Zumindest optisch präsentieren sich die United Volleys Frankfurt rechtzeitig zum Start in ihre fünfte Erstligasaison in Bestform: Die Heim-, Auswärts- und Liberotrikots vom neuen Ausrüster Macron sind frisch aus Italien eingetroffen und konnten beim offiziellen Fototermin bereits ihre Qualitäten unter Beweis stellen. Stilprägend sind natürlich erneut die Frankfurter „Äppler-Rauten“, diesmal besonders auffällig in unterschiedlichen Rot- und Blautönen gehalten. Nur die beiden Liberos haben ihr ganz eigenes Design bekommen: Sozusagen speziell zugeschnitten auf den slowenischen Nationalspieler Urban Toman, Neuzugang für die Position des Abwehrchefs, und selbstverständlich passend zur Großstadt Frankfurt, sind diese in verschiedenen Grau-Schattierungen im „Urban Streetstyle“-Look gestaltet.

Einer fehlt noch

Nicht nur bunt und neu gemischt, sondern vor allem spritzig wie ein guter Schoppen, wollen sich die Uniteds natürlich auch bei ihrem ersten Auftritt auf dem Spielfeld präsentieren. Während der Rest der Liga bereits am vergangenen Wochenende in die Spielzeit 2019/20 gestartet ist, und die meisten Teams an diesem Mittwoch und Donnerstag sogar schon ihre zweite Partie absolviert haben werden, greifen die Hessen erstmals am Freitag um 19.30 Uhr ins Geschehen ein. Gegner ist dann der Aufsteiger HEITEC Volleys Eltmann. Der fränkische Club ist beileibe kein Unbekannter im Volleyball-Oberhaus. Von 2003 bis 2010 war man dort eine feste Größe. Neu ist hingegen die Spielstätte: Ihre Heimbegegnungen tragen die Eltmanner nun in der rund 6.000 Besucher fassenden brose ARENA im nahegelegenen Bamberg aus.

Die United Volleys begeben sich somit auf unbekanntes Terrain, werden trotz Anreise am Donnerstag nur einmal am Freitagmorgen in der Halle trainieren können. Das bereitet dem kanadischen United-Chefcoach Stelio DeRocco allerdings weitaus weniger Sorgen, als die uneinheitliche Vorbereitung, mit der seine Männer in die Saison gehen. Über weite Strecken fehlte fast die halbe Mannschaft, weil die Spieler entweder in der Nations League, bei der Europameisterschaft oder zuletzt beim World Cup in Japan für ihre Nationalmannschaften im Einsatz waren. Letzterer ist auch dafür verantwortlich, dass die Uniteds selbst ihr Auftaktmatch noch in reduzierter Besetzung bestreiten müssen. Obwohl die Partie eigens noch einmal um zwei Tage nach hinten verschoben wurde, wird es der japanische „Kamikaze-Aufschläger“ Masahiro Yanagida, schon 2017/18 einer der spektakulärsten Spieler der deutschen Bundesliga, nicht rechtzeitig nach Europa schaffen.

“Erwarten keinen großen Respekt”

„Just in time“ wird mit dem Australier Luke Smith zumindest ein zweiter Außenangreifer bei den Frankfurtern eintreffen, so dass die auf dieser Position wenigstens die Mindestanzahl an Spielern aufbieten können. In punkto Trainingsplanung wird Stelio DeRocco alles dafür tun, dass „Smiddy“ den Jetlag nach der langen Flugreise einigermaßen abschütteln kann. Rückkehrer Eltmann konnte am Samstag beim 0:3 gegen den Deutschen Rekordmeister Friedrichshafen schon unter Beweis stellen, dass das Team von Trainer Marco Donat absolut in der Lage ist, gegen den Rest der Liga mitzuhalten. „Das ist eine Mannschaft mit einigen erfahrenen Spielern, da dürfen wir keinen großen Respekt erwarten“, ist sich DeRocco bewusst. Angesichts der unbekannten Halle und der holprigen Vorbereitung – beim jüngsten Test in Belgien gegen Roeselare musste gar ein Spieler des Gegners den erkrankten United-Angreifer Floris van Rekom ersetzen – erwartet er von seinen Männern vor allem eine geschlossene Teamleistung.

„Wir müssen uns mit unserer individuellen Qualität durch die ersten Spiele durchkämpfen und parallel daran arbeiten, dass wir schnell zu einer schlagkräftigen Einheit zusammenwachsen“ fordert „The Rock“.  Die heimischen United-Fans werden dabei auch nicht allzu lange darauf warten müssen, bis sie sich selbst ein Bild vom Fortschritt dieses Unterfangens machen können. Das erste Heimspiel steht nur fünf Tage später, am Mittwoch, dem 23. Oktober, gegen die Volleyball Bisons Bühl auf dem Programm. Dann werden sich die Gastgeber hoffentlich erstmals vollzählig ihrem eigenen Publikum vorstellen können und hoffen auf zahlreiche und lautstarke Unterstützung. „Immer, wenn wir zuhause vor einer großen Kulisse gespielt haben, etwa gegen den damaligen Tabellenführer Unterhaching oder in der Champions League gegen Thessaloniki und Ankara, haben wir schon im vergangenen Jahr unsere besten Leistungen gezeigt“, erinnert sich der Cheftrainer. Tickets sind online auf www.unitedvolleys.de erhältlich.

Quelle: Pressemeldung United Volleys – Foto: United Volleys/Manfred Neumann