luftangriffe auf Frankfurt soll neu verlegt werden. Der Magistrat empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung eine Neuverlegung und eine Erweiterung um einen erläuternden Text.

„Die Gedenkkultur hat sich seit der Verlegung der Platte im Jahr 1978 wesentlich gewandelt. Es ist heute undenkbar, an die deutschen Opfer der Luftangriffe zu erinnern, ohne den von Deutschland ausgehenden Vernichtungskrieg und die Zerstörung europäischer Städte durch die deutsche Luftwaffe zu erwähnen. Durch die Kontextualisierung wird die Bodengedenkplatte zu einem zeitgemäßen Mahnmal“, sagt Kulturdezernentin Ina Hartwig.

Die Bodengedenkplatte soll künftig von einem Ring umrahmt werden, der folgenden Text zeigt: „Von Deutschland ging seit September 1939 ein globaler Vernichtungskrieg aus. Alle Opfer dieses Krieges mahnen uns zu Frieden, Versöhnung und Demokratie.“

Der Text der Bodengedenkplatte selbst lautet folgendermaßen: „1939 Zur Erinnerung 1945 Zwischen dem 4. Juni 1940 und dem 24. März 1945 wurde Frankfurt von 33 Luftangriffen, zahllosen Störflügen und Tieffliegerangriffen heimgesucht. Tausende Tonnen Sprengstoff und Brandbomben zerstörten oder beschädigten vier Fünftel aller Bauten. Am 22. März 1944 löschte ein Großangriff den Altstadtkern völlig aus. Bei Kriegsende bedeckten 17. Mio. CBM Trümmer die Stadt, die um 14.701 Gefallene und 5559 Bombenopfer trauerte.“

Quelle: Pressemeldung der Stadt Frankfurt am Main