Polizei

Mainz: 1. Drogendealer flüchtet und greift Polizeikräfte an! 2. Junger Mann ausgeraubt! 3. Minderjähriger Ladendieb zieht Messer!

Mainz-Altstadt (ots)

1. Drogendealer flüchtet und greift Polizeikräfte an

Am frühen Samstagmorgen meldeten mehrere Zeugen über Notruf der Mainzer Polizei, dass im Bereich der Holzhofstraße eine dreiköpfige Personengruppe randalieren würde. Als zwei alarmierte Funkstreifen des Altstadtreviers gegen 07:30 Uhr die beschriebene Personengruppe einer Kontrolle unterziehen wollten, flüchtete ein 29-jähriger Mainzer rennender Weise. Auf Rufe stehen zu bleiben, reagierte der Flüchtende nicht, rannte weiter und warf eine am Straßenrand stehende Warnbarke nach einem Polizeibeamten, der bereits die Verfolgung aufgenommen hatte. Der Polizeibeamte wurde von der Baustellenbarke getroffen. Im Laufe der weiteren Verfolgung änderte der 29-Jährige plötzlich seine Fluchtrichtung, drehte um und steuerte plötzlich mit gesenktem Kopf auf einen anderen Polizeibeamten zu. Als er den Polizeibeamten traf, konnte der Angriff unterbunden und dem Angreifer die Handschellen angelegt werden. Währenddessen fielen dem 29-Jährigen eine Vielzahl kleiner Päckchen mit Drogen aus der Tasche, die sichergestellt wurden. Nach ersten Ermittlungen könnte es sich um Kokain handeln. Der 29-Jährige muss sich nun wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte strafrechtlich verantworten.

2. Junger Mann ausgeraubt

Am frühen Samstagmorgen wurde ein 23-jähriger Mainzer Opfer eines Straßenraubes. Der junge Mann befand sich gegen 01:55 Uhr auf dem Nachhauseweg in der Mainzer Neustadt, als er in der Wallstraße von drei Jugendlichen angesprochen und bedroht wurde. Unter Androhung von Gewalt entwendeten die bislang unbekannten Täter Handy, Portemonnaie und Schlüsselbund des 23-Jährigen. Nach der Tat flüchteten die Täter in unbekannte Richtung. Auf Grund der Dunkelheit konnten die Täter nur sehr vage beschrieben werden. Alle drei seien dunkel gekleidet gewesen, ca. 180 cm groß und schätzungsweise sehr jung. Einer der Täter habe einen hellen Gegenstand in der Hand gehalten und Deutsch mit unbekanntem Akzent gesprochen. Wer sachdienliche Hinweise zu dem genannten Fall geben kann, wird gebeten sich mit der Kriminalpolizei Mainz unter der Rufnummer 06131/ 65-3633 in Verbindung zu setzen.

3. Minderjähriger Ladendieb zieht Messer

Zu einem räuberischen Ladendiebstahl unter Einsatz eines Messers, kam es am Freitagnachmittag in der Mainzer Innenstadt.

Ein 13-jähriger Junge hatte gegen 15:00 Uhr mit Freunden eine Drogeriefiliale betreten und sich in der Getränkeabteilung mehrere Dosen hochprozentigen Alkohol in die Hosentaschen gesteckt. Dies konnte der Ladendetektiv beobachten und den Jungen vor Verlassen der Filiale zur Rede stellen. Nachdem der 13-jährige vom Detektiv in dessen Büro geleitet wurde, bedrohte er diesen plötzlich mit einem Messer. Der 13-Jährige flüchtete dann aus dem Büro in den Verkaufsraum der Drogerie. Der Detektiv und eine Mitarbeiterin der Drogerie versuchten den Jungen an der Flucht zu hindern. Dabei kam es zu einem Handgemenge, in dessen Verlauf der 13-Jährige das Messer einsetzte, die Mitarbeiterin verletzte und hiernach seine Flucht fortsetzte. Durch Zeugenaussagen und Aufnahmen einer Videoüberwachung konnte der 13-Jährige von den eingesetzten Polizeikräften identifiziert werden. An der Wohnanschrift wurde der Junge bei seinen Eltern angetroffen und es konnten Beweismittel sichergestellt werden. Die Verletzungen der Mitarbeiterin mussten medizinisch behandelt werden.

Trotz der altersbedingten Strafunmündigkeit des 13-Jährigen, ist die Polizei zunächst verpflichtet Ermittlungen einzuleiten. In solchen Fällen kann beispielsweise ein Familiengericht, auch gegenüber den Eltern, zu verschiedenen Mitteln greifen, um sehr junge straffällige gewordene Personen zu beeinflussen. Dazu gehören unter anderem die Anordnung, der Inanspruchnahme von Kinder- und Jugendhilfe oder auch schwerwiegendere Maßnahmen, wie eine Entziehung des Sorgerechts bis hin zu einer Unterbringung straffälliger Kinder in einem Heim oder bei einer Pflegefamilie.

Original-Content von: Polizeipräsidium Mainz, übermittelt durch news aktuell

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